{"id":49421,"date":"2026-03-17T06:18:06","date_gmt":"2026-03-17T06:18:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/49421\/"},"modified":"2026-03-17T06:18:06","modified_gmt":"2026-03-17T06:18:06","slug":"die-gegenseite-schlaegt-zurueck-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/49421\/","title":{"rendered":"Die Gegenseite schl\u00e4gt zur\u00fcck \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Der Sturm der Causa <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/roland-weissmann\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" im=\"\" orf:=\"\" die=\"\" gegenseite=\"\" schl=\"\" zur=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wei\u00dfmann<\/a> zieht immer weitere Schneisen in die Medienlandschaft. Nun dreht er sich teils auch in die entgegengesetzte Richtung, n\u00e4mlich in die Ecke jener M\u00e4nner, die die Vorw\u00fcrfe gegen den zur\u00fcckgetretenen <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/orf\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" im=\"\" orf:=\"\" die=\"\" gegenseite=\"\" schl=\"\" zur=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ORF<\/a>-Generaldirektor Roland Wei\u00dfmann vor einer Woche ins Rollen brachten: Seit dem Wochenende ist Heinz Lederer, Stiftungsratsvorsitzender auf einem SP\u00d6-Ticket, selbst Thema der Berichterstattung. Und auch an seinem Stellvertreter, Gregor Sch\u00fctze, gibt es Kritik.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/peter-westenthaler\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" im=\"\" orf:=\"\" die=\"\" gegenseite=\"\" schl=\"\" zur=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Peter Westenthaler<\/a>, er sitzt auf einem FP\u00d6-Ticket, will nun Vorw\u00fcrfe gegen Lederer gar zum Anlass nehmen, eine Dringlichkeitssitzung einzuberufen. Die kann es nur geben, wenn ein Drittel der 35 Stiftungsr\u00e4te zustimmt. Dabei soll es um angebliche Unvereinbarkeiten von Lederer gehen \u2013 er hat eine Beratungsagentur und lobbyiert im politmedialen Bereich \u2013 mit seinem Posten als Stiftungsrat. <\/p>\n<p>Westenthaler verweist in einem Schreiben an die Stiftungsr\u00e4te, das auch der \u201ePresse\u201c vorliegt, auf insgesamt drei Punkte, die er Lederer vorwirft. In dem Schreiben wird ein \u201eKrone\u201c-Bericht vom Samstag zitiert, wonach Lederer in Honorarnoten des Ex-Signa-Anwalts Stefan Prochaska aufscheine. Ein angeblicher Auftrag des \u00d6SV sei ebenfalls nicht mit seinem Job als Stiftungsratschef vereinbar. <\/p>\n<p>Daneben ist auch ein kolportierter Anruf von Lederer bei \u201eProfil\u201c Thema. Chefredakteurin Anna Thalhammer hatte am Wochenende auf X gepostet, dass sich Lederer \u201eentbl\u00f6det\u201c habe, nach kritischer Berichterstattung in der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung des \u201eProfil\u201c anzurufen und mit \u201eKonsequenzen\u201c f\u00fcr Thalhammer im ORF gedroht habe. Sie ist dort regelm\u00e4\u00dfiger Gespr\u00e4chsgast in politischen TV-Formaten. \u201eProfil\u201c-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/richard-grasl\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" im=\"\" orf:=\"\" die=\"\" gegenseite=\"\" schl=\"\" zur=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Richard Grasl<\/a>, fr\u00fcher selbst einmal ORF-Finanzchef, best\u00e4tigte einen Anruf von Lederer. Inhaltlich aber kommentierte Grasl den Anruf nicht. <\/p>\n<p>Das will auch Lederer nicht. Er weist alle drei Vorw\u00fcrfe auf Nachfrage der \u201ePresse\u201c am Montag vehement zur\u00fcck. Grunds\u00e4tzlich gebe er zu seinen Kunden keine Auskunft, aber mit Signa bzw. <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/rene-benko\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" im=\"\" orf:=\"\" die=\"\" gegenseite=\"\" schl=\"\" zur=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ren\u00e9 Benko<\/a> habe er keinen Auftrag