{"id":53306,"date":"2026-03-19T05:16:07","date_gmt":"2026-03-19T05:16:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/53306\/"},"modified":"2026-03-19T05:16:07","modified_gmt":"2026-03-19T05:16:07","slug":"aufstand-im-iran-wuerde-in-massaker-enden-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/53306\/","title":{"rendered":"Aufstand im Iran w\u00fcrde in Massaker enden \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Laut Sicherheitskreisen h\u00e4tten die Revolutionsgarden weiter die Oberhand. Das Regime zeige keine Zerfallserscheinungen und werde bei Protesten mit aller H\u00e4rte zur\u00fcckschlagen. <\/p>\n<p>Wie zuletzt jedes Jahr zum Nowruz-Fest, zum persischen  Neujahrsfest am Freitag, wandte sich Benjamin Netanjahu in Farsi an das iranische Volk: \u201eFrohes Nowruz! Lang lebe der Iran!\u201c Der israelische Premier w\u00fcnschte dem \u201emutigen iranischen Volk\u201c ein \u201eJahr der Freiheit\u201c und einen hoffungsvollen Neubeginn. Er variierte seine Appelle seit Beginn des Iran-Kriegs, die Gelegenheit f\u00fcr den Sturz des Regimes zu ergreifen und das \u201eSchicksal in die eigene Hand\u201c zu nehmen. Pr\u00e4sident Jitzhak Herzog schloss sich den Gl\u00fcckw\u00fcnschen Netanjahus an, ebenfalls verbunden mit der Verhei\u00dfung, das Regime abzusch\u00fctteln: \u201eIhr verdient Besseres.\u201c<\/p>\n<p>Die Botschaft aus Jerusalem kam kurz nach der Nachricht von der T\u00f6tung Ari Larijanis und vor der Meldung der Eliminierung des Geheimdienstministers Ismail Khatib. Sie sollte das Versprechen Israels, dem Regime einen \u201eentscheidenden Schlag\u201c zu versetzen, unterstreichen. Zugleich gab Netanjahu jedoch zu bedenken: \u201eEs wird nicht alles auf einmal passieren.\u201c <\/p>\n<p>Die Euphorie ist indessen einer gewissen Ern\u00fcchterung gewichen. In Israel warnen Au\u00dfen- und Verteidigungsministerium und der Sicherheitsrat laut \u201eWashington Post\u201c, die aus einer diplomatischen Depesche an das US-Au\u00dfenministerium zitiert, im Fall eines Aufstands vor einem Massaker. Das Regime in Teheran zeige keine Zerfallserscheinungen, es sei im Gegenteil \u201ebereit f\u00fcr einen Kampf bis zum Ende\u201c. Die Revolutionsgarden, so die Einsch\u00e4tzung in Jerusalem und Tel Aviv, h\u00e4tten immer noch die Oberhand. <\/p>\n<p>Auch US-Pr\u00e4sident Donald Trump st\u00fctzte sich neulich in einem Interview mit Fox News auf eine \u00e4hnliche Expertise. Es gebe eine \u201egro\u00dfe H\u00fcrde\u201c f\u00fcr den von ihm in Aussicht gestellten Aufstand: \u201eDie Menschen haben keine Waffen.\u201c Im Iran seien Sicherheitskr\u00e4fte mit Maschinenpistolen in den Stra\u00dfen postiert, die die Demonstranten niederschie\u00dfen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Nach Geheimdienstberichten brausen bewaffnete Paramilit\u00e4rs in Zivilkleidung zur Einsch\u00fcchterung durch die Stra\u00dfen, die Revolutionsgarden haben Checkpoints und schickten zudem via SMS die Warnung aus, dass sie einen Aufruhr noch h\u00e4rter niederschlagen w\u00fcrden als am 8. J\u00e4nner, dem blutigen H\u00f6hepunkt der Proteste. Es gebe einen strikten Schie\u00dfbefehl, so die martialische Parole im Fernsehen. Der Polizeichef drohte, dass jeder, der auf Gehei\u00df des Feindes agiere, wie ein Feind betrachtet und auch so behandelt werde. <\/p>\n<p>Wenige Tage zuvor hat damals der Mossad die Iraner zum Widerstand aufgerufen. Auf der Plattform X schrieb der israelische Auslandsgeheimdienst auf Farsi: \u201eGeht zusammen raus auf die Stra\u00dfe. Die Zeit ist gekommen. Wir sind mit euch. Nicht nur aus der Entfernung oder mit Worten. Wir sind auch mit euch vor Ort.\u201c<\/p>\n<p>Israelische Iran-Experten zeigen sich zwar skeptisch \u00fcber die Perspektive eines baldigen Regimewechsels, halten ihn aber auch nicht f\u00fcr ausgeschlossen. Raz Zimmt vom Institute f\u00fcr National Security Studies, dem f\u00fchrenden Think Tank f\u00fcr Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik in Tel Aviv, betonte, mittelfristig k\u00f6nnten die Schl\u00e4ge gegen die f\u00fchrenden K\u00f6pfe des Regimes zu einer Absatzbewegung in den Kadern des Sicherheitsapparats f\u00fchren. Sima Shine wies auf die massive Schw\u00e4chung der Hisbollah nach der T\u00f6tung Hassan Nasrallahs hin. <\/p>\n<p>Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim ist der iranische Geheimdienst im gesamten Land gegen Dutzende Oppositions-Netzwerke vorgegangen, er ortete 111 Zellen von Schah-Anh\u00e4ngern. Auch Schah-Sohn Reza Pahlavi sagte j\u00fcngst in seinem Aufruf zum Nowruz-Fest angesichts des Status quo des Unterdr\u00fcckungsapparats, die Zeit des Aufstands sei noch nicht gekommen. <\/p>\n<p>Via Video postete Netanjahu indessen einen Auftritt mit US-Botschafter Mike Huckabee, um die iranische Propaganda von seinem Tod zu widerlegen. \u201eJa, Mike, ich lebe\u201c, sagte er mit einem L\u00e4cheln. Neulich scherzte der Premier in einem Caf\u00e9 in Jerusalem: \u201eIch sterbe \u2013 aber nur f\u00fcr einen Kaffee.\u201c <\/p>\n<p>    Lesen Sie mehr zu diesen Themen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Laut Sicherheitskreisen h\u00e4tten die Revolutionsgarden weiter die Oberhand. 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