{"id":54988,"date":"2026-03-20T01:08:09","date_gmt":"2026-03-20T01:08:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/54988\/"},"modified":"2026-03-20T01:08:09","modified_gmt":"2026-03-20T01:08:09","slug":"krieg-in-nahost-angriffe-auf-energieanlagen-preise-steigen-massiv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/54988\/","title":{"rendered":"Krieg in Nahost: Angriffe auf Energieanlagen &#8211; Preise steigen massiv"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/ras-laffan-katar-100.jpg\" alt=\"Die Energieanlage Ras Laffan in Katar.\" title=\"Die Energieanlage Ras Laffan in Katar. | AFP\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 19.03.2026 \u2022 13:24 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Auf Angriffe auf seine Energieinfrastruktur reagiert Iran mit Attacken auf \u00d6lraffinerien in Kuwait und Saudi-Arabien. Auch die LNG-Anlage Ras Laffan in Katar wurde angegriffen. Infolgedessen stiegen die Gas- und \u00d6lpreise deutlich.\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das iranische Milit\u00e4r nimmt versch\u00e4rft die Energieinfrastruktur in einigen Golfstaaten ins Visier. Sowohl Kuwait als auch Saudi-Arabien meldeten Angriffe auf \u00d6lraffinerien.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In Kuwait berichteten Staatsmedien zun\u00e4chst, dass bei einer Attacke die Raffinerie Mina Al-Ahmadi getroffen worden sei. Dadurch sei ein Brand auf dem Gel\u00e4nde ausgebrochen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Kuna unter Berufung auf das Unternehmen Kuwait Petroleum. Verletzte habe es nicht gegeben. Die Raffinerie ist eine der gr\u00f6\u00dften im Nahen Osten und verf\u00fcgt \u00fcber eine Produktionskapazit\u00e4t von 730.000 Barrel pro Tag.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Kurz darauf berichtete die Nachrichtenagentur Kuna weiter, dass auch die Raffinerie Mina Abdullah Ziel eines Angriffs geworden sei. Das Gel\u00e4nde wurde demnach mit einer Drohne attackiert. Auch hier sei ein Brand ausgel\u00f6st worden. Beide Angriffe wurden inzwischen auch von kuwaitischen Ministerien best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>    Weitere Raffinerie in Saudi-Arabien attackiert<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Neben den Raffinerien in Kuwait wurde auch in Saudi-Arabien eine \u00d6lraffinerie Ziel eines Drohnenangriffs. Das Verteidigungsministerium des Landes best\u00e4tigte entsprechende Medienberichte. Es handelt sich demnach um die Samref-Raffinerie im Industriegebiet der Hafenstadt Yanbu. Derzeit werde der entstandene Schaden bewertet. Zuvor war nach Angaben des Ministeriums eine auf den Hafen der Stadt abgefeuerte ballistische Rakete abgefangen worden. Die Samref-Raffinerie geh\u00f6rt dem saudischen \u00d6lriesen Aramco und der Mobil Yanbu Refining Company Inc., einer Tochterfirma von Exxon Mobil.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Hafen von Yanbu am Roten Meer ist derzeit die einzige Exportm\u00f6glichkeit f\u00fcr Roh\u00f6l aus den arabischen Golfstaaten. Iran hat die Stra\u00dfe von Hormus, durch die normalerweise ein F\u00fcnftel des weltweiten \u00d6langebots transportiert wird, fast vollst\u00e4ndig blockiert.<\/p>\n<p>    Iran droht mit &#8222;vollst\u00e4ndiger Zerst\u00f6rung&#8220; von Energieinfrastruktur<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Im Vorfeld der Angriffe hatte die Islamische Revolutionsgarde Irans eine Warnung f\u00fcr mehrere \u00d6lanlagen in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar ver\u00f6ffentlicht, verbunden mit der Aufforderung, diese Gebiete zu evakuieren. Die Warnung galt auch f\u00fcr die Samref-Raffinerie.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Revolutionsgarde bezeichnet die Angriffe auf die Golfstaaten als Antwort auf die Angriffe der USA und Israels auf die iranische Energieinfrastruktur. Sollten diese anhalten, werde Iran die \u00d6l- und Gasindustrien der Golfstaaten &#8222;vollst\u00e4ndig zerst\u00f6ren&#8220;. Iran erw\u00e4ge, &#8222;die Kraftstoff-, Energie- und Gasinfrastruktur&#8220; der L\u00e4nder ins Visier zu nehmen, von denen aus die Angriffe gestartet worden seien. Das iranische Staatsfernsehen ver\u00f6ffentlichte eine Liste &#8222;legitimer Ziele&#8220;, darunter \u00d6l- und Gasanlagen in Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Am Mittwoch hatte Israel iranische F\u00f6rderanlagen attackiert, die mit dem weltgr\u00f6\u00dften Gasfeld South Pars verbunden sein sollen. South Pars liegt im Persischen Golf und ist die gr\u00f6\u00dfte bekannte Gasreserve der Welt. Es liefert rund 70 Prozent des Erdgases f\u00fcr Iran.<\/p>\n<p>    Wusste Trump von dem Angriff?