{"id":50751,"date":"2026-03-17T20:34:12","date_gmt":"2026-03-17T20:34:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/50751\/"},"modified":"2026-03-17T20:34:12","modified_gmt":"2026-03-17T20:34:12","slug":"kaufen-und-mieten-teurer-boomjahre-bei-immobilien-sind-vorerst-vorbei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/50751\/","title":{"rendered":"Kaufen und Mieten teurer: Boomjahre bei Immobilien sind vorerst vorbei"},"content":{"rendered":"<p _ngcontent-tt-com-www-c2774165546=\"\" data-cy=\"preamble\">Eigentum und Mieten bleiben in \u00d6sterreich vor allem eines: teuer. Dabei ist die Leistbarkeit in den vergangenen drei Jahren wieder etwas gr\u00f6\u00dfer geworden.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Wohnen bleibt teuer \u2013 sowohl Mieten als auch Kaufen. Doch nach den Boomjahren 2019 bis 2022 h\u00e4tten sich die Immobilienpreise etwas entspannt\u00a0\u2013 und damit auch die Leistbarkeit, so die Sprecher von Raiffeisen Immobilien \u00d6sterreich, Peter Weinberger und Peter Mayr. Das Investieren in Immobilien sei zur\u00fcck. \u201eWir sind sicher, dass in der Zukunft wieder Schwung hineinkommt, gehen aber nicht davon aus, dass das in den n\u00e4chsten zehn Jahren explodieren wird\u201c, relativierte Weinberger.<\/p>\n<p>\u201eImmer schon zu teuer\u201c<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Immobilien seien in den vergangenen drei Jahren etwas g\u00fcnstiger geworden. W\u00e4hrend 2016 f\u00fcr den Kauf eines durchschnittlichen Einfamilienhauses knapp \u00fcber 7 Jahre eines Nettohaushaltseinkommens f\u00e4llig waren, kletterte der Wert im Jahr 2022 auf 10 Jahre. 2025 d\u00fcrfte sich der erforderliche Wert den Angaben zufolge bei 7,6 Jahren eingependelt haben.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">\u201eSeit 2022 sind wir wieder wesentlich leistbarer als vorher geworden\u201c, betonte Weinberger, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Raiffeisen Immobilien in Ost\u00f6sterreich, am Dienstag. Vor zehn Jahren seien noch 30 Prozent des Haushaltseinkommens f\u00fcr Wohnen (Miete\/Eigentum) ausgegeben worden, in den Boomjahren seien es 44 Prozent gewesen \u201eund jetzt liegen wir wieder bei 36 Prozent\u201c.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">\u201eGrunds\u00e4tzlich waren die Immobilien immer schon zu teuer\u00a0\u2013 in \u00d6sterreich galten sie auch 2016 als quasi nicht leistbar und in den letzten Jahren sind die Preise unglaublich gestiegen, aber wir sehen, dass es zuletzt wieder leistbarer geworden ist\u201c, so der Immobilienmarktexperte.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">In Zukunft sollen sich die Renditen f\u00fcr Immo-Investments laut Raiffeisen Immobilien bei 3 bis 3,5 Prozent einpendeln. Es werde aber bei weitem zu wenig neu gebaut, wurde betont. Die Baubewilligungen dauerten mit rund zwei Jahren viel zu lange\u00a0\u2013 fr\u00fcher seien daf\u00fcr nur sechs Monate notwendig gewesen. Weiters seien die Baupreise sehr hoch.<\/p>\n<p>Mieten steigen weiter<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Parallel dazu gebe es eine starke Mietnachfrage, vor allem in Ballungszentren. \u201eWir haben viel zu wenig Mietwohnungen f\u00fcr die Nachfrage\u00a0\u2013\u00a0marktwirtschaftlich hei\u00dft das nat\u00fcrlich, dass die Mieten steigen\u201c, sagte Weinberger. Es gebe \u201ewirklich eine Verknappung des Wohnraums\u201c. <\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Wenn derzeit etwas gekauft wird, dann eher gebraucht. Hier steige auch das Angebot wieder. \u201eDer gebrauchte Immobilienmarkt hat sich wesentlich schneller stabilisieren k\u00f6nnen\u201c, berichtete Weinberger. Im Neubau sei das nicht der Fall, \u201eweil viel zu wenig errichtet wird\u201c. Insgesamt seien die Verkaufszahlen nach der Boomphase deutlich gesunken.