{"id":56856,"date":"2026-03-21T00:46:14","date_gmt":"2026-03-21T00:46:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/56856\/"},"modified":"2026-03-21T00:46:14","modified_gmt":"2026-03-21T00:46:14","slug":"post-ag-baut-das-logistikzentrum-in-salzburg-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/56856\/","title":{"rendered":"Post AG baut das Logistikzentrum in Salzburg aus"},"content":{"rendered":"<p>Lange hat die Post AG einen passenden Standort f\u00fcr ein neues Logistikzentrum in Salzburg gesucht. Vor eineinhalb Jahren entschied sich das Unternehmen dann dazu, den vor 25 Jahren er\u00f6ffneten Standort in Wals-Siezenheim zu erweitern und zu modernisieren. Die Sortiermaschine f\u00fcr Pakete und Briefe hat ihre Lebenszeit schon \u00fcberschritten, das Geb\u00e4ude selbst ist zu klein f\u00fcr die steigende Anzahl an Paketen geworden.<\/p>\n<p>&#8222;Das Gesch\u00e4ft mit E-Commerce und Paketen entwickelt sich gewaltig nach vorne. Im Vorjahr haben wir mit 333 Millionen Paketen einen neuen Rekord in \u00d6sterreich aufgestellt&#8220;, betonte am Donnerstag Peter Umundum, stellvertretender Post-Chef und Vorstand f\u00fcr Paket &amp; Logistik. &#8222;80 Prozent der Mengen, die wir in \u00d6sterreich abwickeln, stammen aus dem Ausland. Darum ist auch der Standort in Salzburg so wichtig &#8211; weil er gute Anbindungen in die anderen Bundesl\u00e4nder oder etwa nach Deutschland hat.&#8220;<\/p>\n<p>Das Logistikzentrum in Wals-Siezenheim erh\u00e4lt neu ein Untergescho\u00df mit Tageslichteinfall und ein neues Erdgeschoss. Der Nachhaltigkeit soll mit einer PV-Anlage f\u00fcr eine h\u00f6here Eigenstromversorgung, einer thermischen Sanierung der Geb\u00e4udeh\u00fclle, einem Gr\u00fcndach und einer Fassadenbegr\u00fcnung entsprochen werden. Im Zentrum selbst sollen in Zukunft eine vollautomatische Entleerung der angelieferten Container, neue F\u00f6rdertechnik und unterschiedliche Sortieranlagen f\u00fcr Kleinpakete, normale Pakete und Sperrgut f\u00fcr einen raschen Paketumsatz sorgen.<\/p>\n<p>&#8222;Erstmals in Europa kommt auch ein sogenannter Matrixsorter zum Einsatz&#8220;, betonte Umundum. W\u00e4hrend klassische Sortieranlagen mit umlaufenden F\u00f6rderwagen arbeiten, die Sendungen aufnehmen und wieder abladen, basiere der Matrixsorter auf einem feinmaschigen Netz aus F\u00f6rderlinien mit mehreren Sortierpunkten. &#8222;Das spart nicht nur Platz, sondern erh\u00f6ht auch die Ausfallsicherheit. Wir rechnen mit einem Paketumsatz von 300.000 St\u00fcck pro Tag &#8211; mit Potenzial nach oben.&#8220;<\/p>\n<p>Auch Post-Generaldirektor Walter Oblin sprach am Donnerstag von einem wichtigen Meilenstein. &#8222;Die europ\u00e4ische Postindustrie ist im Umbruch. Die britische Post wurde k\u00fcrzlich an einen tschechischen Milliard\u00e4r verkauft, die d\u00e4nische Post hat die Briefzustellung eingestellt. Viele Postgesellschaften k\u00e4mpfen ums \u00dcberleben.&#8220;<\/p>\n<p>Die Post AG halte sich in diesem schwierigen Umfeld stabil und sei in den vergangenen Jahren gewachsen. &#8222;Wir haben eine klare Strategie. Wir wollen in \u00d6sterreich eine starke Post sein, aber auch in anderen Bereichen eine Grundversorgung bieten, etwa bei Finanzdienstleistungen und Telekommunikation. Und wir wollen mit einer starken Logistik international im Wachstumsfeld E-Commerce mitmischen.&#8220; So habe die Post AG vor einem Jahr ein Logistikzentrum in Istanbul er\u00f6ffnet, heuer folge eines in Budapest.<\/p>\n<p>&#8222;Der Schl\u00fcssel f\u00fcr die Wettbewerbsf\u00e4higkeit \u00d6sterreichs sind eine funktionierende Logistik und Infrastruktur&#8220;, betonte der beim Spatenstich anwesende Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (\u00d6VP). &#8222;Ich halte es f\u00fcr wichtig, dass ein Unternehmen wie die Post im Teileigentum der Republik \u00d6sterreich ist.&#8220; Denn die Frage der Logistikketten sei in einer immer mehr vernetzten und globalisierten Welt eine Schl\u00fcsselfrage f\u00fcr den Wirtschaftsstandort.<\/p>\n<p>Post-Personalvertreter rechneten am Donnerstag gegen\u00fcber der APA \u00fcbrigens nicht mit Auswirkungen auf den Personalstand von derzeit rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Standort. Sie gingen eher davon aus, dass sich die Arbeitsbedingungen nach der Fertigstellung verbessern werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Lange hat die Post AG einen passenden Standort f\u00fcr ein neues Logistikzentrum in Salzburg gesucht. 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