{"id":52734,"date":"2026-03-18T19:44:12","date_gmt":"2026-03-18T19:44:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/52734\/"},"modified":"2026-03-18T19:44:12","modified_gmt":"2026-03-18T19:44:12","slug":"neue-daten-grenzen-groesse-des-interstellaren-objekts-3i-atlas-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/52734\/","title":{"rendered":"Neue Daten grenzen Gr\u00f6\u00dfe des interstellaren Objekts 3I\/ATLAS ein"},"content":{"rendered":"<p> GARCHING\/M\u00dcNCHEN. 3I\/ATLAS ist erst das dritte bekannte gr\u00f6\u00dfere Objekt aus dem interstellaren Raum, das im Sonnensystem beobachtet wurde. Ein Forschungsteam aus Garching und M\u00fcnchen hat die Masse und Gr\u00f6\u00dfe\u00a0VON 3I\/ATLAS neu abgesch\u00e4tzt. Laut dem am 16. M\u00e4rz ver\u00f6ffentlichten Manuskript k\u00f6nnte der feste Kern deutlich kleiner sein als manche fr\u00fchere Sch\u00e4tzungen.\u00a0 <\/p>\n<p>Das erste entdeckte interstellare Objekt war 2017 1I Oumuamua, das durch seine ungew\u00f6hnliche Bahn auffiel und keine klar erkennbare Koma zeigte. Mit 2I\/Borisov folgte 2019 das zweite bekannte Objekt aus einem fremden Sternsystem, das sich deutlich eher wie ein klassischer Komet mit Gas und Staub verhielt.\u00a0<\/p>\n<p>\u00dcber das dritte als interstellare klassierte Objekt wurde nun eine Studie als Preprint auf arxiv.org ver\u00f6ffenlicht, wonach die Gr\u00f6\u00dfe\u00a0von\u00a03I\/ATLAS geringer als bisher angenommen gesch\u00e4tzt wird.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Berechnung der Gr\u00f6\u00dfe\u00a0nutzen die Autoren daf\u00fcr eine kleine Zusatzbeschleunigung, also eine Bewegung, die nicht allein durch die Schwerkraft erkl\u00e4rt wird. Sie entsteht, wenn Gas aus dem Kern entweicht und den K\u00f6rper schwach anschiebt.<\/p>\n<p>Kohlendioxid passt besser zu den Daten<\/p>\n<p>Wenn vor allem Kohlendioxid an der Oberfl\u00e4che verdampft, kommt das Team unter typischen Annahmen auf einen Kernradius von rund 0,42 Kilometer und eine Masse von etwa 160 Milliarden Kilogramm. Diese Variante stimmt laut Studie auch mit einer vorsichtigen Untergrenze aus der n\u00f6tigen aktiven Oberfl\u00e4che \u00fcberein, also jener Fl\u00e4che, von der Eis tats\u00e4chlich in Gas \u00fcbergeht.<\/p>\n<p>Modelle mit st\u00e4rkerem Wasseranteil liefern gr\u00f6\u00dfere Werte. Dann l\u00e4ge der Radius bei etwa 0,74 bis 1,15 Kilometer und die Masse bei rund 850 Milliarden bis 3,2 Billionen Kilogramm. Genau diese L\u00f6sungen sehen die Autoren aber kritischer, weil sie schlechter zu der gemessenen Zusatzbeschleunigung passen.<\/p>\n<p>Viel Wasser k\u00f6nnte aus der Koma stammen<\/p>\n<p>Die Studie legt daher nahe, dass ein gro\u00dfer Teil des beobachteten Wassers nicht direkt am Kern entsteht, sondern in der Koma, also in der Gas und Staubh\u00fclle um das Objekt. Dann w\u00e4re Wasser zwar sichtbar, w\u00fcrde den Kern selbst aber weniger stark wie ein R\u00fccksto\u00df antreiben.<\/p>\n<p>Damit r\u00fcckt Kohlendioxid als wichtigster Stoff an der Oberfl\u00e4che in den Vordergrund. Die Autoren betonen zugleich, dass die Sch\u00e4tzung noch unsicher bleibt, weil Messungen der Gasproduktion nahe dem Perihel, dem sonnenn\u00e4chsten Punkt der Bahn, und die Modellannahmen weiter verfeinert werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Auff\u00e4llig ist auch der Abstand zu einer j\u00fcngeren Helligkeitssch\u00e4tzung, die auf einen Radius von etwa 1,3 Kilometer kam. Der Unterschied k\u00f6nnte kleiner werden, wenn 3I\/ATLAS mehr Kohlendioxid freisetzt als bisher gemessen oder wenn der Kern lockerer aufgebaut ist als angenommen. Das Manuskript wurde bei Astronomy &amp; Astrophysics eingereicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"GARCHING\/M\u00dcNCHEN. 3I\/ATLAS ist erst das dritte bekannte gr\u00f6\u00dfere Objekt aus dem interstellaren Raum, das im Sonnensystem beobachtet wurde.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":52735,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[699,700,46,42,701,44,97,96,101,98,9865,100,99],"class_list":{"0":"post-52734","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wissenschaft-technik","8":"tag-astronomie","9":"tag-astrophysik","10":"tag-at","11":"tag-austria","12":"tag-international","13":"tag-oesterreich","14":"tag-science","15":"tag-science-technology","16":"tag-technik","17":"tag-technology","18":"tag-weltall","19":"tag-wissenschaft","20":"tag-wissenschaft-technik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116251896373737550","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/52734","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=52734"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/52734\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/52735"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=52734"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=52734"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=52734"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}