{"id":52509,"date":"2026-03-18T17:12:10","date_gmt":"2026-03-18T17:12:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/52509\/"},"modified":"2026-03-18T17:12:10","modified_gmt":"2026-03-18T17:12:10","slug":"iran-krieg-zeigt-wie-abhaengig-europa-von-oel-und-gas-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/52509\/","title":{"rendered":"Iran-Krieg zeigt, wie abh\u00e4ngig Europa von \u00d6l und Gas ist"},"content":{"rendered":"<p>Europa steht bei der Energieversorgung unter Druck: Hohe \u00d6lpreise zeigen, wie abh\u00e4ngig der Kontinent von fossilen Importen ist. Der Iran-Krieg verdeutlicht die geopolitischen Risiken, denen Europa ausgesetzt ist. Die Antwort auf diese Unsicherheit ist klar: mehr Unabh\u00e4ngigkeit durch Erneuerbare und Elektrifizierung, sagen f\u00fchrende Stimmen aus Br\u00fcssel und der UNO.<\/p>\n<p>Hohe \u00d6lpreise sind mehr als ein Problem an der Tankstelle. Sie zeigen, wie verletzlich Europa ist, solange der Kontinent bei Energie stark von fossilen Importen abh\u00e4ngt. Das wurde nach Russlands Angriff auf die Ukraine sichtbar. Es zeigt sich jetzt erneut im Krieg gegen Iran, an dem die USA unter Pr\u00e4sident Donald Trump beteiligt sind. Seit der Eskalation im Golf sind \u00d6l und Gas deutlich teurer geworden. Ein zentraler Grund ist die <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/markets\/commodities\/assessing-energy-security-europe-us-china-iran-crisis-drags-2026-03-18\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Krise rund um die Stra\u00dfe von Hormus<\/a>. Durch diese Meerenge l\u00e4uft etwa ein F\u00fcnftel des weltweiten \u00d6lhandels. Wenn dort Lieferungen stocken, steigen die Preise weit \u00fcber die Region hinaus.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kontrast.at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Karte_Strasse_von_Hormus.svg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-93124 size-full\" src=\"https:\/\/kontrast.at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Karte_Strasse_von_Hormus.svg\" alt=\"Karte von der Stra\u00dfe von Hormus (Wikipedia, NordNordWest, Lizenz: CC BY SA 3.0 de) - Iran Krieg \u00f6l preis\" width=\"465\" height=\"391\"\/><\/a>Europa trifft das besonders hart. Die EU importiert mehr als 90 Prozent ihres \u00d6ls und rund 80 Prozent ihres Gases aus dieser Region. Das hei\u00dft auch: Europa deckt einen gro\u00dfen Teil seines Energiebedarfs nicht selbst. Das macht den Kontinent anf\u00e4lliger, Kriegsfolgen in Form von Preisschocks zu sp\u00fcren. Die USA sp\u00fcren zwar auch h\u00f6here Spritpreise, sind wegen ihrer eigenen \u00d6l- und Gasproduktion aber <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/business\/energy\/us-gasoline-prices-soar-past-375-gallon-middle-east-war-rages-2026-03-17\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">deutlich robuster<\/a> als Europa.<\/p>\n<p>\u00d6sterreichs Regierung einigt sich auf Spritpreisbremse<\/p>\n<p>\u00d6sterreich versucht aktuell, die <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/business\/energy\/austria-cut-fuel-tax-cap-margins-iran-war-lifts-oil-prices-2026-03-18\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Folgen etwas zu d\u00e4mpfen<\/a>. Die Regierung will f\u00fcr eine befristete Zeit die <a href=\"https:\/\/orf.at\/stories\/3424182\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Mineral\u00f6lsteuer<\/a> senken. Au\u00dferdem sollen die Margen entlang der Treibstoffkette eingefroren werden. Zusammen soll das den Preis um zehn Cent pro Liter dr\u00fccken. Geplant ist das nicht als fixer Preisdeckel, sondern als Krisen-Instrument. Es soll nur gelten, wenn die Preise f\u00fcr Diesel oder Benzin \u00fcber zwei Monate um mehr als 30 Prozent steigen.