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Der Markt f\u00fcr Neubauten k\u00e4mpfe mit hohen Bau- und Finanzierungskosten \u2013 der Wohnbau befinde sich im freien Fall. Seit 2022 verringerte sich die Wohnbauinvestitionen laut Raiffeisen Research um 20 Prozent, \u201eund es ist kein Ende in Sicht\u201c. Besonders dramatisch sei die Entwicklung in Ballungsr\u00e4umen wie Wien oder Salzburg \u2013 stark schrumpfendes Neubau-Angebot treffe auf kontinuierlich wachsende Nachfrage.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">\u201e2016 wurden 88.000 Wohnimmobilien verkauft, 2025 sind wir weit drunter\u201c, hielt Weinberger fest. Das Transaktionsvolumen verringerte sich um ein Viertel. Im Rekordjahr 2021 h\u00e4tten \u00fcber 106.000 Wohnimmobilien ihre Besitzerinnen und Besitzer gewechselt\u00a0\u2013 um 20 Prozent mehr als f\u00fcnf Jahre davor. 2021 hatte der Wert der in \u00d6sterreich verkauften Wohnimmobilien erstmals 30 Mrd. Euro erreicht, illustrierte Mayr die Hochphase. Den Boom befeuert h\u00e4tten die gestiegene Nachfrage w\u00e4hrend der Corona-Pandemie und die niedrigen Zinsen.<\/p>\n<p>Boom endete 2022<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">2022 markierte dann einen Wendepunkt \u2013 der Markt drehte in einen K\u00e4ufermarkt. Die Wohnimmobilienverk\u00e4ufe verringerten sich auf 87.000, ehe sie 2023 auf etwas \u00fcber 61.000 weiter schrumpften. Die Preise mussten nach unten angepasst werden. Raiffeisen spricht von \u201emoderaten Preisr\u00fcckg\u00e4ngen\u201c in den Jahren 2023\/24.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">In der Boomphase waren die Preise ungebremst nach oben gegangen. In Summe legte der Immobilienpreisindex der Oesterreichischen Nationalbank zwischen 2015 und 2024 den Angaben zufolge um 57 Prozent zu \u2013 ein Gro\u00dfteil dieses Anstiegs sei auf die Boomjahre ab 2019 entfallen. Damals seien infolge der starken Nachfrage selbst f\u00fcr gebrauchte Objekte nahezu Neubaupreise bezahlt worden. (APA)<\/p>\n<p>Mehr dazu:<a _ngcontent-tt-com-www-c1704525873=\"\" href=\"https:\/\/www.tt.com\/artikel\/30928828\/immobilien-preise-steigen-heuer-kraeftiger-tirol-bleibt-neben-wien-teuerstes-pflaster\" class=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img _ngcontent-tt-com-www-c1926107251=\"\" alt=\"undefined\" style=\"aspect-ratio: 858 \/ 483;\" width=\"858\" height=\"483\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"auto\" decoding=\"auto\" ng-img=\"true\" src=\"https:\/\/processing.tt.com\/image\/assets.tt.com\/im-content\/images\/c97e754d-42bb-5aa8-bafd-b9153e86eb7c?p=eyJyZXNpemUiOnsid2lkdGgiOjg1OCwiaGVpZ2h0Ijo0ODMsImZpdCI6ImNvdmVyIn0sImNyb3AiOnsidHlwZSI6InBlcmNlbnQiLCJsZWZ0IjowLCJ0b3AiOjAuMTUwMjE0NTkyMjc0Njc4MTIsIndpZHRoIjoxLCJoZWlnaHQiOjAuODQ1NDkzNTYyMjMxNzU5Nn0sImZvcm1hdCI6ImF2aWYifQ%3D%3D\"\/><\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c2208540303=\"\" class=\"exclusive\">6955 Euro pro Quadratmeter<\/p>\n<p>Immobilien-Preise steigen heuer kr\u00e4ftiger, Tirol bleibt neben Wien teuerstes Pflaster<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eigentum und Mieten bleiben in \u00d6sterreich vor allem eines: teuer. 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