{"id":50216,"date":"2026-03-17T14:50:13","date_gmt":"2026-03-17T14:50:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/50216\/"},"modified":"2026-03-17T14:50:13","modified_gmt":"2026-03-17T14:50:13","slug":"graz-baut-massnahmen-gegen-asiatische-tigermuecke-aus-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/50216\/","title":{"rendered":"Graz baut Ma\u00dfnahmen gegen Asiatische Tigerm\u00fccke aus \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>2026 sollen bis zu acht Millionen sterile Tigerm\u00fccken-M\u00e4nnchen ausgesetzt werden. Erg\u00e4nzt wird das Pilotprojekt mit dem d\u00e4nischen ZikaSeal durch Kinder als \u201eTigerm\u00fccken-Detektive\u201c und Multiplikatoren.<\/p>\n<p>Nach 2025 mit einem erfolgreichen Pilotprojekt will die Stadt Graz 2026 rund zehn Mal so viele sterile Tigerm\u00fccken-M\u00e4nnchen aussetzen. Rund 150.000 Euro werden ausgegeben, um die Population in der Stadt, die als ein Hot-Spot in \u00d6sterreich gilt, einzud\u00e4mmen. Hinzu kommen weitere, teils neue Ma\u00dfnahmen wie etwa ein Pilotprojekt mit einem neuartigen Regeneinl\u00e4ufe-Deckel aus Kopenhagen. Das Um und Auf sei aber die Mithilfe der Bev\u00f6lkerung, so Stadtrat Robert Krotzer (KP\u00d6).<\/p>\n<p>\u201eUnser Ma\u00dfnahmenb\u00fcndel kann nicht dick genug sein: Die Mithilfe der Bev\u00f6lkerung ist entscheidend\u201c, sagte der f\u00fcr Gesundheit zust\u00e4ndige Politiker bei einem Pressegespr\u00e4ch am Dienstag. Eva Winter, Leiterin des Grazer Gesundheitsamts, unterstrich: \u201eDie Asiatische Tigerm\u00fccke f\u00fchlt sich hier sehr wohl.\u201c Daher m\u00fcssen Ma\u00dfnahmen getroffen werden, damit sie sich nicht ungehemmt ausbreitet.<\/p>\n<p>Seit den ersten Meldungen 2021 h\u00e4tten sich die Experten in der steirischen Landeshauptstadt viel Wissen angeeignet, viel ausprobiert und teilen nun auch das Wissen mit anderen. Anfragen kommen etwa aus Deutschland und der Slowakei, so Winter. Erwin Wieser, st\u00e4dtischer Infektionsschutz-Experte, k\u00f6nne mittlerweile mehrfach als Referent ausgeliehen werden, um andernorts Vortr\u00e4ge \u00fcber Ma\u00dfnahmen gegen die Tigerm\u00fccke abzuhalten.<\/p>\n<p>Auch die <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/universitaet-kopenhagen\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" sich=\"\" hier=\"\" sehr=\"\" wohl=\"\" graz=\"\" baut=\"\" ma=\"\" gegen=\"\" asiatische=\"\" tigerm=\"\" aus=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Universit\u00e4t Kopenhagen<\/a> wurde auf Graz aufmerksam und trat f\u00fcr ein Pilotprojekt an die Steirer heran. Die D\u00e4nen haben ein neuartiges Verschlusssystem f\u00fcr Regeneinl\u00e4ufe entwickelt. Das sogenannte ZikaSeal verschlie\u00dft den Abfluss und \u00f6ffnet sich nur, wenn genug Wasserdruck die magnetischen Silikonverschl\u00fcsse aufpresst. Das Wasser verschwindet danach unter dem Deckel und die Tigerm\u00fccken k\u00f6nnen ihre Eier nicht darin ablegen. Die Stadt will in den kommenden Monaten rund 50 St\u00fcck in ein oder zwei Stra\u00dfenz\u00fcgen testen.<\/p>\n<p>                               <img decoding=\"async\" class=\"figure__image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/20260317-AGD0001-1-1.jpg\" alt=\"Die urspr\u00fcnglich aus den Tropen stammende Asiatische Tigerm\u00fccke gilt als m\u00f6gliche \u00dcbertr\u00e4gerin von \u00fcber 20 verschiedenen Krankheitserregern.\" width=\"1000\" height=\"600\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\"\/>                                     <\/p>\n<p>Die urspr\u00fcnglich aus den Tropen stammende Asiatische Tigerm\u00fccke gilt als m\u00f6gliche \u00dcbertr\u00e4gerin von \u00fcber 20 verschiedenen Krankheitserregern.\u2003APA<\/p>\n<p>Zudem sollen professionelle M\u00fcckenfallen in mehreren Kinderg\u00e4rten probeweise aufgestellt werden, um den Nachwuchs vor den Plagegeistern zu sch\u00fctzen. Die begleitende Datenerfassung erfolge in Kooperation mit der Abteilung f\u00fcr Bildung und Integration. K\u00f6nne der Sinn der Fallen erhoben werden, so will die Stadt deren Anwendung auch f\u00fcr Schulen weiterempfehlen, die solche Vorrichtungen selbstst\u00e4ndig anschaffen k\u00f6nnten, schilderte Wieser.