{"id":55821,"date":"2026-03-20T11:50:06","date_gmt":"2026-03-20T11:50:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/55821\/"},"modified":"2026-03-20T11:50:06","modified_gmt":"2026-03-20T11:50:06","slug":"irak-chaldaeische-kirche-waehlt-im-april-neuen-patriarchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/55821\/","title":{"rendered":"Irak: Chald\u00e4ische Kirche w\u00e4hlt im April neuen Patriarchen"},"content":{"rendered":"<p>Die Synode der Chald\u00e4isch-katholischen Kirche zur Wahl eines neuen Patriarchen findet von 9. bis 15. April in Rom statt. <\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2026-03\/irak-chaldaeischer-patriarch-sako-tritt-zurueck.html\" title=\"Irak: Chald\u00e4ischer Patriarch Sako tritt zur\u00fcck\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2025\/maggio\/07\/SAKO-Card.-Louis-Raphael-000147_28062018.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Irak: Chald\u00e4ischer Patriarch Sako tritt zur\u00fcck\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Eine \u00c4ra in der christlichen Geschichte des Nahen Ostens geht zu Ende: Papst Leo XIV. hat an diesem Dienstag das R\u00fccktrittsgesuch von Kardinal Louis Rapha\u00ebl Sako angenommen. Der &#8230;\n     <\/p>\n<p>Das hat das Patriarchat in Bagdad in einer offiziellen Erkl\u00e4rung mitgeteilt. Die Wahl ist notwendig, nachdem Papst Leo XIV. am 10. M\u00e4rz das R\u00fccktrittsgesuch von Patriarch Louis Raphael Sako (77) angenommen hat.<\/p>\n<p>Sako selbst wird an der Versammlung zur Wahl des neuen Kirchenoberhaupts nicht teilnehmen, wie er selbst schon vor ein paar Tagen angek\u00fcndigt hat. Seit dem 10. M\u00e4rz und bis zur Wahl des neuen Patriarchen leitet das rangh\u00f6chste Mitglied der Synode, Erzbischof Habib Hrmuz Al-Naufali von Basra im S\u00fcdirak, die Kirche interimistisch.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/reuters\/2025\/10\/15\/18\/1760546192078.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Chald\u00e4ische Gl\u00e4ubige bei einer Liturgiefeier\" title=\"Chald\u00e4ische Gl\u00e4ubige bei einer Liturgiefeier\"\/><\/p>\n<p>\n   Chald\u00e4ische Gl\u00e4ubige bei einer Liturgiefeier\n  <\/p>\n<p>Der Gew\u00e4hlte muss kein Bischof sein <\/p>\n<p>Das f\u00fcr die katholischen Ostkirchen zur Anwendung kommende Kirchenrecht schreibt nicht zwingend vor, dass der neue Patriarch zum Zeitpunkt der Wahl bereits Bischof sein muss. F\u00fcr die erfolgreiche Wahl ist eine Zweidrittelmehrheit n\u00f6tig. K\u00f6nnen sich die Bisch\u00f6fe auch nach 15 Tagen auf keinen gemeinsamen Kandidaten einigen, muss die Angelegenheit an den Papst \u00fcbergeben werden, der \u00fcber das weitere Prozedere entscheidet. Der Papst muss auch die Wahl des neuen Patriarchen best\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Louis Sako leitete seit 2013 als Patriarch die Chald\u00e4isch-katholische Kirche, eine mit Rom verbundene Ostkirche, die weit zur\u00fcck in die Anf\u00e4nge des Christentums reicht. Sie hat rund eine halbe Million Mitglieder. Ihr Zentrum liegt im heutigen Irak, der Sitz des \u201ePatriarchen von Babylon\u201c ist die Hauptstadt Bagdad; ein gro\u00dfer Teil der Gl\u00e4ubigen lebt aber in den USA, Westeuropa und Australien.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/reuters\/2023\/07\/20\/02\/1689812193359.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Kardinal Sako\" title=\"Kardinal Sako\"\/><\/p>\n<p>\n   Kardinal Sako\n  <\/p>\n<p>Hauptproblem: die Abwanderung von Christen aus ihrer Heimat <\/p>\n<p>Im Nahen Osten gibt es bedeutende chald\u00e4ische Gemeinden im Irak, Syrien, dem Libanon und im Iran. Im Irak geh\u00f6rten zuletzt rund zwei Drittel der Christen der Chald\u00e4ischen Kirche an. Islamistischer Terror, eine instabile Sicherheitslage, wirtschaftliche Perspektivlosigkeit und Ressentiments in der muslimischen Mehrheitsgesellschaft machen den christlichen Gl\u00e4ubigen in der Region seit vielen Jahren zu schaffen.<\/p>\n<p>Patriarch Sako setzte sich unerm\u00fcdlich gegen die Abwanderung der Christen aus ihrer Heimat und f\u00fcr Religionsfreiheit sowie einen freien und demokratischen Irak mit gleichen Rechten f\u00fcr alle B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger ein. An die muslimischen Partner gerichtet, forderte er eine Modernisierung des Islam. All das werden auch f\u00fcr seinen Nachfolger die gro\u00dfen Herausforderungen sein. Dazu kommen noch interne Spannungen in der Kirche, die in den letzten Jahren sichtbar wurden.\u00a0<\/p>\n<p>Aus der Assyrischen Kirche des Ostens hervorgegangen <\/p>\n<p>Die Chald\u00e4isch-katholische Kirche ist ab dem 16. Jahrhundert aus der Assyrischen Kirche des Ostens hervorgegangen. In der Kirche wird der ostsyrische Ritus verwendet. Liturgiesprache ist grunds\u00e4tzlich Syrisch (Aram\u00e4isch), oft aber auch in Kombination mit Arabisch. Wegen der Union mit der r\u00f6misch-katholischen Kirche haben auch lateinische Elemente Eingang in die Liturgie gefunden.<\/p>\n<p>(kap \u2013 sk)<br \/>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Synode der Chald\u00e4isch-katholischen Kirche zur Wahl eines neuen Patriarchen findet von 9. bis 15. 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