{"id":56126,"date":"2026-03-20T15:02:09","date_gmt":"2026-03-20T15:02:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/56126\/"},"modified":"2026-03-20T15:02:09","modified_gmt":"2026-03-20T15:02:09","slug":"signa-deal-um-postsparkasse-wegen-jagdeinladung-in-der-kritik-big-chef-verdiente-ein-drittel-mehr-als-der-bundeskanzler-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/56126\/","title":{"rendered":"Signa-Deal um Postsparkasse wegen Jagdeinladung in der Kritik \u2013 BIG-Chef verdiente ein Drittel mehr als der Bundeskanzler \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Die Postsparkasse gilt als architektonisches Schmuckst\u00fcck Wiens. Die staatliche Bundesimmobiliengesellschaft (<a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/bundesimmobiliengesellschaft\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" um=\"\" postsparkasse=\"\" wegen=\"\" jagdeinladung=\"\" in=\"\" der=\"\" kritik=\"\" big-chef=\"\" verdiente=\"\" ein=\"\" drittel=\"\" mehr=\"\" als=\"\" bundeskanzler=\"\" e rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">BIG<\/a>) hatte 2019 einen Baurechtsvertrag f\u00fcr das von <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/otto-wagner\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" um=\"\" postsparkasse=\"\" wegen=\"\" jagdeinladung=\"\" in=\"\" der=\"\" kritik=\"\" big-chef=\"\" verdiente=\"\" ein=\"\" drittel=\"\" mehr=\"\" als=\"\" bundeskanzler=\"\" e rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Otto Wagner<\/a> entworfene Geb\u00e4ude im ersten Bezirk von Signa erworben. Rund um diesen Deal hagelt es jetzt Kritik vom Rechnungshof. Diese richtet sich vor allem gegen den ehemaligen BIG-Vorstand Hans-Peter Weiss. Er h\u00e4tte eine Jagdeinladung vom Signa-Chef melden m\u00fcssen und auch die H\u00f6he seines Sal\u00e4rs goutieren die Pr\u00fcfer nicht. Weiss hat die BIG im Oktober 2024 verlassen, um in die Privatwirtschaft zu\u00a0Soravia\u00a0zu wechseln.<\/p>\n<p>Im Pr\u00fcfbericht legen die Pr\u00fcferinnen und Pr\u00fcfer des Rechnungshofs dar, dass die genauen Umst\u00e4nde f\u00fcr die \u201eAnbahnung des Baurechtsvertrages\u201c auf 99 Jahre offen waren. Eine erste Dokumentation \u00fcber Signa gebe es erst im Herbst 2018. Zu diesem Zeitpunkt fehlte jedoch ein \u201ekonkreter Bedarf\u201c eines solchen Geb\u00e4udes. \u201eErst rund acht Monate sp\u00e4ter bekundeten Universit\u00e4ten Interesse.\u201c Der ehemalige BIG-Vorstand Weiss erhielt 2019 und 2020 eine Jagdeinladung des damaligen Signa-Vorstands <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/christoph-stadlhuber\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" um=\"\" postsparkasse=\"\" wegen=\"\" jagdeinladung=\"\" in=\"\" der=\"\" kritik=\"\" big-chef=\"\" verdiente=\"\" ein=\"\" drittel=\"\" mehr=\"\" als=\"\" bundeskanzler=\"\" e rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Christoph Stadlhuber<\/a>. Obwohl Weiss ablehnte, wird nun kritisiert, dass er die Einladung h\u00e4tte melden m\u00fcssen. Da die Verhandlungen um die Postsparkasse schon fortgeschritten waren, h\u00e4tte es einer \u00dcberpr\u00fcfung bedurft, hei\u00dft es vom Rechnungshof. <\/p>\n<p>\u201eWir nehmen die Empfehlungen des Rechnungshofs sehr ernst und haben einige Empfehlungen bereits im Konzern umgesetzt\u201c, hei\u00dft es von der BIG zur \u201ePresse\u201c. Die BIG verf\u00fcgt \u00fcber ein umfassendes Regelwerk zu Compliance und Korruptionspr\u00e4vention, wie auch durch eine Pr\u00fcfung der Europ\u00e4ischen Kommission aus dem Jahr 2023 best\u00e4tigt wurde. Diese werde laufend \u00fcberarbeitet, hei\u00dft es von der BIG dazu. \u201eAu\u00dferdem wurde die standardisierte Pr\u00fcfung zur Beurteilung von Projektpartnern, welche die BIG 2018 eingef\u00fchrt hat, mittlerweile nachgesch\u00e4rft und eine vertiefende Pr\u00fcfung etabliert.