{"id":54985,"date":"2026-03-20T01:06:09","date_gmt":"2026-03-20T01:06:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/54985\/"},"modified":"2026-03-20T01:06:09","modified_gmt":"2026-03-20T01:06:09","slug":"saudi-arabien-und-irak-suchen-alternativen-zur-strasse-von-hormus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/54985\/","title":{"rendered":"Saudi-Arabien und Irak suchen Alternativen zur Stra\u00dfe von Hormus"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/frachtschiffe-100.jpg\" alt=\"Frachtschiffe fahren im Arabischen Golf in Richtung der Stra\u00dfe von Hormus.\" title=\"Frachtschiffe fahren im Arabischen Golf in Richtung der Stra\u00dfe von Hormus. | Uncredited\/AP\/dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 19.03.2026 \u2022 17:27 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Wegen der iranischen Blockade der Stra\u00dfe von Hormus suchen Saudi-Arabien und Irak nach alternativen Exportwegen. Doch Kapazit\u00e4ten sind begrenzt und der milit\u00e4rische Arm des Iran ist lang.\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/moritz-behrendt-100.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Moritz Behrendt\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/moritz-behrendt-102.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Am Morgen meldeten die Beh\u00f6rden in Saudi-Arabien einen Angriff auf eine \u00d6lraffinerie. Das ist zwar fast schon Alltag in diesem Krieg, aber die Samref-Raffinerie liegt nicht am Persischen Golf, sondern im Westen Saudi-Arabiens an der K\u00fcste des Roten Meeres.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Angriff auf die Hafenstadt Yanbu sei eine gezielte Botschaft der Iraner, sagt der Analyst Nedal Abu Zeid im Sender Al Jazeera: &#8222;Iran will der weltweiten Energieversorgung den Hahn abdrehen. Es geht dem Land nicht mehr nur um Auswirkungen in der Region &#8211; sondern vielmehr darum, die Kosten f\u00fcr die ganze Welt zu steigern.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Raffinerie am Roten Meer wurde nach saudischen Angaben nur leicht besch\u00e4digt, die Arbeit am nahe gelegenen Exportterminal konnte nach einigen Stunden wieder aufgenommen werden.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Mit dem Angriff auf die Samref-Raffiniere beweist Iran die gro\u00dfe Reichweite seiner Waffensysteme.\n                    <\/p>\n<p>    Rotes Meer statt Persischer Golf<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wegen der anhaltenden iranischen Angriffe f\u00e4llt der \u00d6lexport \u00fcber die Stra\u00dfe von Hormus so gut wie flach. Saudi-Arabien, der gr\u00f6\u00dfte \u00d6lexporteur weltweit, setzt daher zunehmend auf andere Handelswege. Das \u00d6l, das im Osten des Landes gef\u00f6rdert wird, wird \u00fcber Pipelines nach Yanbu geleitet und von dort aus auf Schiffe in Richtung Asien verladen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Um die Abh\u00e4ngigkeit von der Stra\u00dfe von Hormus zu verringern, wird die Suche nach alternativen Handelswegen und Pipelines in der kommenden Zeit noch an Bedeutung gewinnen&#8220;, ist der Politikwissenschaftler Hossam Jaber \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p>    Kein vollst\u00e4ndiger Ersatz<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Allerdings sind die Kapazit\u00e4ten der bestehenden Pipelines begrenzt &#8211; ebenso wie die der H\u00e4fen, die nicht am Persischen Golf liegen. In Yanbu wurden zuletzt fast vier Millionen Barrel pro Tag verladen, das ist ein deutlicher Anstieg. Allerdings exportierte allein Saudi-Arabien \u00fcber die H\u00e4fen am Persischen Golf sonst t\u00e4glich rund sechs Millionen Barrel.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Route \u00fcber das Rote Meer ist teurer und sie birgt auch eigene Risiken. Neben Angriffen aus Iran k\u00f6nnte auch die mit dem Regime in Teheran verb\u00fcndete Huthi-Miliz wieder damit beginnen, \u00d6ltanker und andere zivile Handelsschiffe vor der jemenitischen K\u00fcste zu beschie\u00dfen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Noch haben die Huthi nicht in den Krieg eingegriffen. Beobachter sagen, weil sie entweder nicht selbst in die Schusslinie geraten wollen oder, weil sie den richtigen Zeitpunkt abwarten.<\/p>\n<p>    Irak setzt auf T\u00fcrkei-Pipeline und Lkw<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch der Irak setzt auf alternative Exportrouten f\u00fcr sein Erd\u00f6l. Der \u00d6lminister des Landes sagt, man habe begonnen, \u00d6l aus Kirkuk \u00fcber eine Pipeline in Richtung T\u00fcrkei zu pumpen. Zun\u00e4chst etwa 170.000 Barrel pro Tag, dies solle auf etwa die doppelte Menge gesteigert werden. \u00dcber die Nutzung der Pipeline hatte es lange Streit zwischen der irakischen Zentralregierung in Bagdad und der kurdischen Regionalregierung in Erbil gegeben &#8211; auf Druck der USA haben nun beide Seiten einen Kompromiss gefunden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Normalerweise exportiert der Irak rund 3,5 Millionen Barrel Erd\u00f6l pro Tag. Dies geschieht vor allem \u00fcber den Hafen von Basra im S\u00fcden des Landes. Jetzt peilt die Regierung rund 1,2 Millionen Barrel pro Tag an. \u00dcber die Pipeline von Kirkuk in die t\u00fcrkische Hafenstadt Ceyhan sowie mit Hunderten Tanklastern, die \u00fcber die Stra\u00dfe in die Nachbarl\u00e4nder Jordanien und T\u00fcrkei fahren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Auch wenn die aktuellen Exportmenge die Verluste im S\u00fcden nicht kompensieren kann, ist der finanzielle Ertrag durchaus betr\u00e4chtlich, dank der hohen \u00d6lpreise,&#8220; sagt Nizar Ali von der staatlichen irakischen \u00d6lvermarktungsgesellschaft.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die alternativen Handelswege werden den Anstieg des \u00d6lpreises vermutlich nicht stoppen k\u00f6nnen &#8211; m\u00f6glicherweise aber ein bisschen abbremsen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 19.03.2026 \u2022 17:27 Uhr Wegen der iranischen Blockade der Stra\u00dfe von Hormus suchen Saudi-Arabien und Irak nach&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":54986,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[46,42,95,90,89,11954,10572,1010,91,94,44,10200,93,92],"class_list":{"0":"post-54985","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-at","9":"tag-austria","10":"tag-business","11":"tag-companies","12":"tag-companies-markets","13":"tag-erdgas","14":"tag-erdoel","15":"tag-iran","16":"tag-markets","17":"tag-maerkte","18":"tag-oesterreich","19":"tag-strasse-von-hormus","20":"tag-unternehmen","21":"tag-unternehmen-maerkte"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116258824719845398","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54985","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=54985"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54985\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/54986"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=54985"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=54985"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=54985"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}