{"id":51544,"date":"2026-03-18T07:35:13","date_gmt":"2026-03-18T07:35:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/51544\/"},"modified":"2026-03-18T07:35:13","modified_gmt":"2026-03-18T07:35:13","slug":"kokainkonsum-in-oesterreich-steigt-weiter-deutlich-an-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/51544\/","title":{"rendered":"Kokainkonsum in \u00d6sterreich steigt weiter deutlich an \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Cannabis bleibt die Nummer eins unter den illegalen Drogen in \u00d6sterreich. Im Alltag greifen viele au\u00dferdem t\u00e4glich zu einem Glas Wein und drei bis vier Zigaretten. Kokain ist weiter auf dem Vormarsch \u2013 zuletzt mit einem Plus von rund 20 Prozent.<\/p>\n<p>Der Drogenkonsum der \u00d6sterreicherinnen und \u00d6sterreicher hat sich im Jahr 2025 weiter im europ\u00e4ischen Mittelfeld bewegt. Dies ergab eine Abwasseranalyse des Instituts f\u00fcr Gerichtliche Medizin (GMI) der Medizin <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/universitaet-innsbruck\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" in=\"\" steigt=\"\" weiter=\"\" deutlich=\"\" an=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Uni Innsbruck<\/a>, die f\u00fcr den j\u00e4hrlichen Bericht der Europ\u00e4ischen Drogenagentur (EUDA) erstellt worden war. Die Nummer eins der illegalen Drogen blieb wie in den Jahren zuvor Cannabis, Kokain befand sich mit einem Plus von 20 Prozent weiterhin auf dem Vormarsch.<\/p>\n<p>Zur Analyse wurden im Fr\u00fchjahr und Fr\u00fchsommer 18 Kl\u00e4ranlagen herangezogen, in die das Abwasser von rund 190 Gemeinden flie\u00dft. Damit wurden fast 40 Prozent der Gesamtbev\u00f6lkerung erreicht. Mit Wien, Graz, Salzburg und Innsbruck wurden auch gr\u00f6\u00dfere St\u00e4dte untersucht, dort wurden die gr\u00f6\u00dften Drogenmengen im Abwasser beobachtet, hie\u00df es in einer Aussendung.<\/p>\n<p>\u201eEine Einwohnerin bzw. ein Einwohner aus einer der 18 untersuchten Regionen in \u00d6sterreich trinkt im Schnitt t\u00e4glich ein Glas Wein, raucht drei bis vier Zigaretten und konsumiert 0,07 Joints sowie rund zwei Milligramm an aufputschenden Drogen\u201c, berichtete Studienautor Herbert Oberacher. Der Befund des Vorjahres las sich indes \u00e4hnlich, lediglich die Menge an aufputschenden Drogen \u00e4nderte sich nun: 2024 waren es noch 1,5 Milligramm.<\/p>\n<p>Untersucht wurden die Suchtgifte THC (Cannabis), Kokain, Amphetamin (Wirkstoff in Speed), MDMA (Wirkstoff in Ecstasy) und Methamphetamin (Wirkstoff in Crystal Meth), Ketamin sowie Alkohol und Nikotin. Ketamin wurde erstmals mit in die Analyse genommen, sollte jedoch wegen seiner medizinischen Verwendung f\u00fcr die Narkoseeinleitung mit Vorsicht behandelt werden, hie\u00df es. W\u00e4hrend der Konsum von Alkohol und Nikotin in ganz \u00d6sterreich relativ \u00e4hnlich liegt, zeigte sich bei den illegalen Drogen ein anderes Bild. So war der Cannabis-Konsum im urbanen Raum h\u00f6her als in l\u00e4ndlichen Gegenden, am h\u00f6chsten war er in Wien.<\/p>\n<p>Unter den Stimulanzien war Kokain die am h\u00e4ufigsten vorkommende Droge. \u201eWie in ganz Europa wurde auch in \u00d6sterreich im Durchschnitt ein Anstieg von rund 20 Prozent beobachtet\u201c, sagte Oberacher zur APA. Kokain sei indes die einzige Droge, bei der &#8211; mit Ausnahme einer \u201ekleinen Delle w\u00e4hrend der Corona-Pandemie\u201c &#8211; in den vergangenen Jahren ein stetiges Plus verzeichnet worden war. In West\u00f6sterreich ist der Pro-Kopf-Verbrauch hier h\u00f6her als im Osten. Hotspot war erneut die Bezirkshauptstadt Kufstein. Der Wissenschafter merkte indes an, dass es sich nicht um Mengen in absoluten Zahlen handle und die Analyse stets eine \u201eMomentaufnahme\u201c darstelle.<\/p>\n<p>In Ost\u00f6sterreich war dagegen der Konsum von Amphetamin und Methamphetamin h\u00f6her als im Westen. Bei ersterer Substanz wurden die gr\u00f6\u00dften Pro-Kopf-Konsummengen in Guntramsdorf (Nieder\u00f6sterreich) und Ried im Innkreis (Ober\u00f6sterreich) nachgewiesen, bei letzterer f\u00fchren Wien und Wiener Neustadt. MDMA d\u00fcrfte auch in urbanen Regionen beliebter zu sein. Ebenfalls in der Analyse ber\u00fccksichtigt wurde eine Kl\u00e4ranlage in S\u00fcdtirol. Dort scheint der Drogenkonsum insgesamt niedriger als in \u00d6sterreich zu sein, dies zeige auch ein Vergleich von Innsbruck und Bozen. \u201eBis auf Kokain war in Bozen der Pro-Kopf-Verbrauch der untersuchten Substanzen geringer als in Innsbruck\u201c, stellte die Medizinische Universit\u00e4t fest.<\/p>\n<p>Insgesamt stellten sich damit die Ergebnisse &#8211; bis auf Kokain &#8211; recht \u00e4hnlich dar wie in den Jahren zuvor. F\u00fcr Oberacher waren sie nicht besonders \u00fcberraschend. Auch bez\u00fcglich des Zeitpunkts des Konsums war man im Vorjahr zum gleichen Schluss gekommen. In vielen Regionen wurden n\u00e4mlich an den Wochenenden h\u00f6here Alkohol-, Kokain- und MDMA-Ums\u00e4tze als an Wochenenden festgestellt. Dies spreche f\u00fcr deren Verwendung als \u201ePartydrogen\u201c.<\/p>\n<p>Der Drogenbericht SCORE wird von der Europ\u00e4ischen Beobachtungsstelle f\u00fcr Drogen und Drogensucht j\u00e4hrlich ver\u00f6ffentlicht. Seit 2016 liefert das forensisch toxikologische Labor am Institut f\u00fcr Gerichtliche Medizin der Medizinischen Universit\u00e4t Innsbruck die Analyse f\u00fcr \u00d6sterreich. \u00d6sterreich lieferte im Jahr 2025 14 Prozent aller Europ\u00e4ischen Datens\u00e4tze. F\u00fcr die j\u00e4hrliche Studie wurden eine Woche lang jeden Tag Proben vom Zufluss der Kl\u00e4ranlagen entnommen und mit analytisch-chemischen Verfahren analysiert.<\/p>\n<p>    Lesen Sie mehr zu diesen Themen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Cannabis bleibt die Nummer eins unter den illegalen Drogen in \u00d6sterreich. 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