\u201c<\/p>\n<p>Dennoch: Dieser Deal habe Signa und Ren\u00e9 <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/rene-benko\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" um=\"\" postsparkasse=\"\" wegen=\"\" jagdeinladung=\"\" in=\"\" der=\"\" kritik=\"\" big-chef=\"\" verdiente=\"\" ein=\"\" drittel=\"\" mehr=\"\" als=\"\" bundeskanzler=\"\" e rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Benko<\/a> erm\u00f6glicht, den Baurechtszins von zuletzt j\u00e4hrlich 4,30 Millionen Euro f\u00fcr eine Fremdkapitalaufnahme von 250 Millionen Euro zu nutzen, obwohl die Immobilie lediglich einen Wert von bis zu 170 Millionen Euro hatte. Denn die BIG gilt als vertrauensw\u00fcrdiger Partner mit hoher Bonit\u00e4t.<\/p>\n<p>Die nachfolgende Neubewertung der Liegenschaft durch die Signa und die Fremdkapitalaufnahme liege nicht im Einflussbereich der BIG, hei\u00dft es von der staatlichen Beh\u00f6rde zur \u201ePresse\u201c. \u201eTatsache ist, dass der Baurechtszins, den die BIG entrichtet, gutachterlich \u00fcberpr\u00fcft wurde und in Anbetracht der Lage und der architektonischen Einmaligkeit des Geb\u00e4udes angemessen und wirtschaftlich ist.\u201c<\/p>\n<p>Die BIG vermietete das Geb\u00e4ude an Universit\u00e4ten und Forschungsinstitute. Allein in der gro\u00dfen Kassenhalle gehen t\u00e4glich Hunderte Menschen ein und aus, sie wird f\u00fcr Veranstaltungen und Kunstausstellungen sowie als Kaffeehaus genutzt. Gleichzeitig wird sie als Ort zum Austausch zwischen den eingemieteten Institutionen gut angenommen. F\u00fcr die Sanierung des Geb\u00e4udes nahm sie rund 46,8 Millionen Euro in die Hand. Das seien 23,1 Millionen Euro mehr gewesen als urspr\u00fcnglich geplant. Das habe die Wirtschaftlichkeit nachteilig beeinflusst, hei\u00dft es in dem Bericht. Das habe nicht nur finanzielle Auswirkungen auf die BIG selbst, sondern auch auf die \u00f6ffentlichen Einrichtungen, die der BIG Miete zu bezahlen hatten.   <\/p>\n<p>Die Mehrkosten seien laut der BIG entstanden, weil es \u201ezus\u00e4tzliche Bestellungen von eingemieteten Institutionen\u201c gab und sich s\u00e4mtliche Folgen der Covid-Pandemie ausgewirkt h\u00e4tten, darunter Materialknappheit und Lieferverz\u00f6gerungen sowie steigende Inflation und erh\u00f6hte Finanzierungs-, Material- und Personalkosten.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem nahm der Rechnungshof das Sal\u00e4r der BIG-Chefs ins Visier. Der BIG-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer-Bezug war 2023 ein Drittel h\u00f6her als der Bezug des Bundeskanzlers: Der Immobilienverwalter wird immer von zwei Gesch\u00e4ftsf\u00fchrern geleitet, wobei im \u00fcberpr\u00fcften Zeitraum insgesamt vier Personen diese Funktion innehatten. Eigentlich haben sich ihre Bez\u00fcge an jenen der Bundesbediensteten in vergleichbarer Verantwortung \u2013 etwa Sektionsleitungen \u2013 anzulehnen. Jedoch war der Bezug des BIG-Chefs um ein Drittel h\u00f6her als der Bezug des Bundeskanzlers. Bereits ohne erfolgsabh\u00e4ngige Bestandteile \u00fcberstiegen seine Jahresbez\u00fcge also die h\u00f6chstm\u00f6glichen Bez\u00fcge dieser Bundesbediensteten um 16 bis 95 Prozent; inklusive gew\u00e4hrter Boni um 79 bis 159 Prozent. 2023 \u00fcberstiegen ihre Jahresbez\u00fcge den Bezug des Bundeskanzlers um 18 bzw. 36 Prozent. Daher empfiehlt der Rechnungshof der \u00d6bag, sich an die Regelung des Stellenbesetzungsgesetzes anzupassen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Postsparkasse gilt als architektonisches Schmuckst\u00fcck Wiens. 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