{"id":55166,"date":"2026-03-20T04:46:07","date_gmt":"2026-03-20T04:46:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/55166\/"},"modified":"2026-03-20T04:46:07","modified_gmt":"2026-03-20T04:46:07","slug":"die-turbulenzen-am-oelmarkt-und-ihre-folgen-fr-20-03-2026-1300","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/55166\/","title":{"rendered":"Die Turbulenzen am \u00d6lmarkt und ihre Folgen | FR | 20 03 2026 | 13:00"},"content":{"rendered":"<p class=\"articleDate\">20. M\u00e4rz 2026, 13:00<\/p>\n<p>&#8222;Wo Tanken in Europa am teuersten ist.&#8220; &#8222;Wie stark die Spritpreise noch steigen.&#8220; &#8222;So teuer wird das Heizen mit Erdgas!&#8220; &#8222;Ist Diesel f\u00fcr zwei Euro wirklich zu teuer?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Die Herausforderungen auf dem \u00d6lmarkt sind gr\u00f6\u00dfer als alles, was wir bisher gesehen haben&#8220;, sagt der Chef der Internationalen Energieagentur IEA. Der \u00d6lmarkt erlebe derzeit einen historischen Preisschock, sagen Experten, aber auch eine Umstrukturierung der globalen \u00d6lstr\u00f6me. \u00d6l ist heute ein geopolitisches Machtinstrument. <\/p>\n<p>In der dritten Woche des Iran-Kriegs haben zahlreiche Staaten und Institutionen auf die gravierenden Auswirkungen im \u00d6l- und Gasmarkt reagiert: Spritpreisbremse und Margeneingriffe in \u00d6sterreich ab 1. April, Gewinndeckelungen in Griechenland, eine St\u00e4rkung der kartellrechtlichen Missbrauchsaufsicht in Deutschland, Viertagewochen in mehreren L\u00e4ndern Asiens, Einschr\u00e4nkungen des Treibstoff-Verkaufs in der Slowakei. Die Energiepreise waren das bestimmende Thema der zahlreichen EU-Ministertreffen diese Woche und des EU-Gipfel am Donnerstag. Die EZB steht am Donnerstag vor einer schwierigen Sitzung; die US-Notenbank Fed hat auf den steigenden \u00d6lpreis nicht reagiert. Doch was die Auswirkungen der Krise sein werden, wisse niemand, warnte Fed-Chef Powell. <\/p>\n<p>Die Mitglieder der IEA hatten am 11. M\u00e4rz die bisher gr\u00f6\u00dfte Freigabe von Notfallvorr\u00e4ten in ihrer Geschichte beschlossen, doch die j\u00fcngsten US-Angriffe auf die iranische \u00d6l-Exportinsel Charg, das weltweit gr\u00f6\u00dfte Gasfeld Sout Pars im Iran und Gegenangriffe auf die weltgr\u00f6\u00dfte Anlage f\u00fcr LNG (verfl\u00fcssigtes Erdgas) in Katar in der Nacht auf Donnerstag, lassen eine weitere Eskalation des Krieges bef\u00fcrchten. Russland profitiert von den gelockerten Sanktionen und die USA, weltgr\u00f6\u00dfter \u00d6lproduzent &#8211; Motto: &#8222;Drill, Baby, drill&#8220; &#8211; ordnen den \u00d6lmarkt neu, liest man in Analysen, es geht um globale Energiedominanz. <\/p>\n<p>Bereits zu Jahresbeginn kam es nach der US-Milit\u00e4roperation in Venezuela zu Turbulenzen auf den \u00d6lm\u00e4rkten. Schlagzeilen machte j\u00fcngst Kuba, von der US-\u00d6lblockade inzwischen schwer getroffen; am Dienstag sprach Trump von einer m\u00f6glichen &#8222;\u00dcbernahme&#8220;. Den Iran will Trump nach eigenen Worten zur Wiederer\u00f6ffnung der Stra\u00dfe von Hormus zwingen, jener wichtigen Meerenge, die als &#8222;Arterie des Welthandels&#8220; gilt und deren de facto Blockade durch den Iran den \u00d6lmarkt in Turbulenzen st\u00fcrzt. <\/p>\n<p>Diese Turbulenzen machen weltweite Abh\u00e4ngigkeiten und Zusammenh\u00e4nge deutlich. Der \u00d6lmarkt scheint die Weltwirtschaft, die Entwicklung der Inflation, die Stabilit\u00e4t von W\u00e4hrungen und die Geopolitik fest in der Hand zu haben, allen Umweltbedenken, der Energiewende und den Klimazielen zum Trotz. <\/p>\n<p>Wie kommen die \u00d6lpreise zustande, wie kann der Iran den \u00d6lmarkt derart im W\u00fcrgegriff halten und hat Donald Trump die Reaktion der \u00d6lm\u00e4rkte untersch\u00e4tzt? Wer sind die gr\u00f6\u00dften \u00d6lproduzenten, welche Transportwege gibt es und welche Organisationen beherrschen den Markt? Was sind die Erfahrungen aus fr\u00fcheren \u00d6lpreisschocks und Krisen, in denen die Preise weit drastischer gestiegen sind? Sind Preiseingriffe zum jetzigen Zeitpunkt n\u00f6tig, wenn Preise doch auch eine Steuerungsfunktion erf\u00fcllen? Sollten Staaten die gegenw\u00e4rtige Krise als Weckruf verstehen, die starke Abh\u00e4ngigkeit von fossilen Energietr\u00e4gern zu reduzieren? Und wie werden sich die Preise entwickeln? <\/p>\n<p>Die Schl\u00fcsselfrage ist, wie die Marktteilnehmer die Lage einsch\u00e4tzen, sagt Johannes Benigni, der bei JBC Vienna Unternehmen, Regierungen und Organisationen im Bereich Strategie, Energiem\u00e4rkte, Energy Transition und Risikomanagements ber\u00e4t. Werden weiter \u00d6lanlagen und Energieinfrastrukturen besch\u00e4digt, &#8222;w\u00e4re die jetzige Situation erst ein Vorspiel.&#8220; Mit den Angriffen und Gegenangriffen auf die Energieindustrie und Schl\u00fcsselstellen der Weltwirtschaft wie das Gasfeld South Pars und Katars LNG-Produktion befinden wir uns bereits in Eskalationsstufe zwei, sagt Johannes Benigni, mit nachhaltigeren Gaspreis Steigerungen. Auch der Druck auf andere Industrien w\u00e4chst. <\/p>\n<p>Wissenswertes \u00fcber den \u00d6l- und Gasmarkt, die Dynamiken und Preisentwicklungen erl\u00e4utert Johannes Benigni als Gast von Barbara Zeithammer in Punkt eins und Sie, unsere H\u00f6rerinnen und H\u00f6rer, sind wie immer herzlich eingeladen, mitzureden: Rufen Sie an unter 0800 22 69 79 oder schreiben Sie ein E-Mail an punkteins(at)orf.at<\/p>\n<p>Sendereihe<\/p>\n<p>Gestaltung<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"20. 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