{"id":49182,"date":"2026-03-17T01:37:07","date_gmt":"2026-03-17T01:37:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/49182\/"},"modified":"2026-03-17T01:37:07","modified_gmt":"2026-03-17T01:37:07","slug":"planetenkollision-um-eine-fremde-sonne-zusammenstoss-zeigt-grosse-aehnlichkeit-mit-der-mondbildenden-kollision-der-jungen-erde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/49182\/","title":{"rendered":"Planetenkollision um eine fremde Sonne &#8211; Zusammensto\u00df zeigt gro\u00dfe \u00c4hnlichkeit mit der mondbildenden Kollision der jungen Erde"},"content":{"rendered":"<p>Eine solche Abfolge \u2013 erst regelm\u00e4\u00dfige Abschattungen, dann Chaos \u2013 war bei einem solchen Stern noch niemals zuvor beobachtet worden. \u201eSonnen\u00e4hnliche Sterne tun so etwas einfach nicht\u201c, sagt Tzanidakis. Um der Sache auf den Grund zu gehen, beschlossen er und sein Kollege James Davenport in Archivdaten mehrerer optischer Teleskope und des Infrarot-Satelliten WISE (Wide-field Infrared Survey Explorer) nach Beobachtungen dieses Sterns aus der fraglichen Zeit zu suchen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/wp-content\/uploads\/p\/l\/planetkolli3g.jpg\" data-lightbox=\"https:\/\/www.scinexx.de\/wp-content\/uploads\/p\/l\/planetkolli3g.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/wp-content\/uploads\/p\/l\/planetkolli3g.jpg\" data-lightbox=\"https:\/\/www.scinexx.de\/wp-content\/uploads\/p\/l\/planetkolli3g.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-313112\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/planetkolli3g-300x219.jpg\" alt=\"Lichtkurve im optischen und im Infrarot\" width=\"300\" height=\"219\"  \/><\/a>Ab 2021 leuchtete das System Gaia20ehk im Infrarot (unten) hell auf \u2013 ein Hinweis auf hei\u00dfe Tr\u00fcmmer. \u00a9 Tzanidakis et al.\/ The Astrophysical Journal Letters, <a href=\"http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/4.0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">CC-by 4.0<\/a><br \/>\nZwei Planeten auf Kollisionskurs<\/p>\n<p>Die Astronomen wurden f\u00fcndig. \u201eEs ist ein unglaublicher Gl\u00fccksfall, dass gleich mehrere Teleskope dieses Ereignis mitverfolgt haben\u201c, sagt Tzanidakis. Die Beobachtungsdaten zeigten, dass das System ab 2021 im Infrarotlicht hell aufgl\u00fchte. \u201eDie Infrarotkurve verhielt sich dabei entgegengesetzt zu der des sichtbaren Lichts\u201c, erkl\u00e4rt Tzanidakis. \u201eAls das sichtbare Licht begann zu flackern und dunkler zu werden, wurde die Infrarotstrahlung heller.\u201c\n<\/p>\n<p>Diese Daten erlaubten es den Astronomen, die Vorg\u00e4nge hinter dem merkw\u00fcrdigen Verhalten des Sterns Gaia20ehk zu rekonstruieren. Das Ganze begann demnach mit zwei gro\u00dfen Planetesimalen oder Protoplaneten, die sich zu nahe kamen und begannen, sich immer enger zu umkreisen. Dies erzeugte die im sichtbaren Licht erkennbaren regelm\u00e4\u00dfigen Abschattungen des Sterns.\n<\/p>\n<p>Hei\u00dfe Tr\u00fcmmerwolke verr\u00e4t Zusammensto\u00df<\/p>\n<p>Der abrupte Wandel dieses Musters im Jahr 2021 ereignete sich, als die beiden Planeten zusammenstie\u00dfen. \u201eDiese katastrophale Kollision lie\u00df das System im Infrarotbereich hell aufleuchten\u201c, berichtet Tzanidakis. Die Tr\u00fcmmer der Kollision bildeten eine riesige Wolke, die sich im Abstand von rund einer astronomischen Einheit um den Stern sammelte und sein Licht in unregelm\u00e4\u00dfigen Intervallen verdunkelte \u2013 dadurch schien Gaia20ehk chaotisch zu flackern.