{"id":56893,"date":"2026-03-21T01:26:41","date_gmt":"2026-03-21T01:26:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/56893\/"},"modified":"2026-03-21T01:26:41","modified_gmt":"2026-03-21T01:26:41","slug":"toleranzgespraeche-2026-europa-im-widerstand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/56893\/","title":{"rendered":"Toleranzgespr\u00e4che 2026: Europa im Widerstand"},"content":{"rendered":"<p>pts20260319022 in Leben<\/p>\n<p>Er\u00f6ffnung mit Doron Rabinovici \u2013 Pl\u00e4doyer f\u00fcr verantwortungsvollen Dialog<\/p>\n<p>Klagenfurt (pts022\/19.03.2026\/15:00) <\/p>\n<p>Europa zwischen Autokratie und Diktatur, die EU im Demokratie-Dilemma: Wie umgehen mit den Allmachtsphantasien in Ost und West, und welche Antworten auf Energie- und Klimakrise sind jetzt f\u00e4llig? Bei den Europ\u00e4ischen Toleranzgespr\u00e4chen vom 17. bis 24. Mai 2026 im K\u00e4rntner Bergdorf Fresach suchen Expert\/innen aus Philosophie, Wissenschaft und Wirtschaft Auswege aus der Doppelm\u00fchle. <a href=\"http:\/\/www.fresach.org\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><a href=\"http:\/\/www.fresach.org\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">http:\/\/www.fresach.org<\/a><\/p>\n<p>Das Tagungsprogramm wurde am Donnerstag in Klagenfurt vorgestellt, und listet wieder einige bekannte Vortragende auf. So konnte der Historiker und Autor Doron Rabinovici f\u00fcr die Er\u00f6ffnungsrede gewonnen werden, mit am Podium sitzen Bestseller-Autor Dimitr\u00e9 Dinev, ARD-Korrespondentin Susanne Glass, die ungarische Politologin Melani Barlai und EU-Botschafter Thomas Peyker. Tickets f\u00fcr die Veranstaltungswoche k\u00f6nnen schon jetzt geordert werden, die moderaten Eintrittspreise bleiben unver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Wege aus der Extremismusfalle<\/p>\n<p>Kuratoriumspr\u00e4sident Hannes Swoboda zeigte sich bei der Programmvorstellung in Klagenfurt \u00fcberzeugt, dass es Auswege aus den Kriegen und Krisen der Gegenwart geben muss, dass dies aber ohne zivilen und auch politischen Widerstand gegen extremistische Positionen nicht funktionieren wird. &#8222;Bei allem \u00c4rger und Verdru\u00df \u00fcber die Verh\u00e4ltnisse muss dabei eines klar sein: Auch im Widerstand m\u00fcssen wir an das gro\u00dfe Ganze denken und Verantwortung zeigen. Auch im Widerstand muss man als Mensch agieren und den Menschen im Gegner sehen.&#8220;<\/p>\n<p>Der K\u00e4rntner Landesrat Daniel Fellner forderte in diesem Zusammenhang ein Ende von Ausgrenzung und Dialogverweigerung und appelllierte dazu, das Miteinander \u00fcber das Gegeneinander zu stellen. Das gehe am besten durchs Zuh\u00f6ren und die Suche nach politischem Konsens, um das Miteinander konstruktiv zu gestalten. Auch die neue Superintendentin Andrea Mattioli pl\u00e4dierte f\u00fcr eine aktive Zusammenschau und Reflexion von unterschiedlichen Positionen und Perspektiven, um m\u00f6gliche Konflikte bereits vor ihrem Entstehen zu entsch\u00e4rfen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Stadt Villach betonte Vizeb\u00fcrgermeisterin Gerda Sandriesser, dass der Widerstand gegen problematische Entwicklungen nicht nur B\u00fcrgerrecht, sondern B\u00fcrgerpflicht sei. Das habe die Geschichte schmerzhaft gezeigt. Diakonie-Rektorin Astrid K\u00f6rner erinnerte in ihrem Statement an die mangelnde Versorgung und Betreuung von Menschen in Not, die selbst nicht in der Lage seien, Widerstand zu leisten. Hier sei es eine wesentliche Aufgabe der Demokratie, hinzusehen, um deren Teilhabe und Teilgabe zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Wie weit darf Widerstand?<\/p>\n<p>&#8222;Widerstand und Verantwortung&#8220; ist der Titel der Toleranzgespr\u00e4che 2026, und wie weit er in Zeiten von zunehmendem Extremismus und Allmachtsdenken gehen kann und darf, werden die rund 40 Teilnehmer\/innen aus unterschiedlichesten Disziplinen beleuchten. Widerstand gegen Unrecht und Ungerechtigkeit muss ja nicht zwingend gewaltt\u00e4tig sein, in demokratischen Systemen gibt es daf\u00fcr eingespielte Prozesse. Doch wenn die Demokratie selbst bedroht ist, kann Nachgeben oder sogar Unterwerfung keine Antwort sein.