\u00a0<\/p>\n<p>Wenn dadurch die Versorgung gef\u00e4hrdet w\u00e4re, k\u00f6nnten die Ma\u00dfnahmen auch wieder ausgesetzt werden. F\u00fcr Autofahrer mag das kurzfristig helfen. Die eigentliche Abh\u00e4ngigkeit bleibt aber bestehen.<\/p>\n<p>EU-Kommissionsvize Ribera: Europa muss bei der Energiewende einen Zahn zulegen<\/p>\n<p>Genau darauf weisen inzwischen auch f\u00fchrende Stimmen aus Br\u00fcssel und von den Vereinten Nationen hin. EU-Kommissionsvizepr\u00e4sidentin Teresa Ribera schreibt: <a href=\"https:\/\/www.euronews.com\/my-europe\/2026\/03\/06\/seven-eu-ministers-ask-commission-to-keep-rules-on-energy-pricing-and-invest-more-in-clean\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">\u201eDie Antwort sind nicht neue Abh\u00e4ngigkeiten, sondern schnellere Elektrifizierung, Erneuerbare und Effizienz.\u201c<\/a> An anderer Stelle formuliert sie noch klarer: \u201eDas eigentliche Risiko ist nicht, bei sauberer Energie zu schnell zu sein, sondern <a href=\"https:\/\/www.euronews.com\/my-europe\/2026\/03\/06\/seven-eu-ministers-ask-commission-to-keep-rules-on-energy-pricing-and-invest-more-in-clean\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">zu langsam<\/a>.\u201c F\u00fcr Ribera ist der Umbau keine Nebenfrage der Klimapolitik, sondern eine Antwort auf wirtschaftliche Unsicherheit und geopolitische Erpressbarkeit.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich argumentiert <a href=\"https:\/\/unric.org\/en\/un-climate-chief-in-brussels-fossil-fuel-dependency-is-ripping-away-national-security-and-sovereignty-but-renewables-turn-the-tables\/?utm_source=chatgpt.com\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Simon Stiell<\/a>, Chef des UN-Klimasekretariats. Er sagt, die Abh\u00e4ngigkeit von fossilen Brennstoffen nimmt Staaten \u201enationale Sicherheit und Souver\u00e4nit\u00e4t\u201c und ersetzt sie durch \u201eUnterw\u00fcrfigkeit und steigende Kosten\u201c.\u00a0<\/p>\n<p>Iran-Krieg erinnert erneut: Fossile Importe kosten EU j\u00e4hrlich 420 Milliarden Euro<\/p>\n<p>F\u00fcr 2024 bezifferte er die Kosten der fossilen Importe der EU auf mehr als <a href=\"https:\/\/unfccc.int\/news\/un-climate-chief-in-brussels-fossil-fuel-dependency-is-ripping-away-national-security-and\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">420 Milliarden Euro<\/a>. Seine Schlussfolgerung: Wenn es je einen Moment gegeben hat, diese Abh\u00e4ngigkeiten zu durchbrechen, dann ist der jetzt. Wer ausgerechnet in so einer Krise die Energiewende bremsen will, handelt \u201ev\u00f6llig realit\u00e4tsfremd\u201c.<\/p>\n<p>Damit wird der Iran-Krieg auch zu einer europ\u00e4ischen Energiefrage. Putins Krieg hat Europas Gasabh\u00e4ngigkeit offengelegt. Der Konflikt im Golf zeigt nun die n\u00e4chste offene Flanke. \u00d6l, Transportwege und globale Preisschocks. Die Lehre daraus ist nicht der n\u00e4chste fossile Notvertrag. Sie ist einfacher. Europa wird erst dann robuster, wenn es weniger \u00d6l und Gas importieren muss und mehr Energie selbst erzeugt. Mehr Strom aus Wind und Sonne, mehr Elektrifizierung und mehr Effizienz sind deshalb nicht nur Klimapolitik. Sie sind auch eine Frage von Sicherheit und Handlungsfreiheit.