gehabt. Benko kenne er auch nicht pers\u00f6nlich. Er habe immer wieder mit Anw\u00e4lten Kontakt, wenn es um \u201eWordings\u201c oder \u201eMediencoaching\u201c gehe, in dem Fall auch mit Prochaska. Zur Intervention bei \u201eProfil\u201c sagt Lederer, dass er den Inhalt eines \u201eprivaten Gespr\u00e4chs auf Eigent\u00fcmerebene\u201c nicht kommentiere. Er w\u00fcrde jedoch \u201eniemals einen freien Journalisten anrufen oder unter Druck setzen\u201c. <\/p>\n<p>Auf Nachfrage bei anderen Stiftungsr\u00e4ten hei\u00dft es, dass man Westenthalers Stil keineswegs teile. Der sei nur \u201eschwer auszuhalten\u201c, sagt ein Mitglied. Denn in Wahrheit gehe es der FP\u00d6 bekanntlich nur darum, den ORF \u201eabzurei\u00dfen\u201c. Doch inhaltlich habe Westenthaler auch in der Vergangenheit immer wieder durchaus einen Punkt gehabt. Im Fokus aber solle nun stehen, die Wahl von Interimschefin <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/ingrid-thurnher\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" im=\"\" orf:=\"\" die=\"\" gegenseite=\"\" schl=\"\" zur=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ingrid Thurnher<\/a> zu organisieren. Alleine daf\u00fcr muss es eine au\u00dferordentliche Sitzung des Stiftungsrats geben. Kolportiert wird der 23. April als m\u00f6glicher Termin. <\/p>\n<p>Dass Westenthaler nun Lederer offensiv angreift, wird dem Vernehmen nach auch als m\u00f6gliches Ablenkungsman\u00f6ver gedeutet. Denn ein Stiftungsrat, der Westenthaler bzw. der FP\u00d6 nahe stehen soll, war selbst einst Top-Manager im ORF und mit schweren Vorw\u00fcrfen konfrontiert, die zun\u00e4chst in einem arbeitsrechtlichen Prozess und sp\u00e4ter in einem Vergleich endeten. Dazu wolle er sich nicht \u00e4u\u00dfern, sagt Westenthaler in Bezug auf die FP\u00d6-N\u00e4he zur \u201ePresse\u201c. \u201eF\u00fcr die FP\u00d6 sitzen genau zwei Stiftungsr\u00e4te im ORF. Das bin ich und Christoph Urtz.\u201c<\/p>\n<p>Der Westenthaler-Attacke pflichtete FP\u00d6-Mediensprecher Christian Hafenecker via Aussendung bei, der die Causa nun zur Chefsache machen will: Er sprach von \u201ehandfesten Skandalen\u201c, die nun auch Medienminister <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/andreas-babler\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" im=\"\" orf:=\"\" die=\"\" gegenseite=\"\" schl=\"\" zur=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Andreas Babler<\/a> (SP\u00d6) besch\u00e4ftigen sollten. Hafenecker fordert Babler auf, zur \u201eBenko-Connection\u201c des von ihm installierten ORF-Stiftungsratsvorsitzenden und zu dessen angeblichen Drohungen gegen eine Journalistin \u201enicht l\u00e4nger zu schweigen\u201c.<\/p>\n<p>Andere Stimmen im Stiftungsrat sind der Meinung, dass es vorerst vor allem darum gehe, den enormen Image-Schaden f\u00fcr den ORF zu beheben. Etwa damit, im Stiftungsrat transparente Kriterien f\u00fcr die Ausschreibung f\u00fcr den ORF-Generaldirektor zu definieren. Allerdings: Im derzeitigen Format mit 35 Stiftungsr\u00e4ten sei eine \u201ekonstruktive Zusammenarbeit fast nicht m\u00f6glich\u201c.<\/p>\n<p>Aus Sicht von Neos-Mediensprecherin Henrike Brandst\u00f6tter w\u00fcrden derweil zu viele Themen miteinander vermischt, wie sie zur \u201ePresse\u201c sagt. \u201eDer ORF wird jetzt sturmreif geschossen. Private Fehden werden ausgefochten und offene Rechnungen beglichen. Das ist schade, denn \u00fcber die betroffenen Frauen spricht gerade niemand. Denn offenbar gibt es so viele Stellen im ORF, an die man sich wenden kann, die aber so konstruiert sind, dass sie nicht vertrauensw\u00fcrdig sind.\u201c Thurnher hat angek\u00fcndigt, zu pr\u00fcfen, ob die Beschwerdestellen im ORF bestm\u00f6glich aufgestellt sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Sturm der Causa Wei\u00dfmann zieht immer weitere Schneisen in die Medienlandschaft. 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