{"id":50480,"date":"2026-03-17T17:38:18","date_gmt":"2026-03-17T17:38:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/50480\/"},"modified":"2026-03-17T17:38:18","modified_gmt":"2026-03-17T17:38:18","slug":"digitalisierung-bringt-neue-jobs-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/50480\/","title":{"rendered":"Digitalisierung bringt neue Jobs \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Dividenden gibt es viele. Die wohl bekannteste ist jene, die Aktiengesellschaften in mehr oder weniger regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden an ihre Aktion\u00e4re aussch\u00fctten. Dividende bezeichnet dabei jenen Teil des Gewinns, der an die Aktion\u00e4re flie\u00dft. \u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich auch bei der digitalen Dividende. Diese beschreibt, wie sich Investitionen in digitale Technologien bezahlt machen. <\/p>\n<p>\u201eDie digitale Dividende wirkt nachhaltig auf Umsatz, Besch\u00e4ftigung und Produktivit\u00e4t\u201c, sagt Michael Zettel, Country Managing Director von <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/accenture\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" bringt=\"\" neue=\"\" jobs=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Accenture<\/a> \u00d6sterreich, bei der Pr\u00e4sentation einer \u00fcber f\u00fcnf Jahre durchgef\u00fchrten Studie unter \u00d6sterreichs Unternehmen. Fest steht demnach, dass digitale Champions einen klaren Wettbewerbsvorteil haben. Und die gute Nachricht zuerst: \u00d6sterreichs Firmen werden zunehmend digitaler.  <\/p>\n<p>700.000 Unternehmen wurden \u00fcber mehr als f\u00fcnf Jahre lang gemeinsam von der Beratungsfirma Accenture, der <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/industriellenvereinigung\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" bringt=\"\" neue=\"\" jobs=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Industriellenvereinigung<\/a> (IV) und dem Economica-Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung befragt und begleitet. Dabei haben die Studienautoren errechnet, um wie viel st\u00e4rker digitalisierte Firmen wachsen und welche Potenziale sie haben, wenn sie k\u00fcnstliche Intelligenz (KI) schnell und effizient einsetzen. Knapp f\u00fcnf Prozent der heimischen Unternehmen werden in dieser Studie als digitale Champions, also jene Firmen mit der h\u00f6chsten Digitalisierungsstufe, bezeichnet.  <\/p>\n<p>Was macht sie aus? \u201eJeder kann digitaler Champion werden \u2013 egal ob gro\u00df, klein, Industrie, Handwerk oder Dienstleistung\u201c, betont der IV-Chef\u00f6konom und Leiter des Economica-Instituts Christian Helmenstein. Auch wenn f\u00fcnf Prozent von 700.000 Unternehmen nicht nach viel klingt, zeigen sich die Studienautoren durchaus positiv gestimmt von den erhobenen Daten. Denn: 2021, zu Beginn der Untersuchung, waren nur zwei bis drei Prozent der heimischen Wirtschaft technologisch sehr gut aufgestellt. Die gro\u00dfe Gruppe der digitalen Nachz\u00fcgler machte vor vier Jahren noch 73 Prozent aus. Heute sind es weniger als 65 Prozent. <\/p>\n<p>Vor allem in KMU sehen die Studienautoren das gr\u00f6\u00dfte Potenzial und die meiste Wertsch\u00f6pfung: \u201eHier stecken die gr\u00f6\u00dften ungenutzten Potenziale\u201c, sagt Helmenstein und rechnet vor: Digitale Champions verzeichneten durchschnittlich ein Umsatzwachstum von 6,2 Prozent. Das Plus bei der Produktivit\u00e4t lag bei 6,1 Prozent. Und selbst die Besch\u00e4ftigung nimmt zu, wenn auch nur um 1,2 Prozent. Zettel sieht darin den Gegenbeweis erbracht, dass Digitalisierung nicht Arbeitspl\u00e4tze vernichtet, sondern sehr wohl auch welche schaffen kann. <\/p>\n<p>Deutlich beeindruckender sind die Zahlen in Bezug auf den Einsatz von KI. Seit Anfang 2023 ist ChatGPT in \u00d6sterreich verf\u00fcgbar und viele generative KI-Systeme folgten. Innerhalb von nur drei Jahren stieg der Einsatz der noch jungen Technologie auf 66 Prozent. Insgesamt verwenden 30 Prozent der 700.000 Unternehmen bereits KI und damit liegt \u00d6sterreich \u00fcber dem <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/eu\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" bringt=\"\" neue=\"\" jobs=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">EU<\/a>-Schnitt, der bei 20 Prozent liegt. Spitzenreiter sind einmal mehr die nordischen L\u00e4nder wie D\u00e4nemark mit 42 Prozent und Finnland mit 38 Prozent. <\/p>\n<p>Besonders digitale Champions zeigen sich als digital affin und wenig scheu, neue Technologien einzusetzen. Die Nutzung ist bei KI um 26 Prozent, bei Cloud um 24 Prozent und bei Digital Twins um 33 Prozent h\u00f6her als bei den digitalen Nachz\u00fcglern. Letzteres dient dazu, physische Prozesse digital abzubilden. <\/p>\n<p>Neben einer Effizienzsteigerung und einer h\u00f6heren Geschwindigkeit und einer geringeren Fehlerquote, welche der Einsatz von k\u00fcnstlicher Intelligenz in Unternehmen nach sich zieht, sehen die Studienautoren vor allem in der Zeitersparnis einen gro\u00dfen Vorteil. Durch generative KI werde bereits jetzt durchschnittlich mehr als eine Stunde pro Arbeitstag eingespart. Hier sei noch eine Steigerung um knapp das Doppelte durchaus m\u00f6glich. Das reiche den befragten Unternehmen zufolge von der Administration und Verwaltung in einem Unternehmen bis hin zu den Kernprozessen und der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung. <\/p>\n<p>Die Studienautoren halten abschlie\u00dfend fest, dass digitale Vorreiter einen Technologievorsprung haben, den sie auch nur noch schwer verlieren k\u00f6nnten. Und zu guter Letzt wurde auch abgefragt, wie sich die Investitionen in die neuen Technologien bezahlt machen. Dabei wurde ein schneller ROI (Return on Investment) festgestellt: \u201e39 Prozent geben heute schon einen positiven Return on Investment an. Das ist f\u00fcr eine vergleichsweise junge Technologie bemerkenswert\u201c, so Philipp Krabb, Forschungsleiter bei Accenture.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Dividenden gibt es viele. 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