{"id":50244,"date":"2026-03-17T15:07:07","date_gmt":"2026-03-17T15:07:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/50244\/"},"modified":"2026-03-17T15:07:07","modified_gmt":"2026-03-17T15:07:07","slug":"spaetestens-im-mai-wird-der-iran-krieg-fuer-europa-richtig-heiss-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/50244\/","title":{"rendered":"Sp\u00e4testens im Mai wird der Iran-Krieg f\u00fcr Europa richtig hei\u00df \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>\u00d6l und Gas sind derzeit sehr teuer. Kaum ist die Stra\u00dfe von Hormus wieder offen, werden die Preise purzeln, so die Erwartung. Aber stimmt das auch? Nicht unbedingt, warnt der heimische Energie-Regulator. Kommt der Durchbruch zu sp\u00e4t, steigen die Preise weiter.<\/p>\n<p>Ist die Stra\u00dfe von Hormus wieder passierbar? Das behauptet zumindest <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/kevin-hassett\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" im=\"\" mai=\"\" wird=\"\" der=\"\" iran-krieg=\"\" f=\"\" europa=\"\" richtig=\"\" hei=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kevin Hassett<\/a>, der Wirtschaftsberater der US-Regierung. Erste \u00d6ltanker seien bereits wieder auf dem Weg durch die Meerenge, sagte er in einem Interview mit <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/cnbc\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" im=\"\" mai=\"\" wird=\"\" der=\"\" iran-krieg=\"\" f=\"\" europa=\"\" richtig=\"\" hei=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">CNBC<\/a>. Der Iran dementierte prompt, die \u00d6l- und Gaspreise blieben an den B\u00f6rsen hoch. Dabei m\u00fcssten die Preise verfallen, sobald die Stra\u00dfe von Hormus wieder offen ist, so die allgemeine Hoffnung an den M\u00e4rkten. Doch auch diese Hoffnung k\u00f6nnte \u2013 zumindest mit Blick auf das Gas \u2013 entt\u00e4uscht werden, warnt der heimische Energie-Regulator. <\/p>\n<p>Im Vorjahr wurden 1000 Terawattstunden Fl\u00fcssiggas durch die Stra\u00dfe von Hormus in die Welt geliefert. Das ist ein F\u00fcnftel der globalen LNG-Mengen und etwa so viel, wie Russland vor dem Ukrainekrieg via Pipeline nach Europa geschickt hat. Dennoch kostet Gas heute nur ein Sechstel dessen, was die Europ\u00e4er zum H\u00f6hepunkt der Energiekrise 2022 daf\u00fcr bezahlen mussten. Der scheidende E-Control-Chef Wolfgang Urbantschitsch sieht daher \u201enoch keine Krise f\u00fcr Europa\u201c und \u201ekeine Notwendigkeit f\u00fcr staatliche Unterst\u00fctzung\u201c. Aber wie lange bleibt das so?<\/p>\n<p>Die Regulierungsbeh\u00f6rden Europas haben intern Berechnungen angestellt, wie lange die Lieferungen aus dem Nahen Osten ausbleiben d\u00fcrfen, bevor sich die Preisanstiege am Kontinent verfestigen und die Gefahr einer Mangellage entstehen k\u00f6nnte. Derzeit ist Europa noch gut mit Erdgas aus Norwegen und den USA versorgt. Vor Ausbruch des Konflikts gab es mehr als genug Gas am Weltmarkt, das nun als Puffer dient F\u00fcr Entspannung sorgt zudem, dass Deutschland zuletzt massiv Kohlekraftwerke zur Stromproduktion eingesetzt hat, was Gasmengen in Europa freigemacht hat. Sollte die Stra\u00dfe von Hormus noch vier bis f\u00fcnf Wochen geschlossen bleiben, sei das \u201ephysisch kein gro\u00dfes Problem f\u00fcr Europa\u201c, sagt Johannes Mayer, Chefvolkswirt der E-Control. <\/p>\n<p>Ein Blick auf die Futures zeigt, dass die meisten H\u00e4ndler davon ausgehen, dass die Meerenge bald wieder passierbar sein wird und sich die Gaspreise in den kommenden zwei Monaten deshalb wieder beruhigen werden. \u201eDas gro\u00dfe Problem entsteht, wenn man mit dem Einspeichern von Gas zu lange zuwartet\u201c, warnt Mayer. Die europ\u00e4ischen Gasspeicher sind nach der Heizperiode auf sehr niedrigem Niveau. Die <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/eu\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" im=\"\" mai=\"\" wird=\"\" der=\"\" iran-krieg=\"\" f=\"\" europa=\"\" richtig=\"\" hei=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">EU<\/a> liegt bei einem F\u00fcllstand von knapp 29 Prozent, \u00d6sterreich bei rund 35,5 Prozent. Bis in den Herbst m\u00fcssen die Lager wieder gef\u00fcllt sein, doch bei den aktuellen Preisen will das niemand machen. <\/p>\n<p>\u201eAlle gehen davon aus, dass die Preise verfallen, wenn die Stra\u00dfe von Hormus wieder offen ist\u201c, sagt Mayer. Doch auch das stimme nur, wenn das Nadel\u00f6hr des globalen Energiehandels nicht zu lange verstopft bleibe. Sollte die Stra\u00dfe von Hormus im Mai noch immer nicht frei sein, k\u00f6nnte es eng werden, so der Experte. \u201eWenn alle bis zum Sommer zuwarten und dann gleichzeitig Gas wollen, werden wir noch l\u00e4nger h\u00f6here Preise sehen.\u201c <\/p>\n<p>Was aber, wenn Kevin Hassett recht hat und schon wieder \u00d6l- und Gastanker durch die Stra\u00dfe von Hormus fahren? \u00d6l-Experte Johannes Benigni glaubt nicht daran: \u201eDas ist Wunschdenken. Wer wird denn freiwillig durchfahren?\u201c, sagt er auf Anfrage der \u201ePresse\u201c. \u201eAuch die Versicherungen werden es nicht abdecken, denn die Gefahr besteht weiter, zumal der Iran auch au\u00dferhalb der Hormus-Stra\u00dfe zuschlagen kann, wie er das schon bewiesen hat.\u201c <\/p>\n<p>In einer aktuellen Studie sch\u00e4tzen die Forscher des Analysehauses \u201eThunder Said Energy\u201c eine rasche \u00d6ffnung des wichtigen Seeweges ebenfalls als unrealistisch ein. Zwar k\u00f6nnten 80 bis 90 Prozent der iranischen Shahed-Drohnen, die f\u00fcr Angriffe am persischen Golf genutzt werden, abgefangen werden. \u201eAber selbst eine Flotille aus Dutzenden Kriegsschiffen k\u00f6nnte keinen hundertprozentigen Schutz bieten.\u201c  <\/p>\n<p>    Lesen Sie mehr zu diesen Themen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00d6l und Gas sind derzeit sehr teuer. 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