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Entgegen bisheriger Angaben aus Washington legen neue Berichte nun nahe, dass US-Pr\u00e4sident Donald Trump vorab \u00fcber den Angriff auf das Gasfeld informiert war. Das Wall Street Journal berichtet, die USA seien im Bilde gewesen und h\u00e4tten keine Einw\u00e4nde gehabt. Trump habe den Angriff gebilligt, um den Druck auf Iran zu erh\u00f6hen, die Stra\u00dfe von Hormus freizugeben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Trump selbst hatte zuvor beteuert, im Vorfeld nichts von dem geplanten Angriff gewusst zu haben. Zugleich versicherte er, Israel werde South Pars vorerst nicht mehr ins Visier nehmen &#8211; au\u00dfer Iran greife weiterhin &#8222;v\u00f6llig Unschuldige&#8220; an, etwa Katar.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach dem Angriff auf South Pars hatte Iran Raketen auf Ras Laffan in Katar abgefeuert, die weltgr\u00f6\u00dfte Anlage f\u00fcr verfl\u00fcssigtes Erdgas (LNG). Laut deren Betreiber QatarEnergy wurde die Anlage schwer besch\u00e4digt.<\/p>\n<p>    Macron: &#8222;R\u00fccksichtslose Eskalation&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Deutliche Kritik an der aktuellen Eskalation kam vom franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten Emmanuel Macron. &#8222;Es handelt sich um eine r\u00fccksichtslose Eskalation&#8220;, sagte er kurz vor Beginn des EU-Gipfels in Br\u00fcssel &#8211; und forderte direkte Gespr\u00e4che zwischen Iran und den USA.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zugleich bekr\u00e4ftigte Macron seine Forderung nach einem Moratorium f\u00fcr Angriffe auf zivile Infrastruktur im Iran-Krieg. &#8222;Wenn in der Region eine Zeit der religi\u00f6sen Feste beginnt, sollten die K\u00e4mpfe zumindest f\u00fcr ein paar Tage eingestellt werden.&#8220; Verhandlungen m\u00fcsse wieder eine Chance gegeben werden.<\/p>\n<p>    Gas- und \u00d6lpreise steigen nochmals an<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die j\u00fcngsten Angriffe im Nahen Osten wirkten sich umgehend auf den Gaspreis aus. Der Preis f\u00fcr Erdgas stieg zum Handelsbeginn am Morgen deutlich an. Der niederl\u00e4ndische TTF-Kontrakt, der als wichtigster europ\u00e4ischer Referenzwert gilt, legte zun\u00e4chst um 35 Prozent zu auf 74 Euro pro Megawattstunde. Danach schw\u00e4chte er sich wieder etwas ab und notierte bei 67,85 Euro. Der TTF-Preis hatte vor Beginn der Angriffe der USA und Israels auf Iran bei lediglich bei 31 Euro gelegen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Vor allem der Angriff auf Ras Laffan d\u00fcrften auf dem Weltmarkt f\u00fcr zus\u00e4tzliche Spannungen gef\u00fchrt haben. Katar geh\u00f6rt zu den wichtigsten Exporteuren von Fl\u00fcssiggas. Ein gro\u00dfer Teil des weltweit gehandelten LNG kommt von dort. Auch Deutschland bezieht Fl\u00fcssiggas aus Katar. Erst Anfang Februar war bei einem <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/merz-katar-100.html\" title=\"Interesse an Fl\u00fcssiggas: Merz will Partnerschaft mit Katar st\u00e4rken\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz in dem Golfstaat<\/a> vereinbart worden, die Kooperation noch auszubauen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch die \u00d6lpreise schossen abermals in die H\u00f6he: Der Preis f\u00fcr ein Barrel der Nordseesorte Brent legte zeitweise um mehr als zehn Prozent zu. Am sp\u00e4ten Vormittag kostete ein Barrel dann rund 115 Dollar &#8211; knapp sieben Prozent mehr als zu Handelsbeginn. Die US-Referenzsorte WTI verzeichnete einen Anstieg um 0,88 Prozent auf 97,17 Dollar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 19.03.2026 \u2022 13:24 Uhr Auf Angriffe auf seine Energieinfrastruktur reagiert Iran mit Attacken auf \u00d6lraffinerien in Kuwait&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":54989,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[2875,1010,10181,10937,40,1090,41,10886,39,66,65,64],"class_list":{"0":"post-54988","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-energie","9":"tag-iran","10":"tag-iran-krieg","11":"tag-kuwait","12":"tag-nachrichten","13":"tag-nahost","14":"tag-news","15":"tag-saudi-arabien","16":"tag-schlagzeilen","17":"tag-welt","18":"tag-world","19":"tag-world-news"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116258832592831700","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54988","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=54988"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54988\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/54989"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=54988"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=54988"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=54988"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}