<\/p>\n<p>Poste unterhalb dieses Artikels weitere Informationen zum Thema. Brauchbare Inhalte mit Quellenangabe k\u00f6nnen uns helfen, den Text qualitativ zu erweitern. Du kannst uns deine Kritik und Erg\u00e4nzungen auch gern via <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/iran-krieg-oel-preis-erneuerbare\/mailto:redaktion@kontrast.at\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mail schicken<\/a>.<\/p>\n<p>In \u00d6sterreich wird aktuell ein Social-Media-Verbot f\u00fcr Kinder und Jugendliche diskutiert. Welche Plattformen sollten deiner Meinung nach umfasst sein?<\/p>\n<p>TikTok 11%, 11%<\/p>\n<p> 11% 11% <\/p>\n<p>1179 Stimmen &#8211; 11% aller Stimmen<\/p>\n<p>Instagram\/Threads 9%, 9%<\/p>\n<p> 9% 9% <\/p>\n<p>997 Stimmen &#8211; 9% aller Stimmen<\/p>\n<p>X (vormals Twitter) 9%, 9%<\/p>\n<p> 9% 9% <\/p>\n<p>980 Stimmen &#8211; 9% aller Stimmen<\/p>\n<p>Snapchat 8%, 8%<\/p>\n<p> 8% 8% <\/p>\n<p>918 Stimmen &#8211; 8% aller Stimmen<\/p>\n<p>Facebook 8%, 8%<\/p>\n<p> 8% 8% <\/p>\n<p>887 Stimmen &#8211; 8% aller Stimmen<\/p>\n<p>Telegram 7%, 7%<\/p>\n<p> 7% 7% <\/p>\n<p>822 Stimmen &#8211; 7% aller Stimmen<\/p>\n<p>Reddit 6%, 6%<\/p>\n<p> 6% 6% <\/p>\n<p>679 Stimmen &#8211; 6% aller Stimmen<\/p>\n<p>Roblox 6%, 6%<\/p>\n<p> 6% 6% <\/p>\n<p>671 Stimme &#8211; 6% aller Stimmen<\/p>\n<p>AI-Chatbots (ChatGPT\/Grok\/Claude etc.) 6%, 6%<\/p>\n<p> 6% 6% <\/p>\n<p>668 Stimmen &#8211; 6% aller Stimmen<\/p>\n<p>Twitch 6%, 6%<\/p>\n<p> 6% 6% <\/p>\n<p>666 Stimmen &#8211; 6% aller Stimmen<\/p>\n<p>Discord 6%, 6%<\/p>\n<p> 6% 6% <\/p>\n<p>624 Stimmen &#8211; 6% aller Stimmen<\/p>\n<p>Bluesky 5%, 5%<\/p>\n<p> 5% 5% <\/p>\n<p>615 Stimmen &#8211; 5% aller Stimmen<\/p>\n<p>YouTube 5%, 5%<\/p>\n<p> 5% 5% <\/p>\n<p>524 Stimmen &#8211; 5% aller Stimmen<\/p>\n<p>Pinterest 4%, 4%<\/p>\n<p> 4% 4% <\/p>\n<p>489 Stimmen &#8211; 4% aller Stimmen<\/p>\n<p>Weitere Messenger-Dienste (WhatsApp\/Signal\/iMessage etc.) 3%, 3%<\/p>\n<p> 3% 3% <\/p>\n<p>283 Stimmen &#8211; 3% aller Stimmen<\/p>\n<p>Es sollte kein Social Media Verbot geben 2%, 2%<\/p>\n<p> 2% 2% <\/p>\n<p>213 Stimmen &#8211; 2% aller Stimmen<\/p>\n<p>Stimmen insgesamt: 11215<\/p>\n<p>Voters: 1445<\/p>\n<p> 4. Februar 2026 <\/p>\n<p>\u00d7<\/p>\n<p> Von deiner IP-Adresse wurde bereits abgestimmt.    <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Europa steht bei der Energieversorgung unter Druck: Hohe \u00d6lpreise zeigen, wie abh\u00e4ngig der Kontinent von fossilen Importen ist.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":52510,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[2875,76,75,74,1010,18492,44,16888,21820,21821,576,9668,439],"class_list":{"0":"post-52509","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-europa","8":"tag-energie","9":"tag-eu","10":"tag-europa","11":"tag-europe","12":"tag-iran","13":"tag-oel","14":"tag-oesterreich","15":"tag-spritpreis","16":"tag-spritpreisbremse","17":"tag-teresa-ribera","18":"tag-trump","19":"tag-uno","20":"tag-usa"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116251298524114741","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/52509","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=52509"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/52509\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/52510"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=52509"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=52509"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=52509"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}