<\/p>\n<p>Dass widerst\u00e4ndiges Denken wieder in Mode gekommen ist, hat mit den krisenhaften Entwicklungen der letzten Jahre zu tun. Pl\u00f6tzlich sind die Autorinnen und Autoren der Kriegs- und Nachkriegsgeneration wieder en vogue, die seinerzeit mit Worten und B\u00fcchern gegen den Faschismus und Stalinismus gek\u00e4mpft haben. Ob von ihnen Anleitungen, oder zumindest Anregungen f\u00fcr die Jetztzeit zu bekommen sind, werden die Diskussions- und Podiumsrunden in Villach und Fresach zeigen.<\/p>\n<p>Aufbruch zu Pfingsten<\/p>\n<p>Er\u00f6ffnet wird die Dialogwoche mit einem GehDENK-Konzert am 17. Mai aus Anlass des 100. Geburtstages von Ingeborg Bachmann, die zeitlebens gegen die &#8222;herrschenden Verh\u00e4ltnisse&#8220; anschrieb. Das Toleranzforum am 20. Mai in Villach findet dieses Jahr im Paracelsus-Saal des Rathauses statt (14 bis 21 Uhr), mit AHS-Sch\u00fclern ebenso wie Top-Autorinnen. Das ganzt\u00e4gige Europaforum am 21. Mai in Fresach wird sich Themen wie Revolution und Revolte, Widerstand und Feindesliebe widmen, das Wirtschaftsform am 22. Mai dem Aufbegehren gegen BigTech und digitale Destruktion, zunehmende B\u00fcrokratie und Regulierung sowie dem Kampf f\u00fcr die Rechte der Natur.<\/p>\n<p>Zum Jahresthema Widerstand &amp; Verantwortung gibt es auch eine Sonderausstellung im Evangelischen Museum Fresach. Die #ETG26 werden von Stadt Villach, Land K\u00e4rnten, Evangelischer Kirche und Kunstministerium unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ischen Toleranzgespr\u00e4che <br \/>Die Europ\u00e4ischen Toleranzgespr\u00e4che finden seit 2015 allj\u00e4hrlich zu Pfingsten statt und behandeln gesellschaftliche Entwicklungen und politische Bildung zu Fragen der sozialen Integration, Demokratie und Menschenrechte. Die Gespr\u00e4che haben ihren Ursprung in den Fresacher Schriftstellertagungen, die von 1972 bis 1996 unter der \u00c4gide des K\u00e4rntner SchriftstellerInnenverbands (KSV) stattfanden. Die Diskussionen werden live aufgezeichnet und auf fresach.org, YouTube und Facebook gestreamt.<\/p>\n<p>DENK.RAUM.FRESACH<br \/>Dr. Wilfried Seywald | Pressekontakt<br \/>Anmeldung: presse@fresach.org<br \/>Tel.: 0699 18 11 4006<\/p>\n<p>Spendenkonto: K\u00e4rntner Sparkasse: IBAN AT81 2070 6046 0027 0492.<\/p>\n<p>Fotos zur Programmvorstellung der Europ\u00e4ischen Toleranzgespr\u00e4che 2026 in Klagenfurt stehen <a href=\"https:\/\/fotodienst.pressetext.com\/album\/3839\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">hier<\/a> als Download kostenfrei zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p> (Ende)<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.fresach.org\" rel=\"external nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/1774056401_371_logo.png\" alt=\"Denk.Raum.Fresach\" title=\"Denk.Raum.Fresach\"\/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"pts20260319022 in Leben Er\u00f6ffnung mit Doron Rabinovici \u2013 Pl\u00e4doyer f\u00fcr verantwortungsvollen Dialog Klagenfurt (pts022\/19.03.2026\/15:00) Europa zwischen Autokratie und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":56894,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[76,75,74,2197,23159,9979,3191],"class_list":{"0":"post-56893","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-europa","8":"tag-eu","9":"tag-europa","10":"tag-europe","11":"tag-kaernten","12":"tag-toleranzgespraeche","13":"tag-verantwortung","14":"tag-widerstand"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116264565690358454","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/56893","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=56893"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/56893\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/56894"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=56893"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=56893"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=56893"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}