\n<\/p>\n<p>Im Infrarotlicht war jedoch zu erkennen, dass dieses Flackern durch die Tr\u00fcmmerwolke verursacht wurde. \u201eDas Material ist so hei\u00df, dass es im Infrarotbereich gl\u00fcht\u201c, erkl\u00e4rt der Astronom. Noch h\u00e4lt diese Phase an. Doch im Laufe der Zeit werden diese Tr\u00fcmmer abk\u00fchlen. Sie k\u00f6nnten sich dann zu neuen Himmelsk\u00f6rpern zusammenfinden \u2013 \u00e4hnlich wie vor 4,5 Milliarden Jahren die Tr\u00fcmmer der Erde-Theia-Kollision.<\/p>\n<p>Analog zur Erde-Theia-Kollision<\/p>\n<p>\u201eBisher gibt es nur sehr wenige Beobachtungen von Planetenkollisionen irgendeiner Art \u2013 und keine, die so viele \u00c4hnlichkeiten zu dem Zusammensto\u00df hat, der einst den Erdmond schuf\u201c, sagt Tzanidakis. \u201eIndem wir solche Ereignisse anderswo im All beobachten, k\u00f6nnen wir auch viel \u00fcber die Entstehung unserer eigenen Welt lernen.\u201c Solche Beobachtungen k\u00f6nnten zum Beispiel verraten, wie h\u00e4ufig solche Kollisionen vorkommen und wie viele davon Systeme wie das von Erde und Mond erschaffen.\n<\/p>\n<p>\u201eDer Mond ist eine der Zutaten, die die Erde zu einem so lebensfreundlichen Ort machen\u201c, erkl\u00e4rt Davenport. \u201eEr schirmt die Erde vor einigen Asteroideneinschl\u00e4gen ab, erzeugt die Gezeiten und Wettermuster, die chemische und biologische Stoffkreisl\u00e4ufe antreiben. Sogar f\u00fcr die Plattentektonik k\u00f6nnte der Mond eine Rolle spielen.\u201c Zu wissen, wie h\u00e4ufig solche Doppelsysteme auch in anderen Planetensystemen entstehen, k\u00f6nnte daher auch bei der Suche nach au\u00dferirdischem Leben helfen. (The Astrophysical Journal Letters, 2026; <a href=\"https:\/\/iopscience.iop.org\/article\/10.3847\/2041-8213\/ae3ddc\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">doi: 10.3847\/2041-8213\/ae3ddc<\/a>)\n<\/p>\n<p>Quelle: University of Washington<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;\n\t<\/p>\n<p>17. M\u00e4rz 2026\t&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n\t &#8211; Nadja Podbregar<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine solche Abfolge \u2013 erst regelm\u00e4\u00dfige Abschattungen, dann Chaos \u2013 war bei einem solchen Stern noch niemals zuvor&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":49183,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[699,46,42,20679,44,20680,20681,20682,97,96,10411,101,98,20683,100,99,20684],"class_list":{"0":"post-49182","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wissenschaft-technik","8":"tag-astronomie","9":"tag-at","10":"tag-austria","11":"tag-lichtkruve","12":"tag-oesterreich","13":"tag-planetenkollision","14":"tag-planetesimal","15":"tag-protoplanet","16":"tag-science","17":"tag-science-technology","18":"tag-stern","19":"tag-technik","20":"tag-technology","21":"tag-truemmerwolke","22":"tag-wissenschaft","23":"tag-wissenschaft-technik","24":"tag-zusammenstoss"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116241959689009954","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/49182","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=49182"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/49182\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/49183"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=49182"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=49182"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=49182"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}