<\/p>\n<p>Nach dem Erfolg im Vorjahr werden auch wieder sterile und nicht stechende Tigerm\u00fccken-M\u00e4nnchen ausgesetzt, damit diese sich mit den Weibchen paaren und daraus unbefruchtete Eier entstehen, aus denen keine \u00fcberlebensf\u00e4higen Larven wachsen. Sechs bis acht Millionen dieser sterilen M\u00fccken will die Stadt 2026 in ausgew\u00e4hlten Regionen freilassen. Wo und wann das genau passiert, werde wie schon im Vorjahr die zur Internationalen Atomenergie-Organisation (<a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/iaea\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" sich=\"\" hier=\"\" sehr=\"\" wohl=\"\" graz=\"\" baut=\"\" ma=\"\" gegen=\"\" asiatische=\"\" tigerm=\"\" aus=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">IAEA<\/a>) geh\u00f6rende Forschungseinrichtung im nieder\u00f6sterreichischen Seibersdorf empfehlen. Die M\u00fccken will die Stadt am freien Markt kaufen, da in Seibersdorf nicht genug bestrahlt werden k\u00f6nnen. Laut Winter gibt es beispielsweise nahe Bologna eine Firma, die die M\u00fccken relativ kurzfristig nach Graz liefern k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Die Zonen, in denen die sterilen M\u00fccken 2026 ausgelassen werden, d\u00fcrften im Westen von Graz im Bezirk Wetzelsdorf sowie in Liebenau und m\u00f6glicherweise rund um den ORF-Park sein. Die genauen Standorte werden auch anhand der Meldungen in der sogenannten Mosquito-Alert App festgelegt. Diesbez\u00fcglich bitten die Verantwortlichen die Bev\u00f6lkerung ebenfalls um Mithilfe: Sichtungen k\u00f6nnen in der App gemeldet werden und zeigen, wo die Hot-Spots in Graz liegen.<\/p>\n<p>Wie schon im Vorjahr werden weiterhin Vortr\u00e4ge \u00fcber Schutzma\u00dfnahmen in Heimg\u00e4rten und Schulen abgehalten. Kinder h\u00e4tten sich als wahre Tigerm\u00fccken-Detektive entpuppt und dienen als Multiplikatoren f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung der l\u00e4stigen Insekten auf Balkonen und in G\u00e4rten. Weiters wird auch biologisches Larvizid verwendet, um nach Regenf\u00e4llen bei Abflusssch\u00e4chten Larven zu vernichten. Krotzer betonte, dass in Graz keine chemischen Mittel und keine Pestizide verwendet werden. Weitere Ma\u00dfnahmen, Tipps und Ratschl\u00e4ge k\u00f6nnen auch in der neu aufgelegten Brosch\u00fcre zum Tigerm\u00fcckenmanagement nachgelesen werden.<\/p>\n<p>Die urspr\u00fcnglich aus den Tropen stammende Asiatische Tigerm\u00fccke gilt als m\u00f6gliche \u00dcbertr\u00e4gerin von \u00fcber 20 verschiedenen Krankheitserregern &#8211; darunter Dengue-, <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/zika\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" sich=\"\" hier=\"\" sehr=\"\" wohl=\"\" graz=\"\" baut=\"\" ma=\"\" gegen=\"\" asiatische=\"\" tigerm=\"\" aus=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zika<\/a>&#8211; oder Chikungunya-Viren. Die Ausbreitung der Insekten wird vor allem durch die Temperaturen im Winter bestimmt. Die Klimaerw\u00e4rmung hat in Europa die Etablierung von Populationen in immer n\u00f6rdlicheren Gebieten erm\u00f6glicht &#8211; vor allem in St\u00e4dten, wo es meist deutlich w\u00e4rmer als im Umland ist. In St\u00e4dten wie etwa Triest wurde nach F\u00e4llen von Dengue-Fieber auch schon gro\u00dffl\u00e4chig Gift gegen Stechm\u00fccken ausgebracht.<\/p>\n<p>Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat \u00fcbrigens am Dienstag bekannt gegeben, dass bei einer Untersuchung gefangener Tigerm\u00fccken erstmals das Dengue-Virus nachgewiesen wurde. Dies stellt den ersten publizierten Nachweis dieses Virus in Stechm\u00fccken n\u00f6rdlich der Alpen dar, wie das Schweizer Kantonslabor mitteilte. (APA)<\/p>\n<p>    Lesen Sie mehr zu diesen Themen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"2026 sollen bis zu acht Millionen sterile Tigerm\u00fccken-M\u00e4nnchen ausgesetzt werden. 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