{"id":58031,"date":"2026-03-21T17:44:34","date_gmt":"2026-03-21T17:44:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/58031\/"},"modified":"2026-03-21T17:44:34","modified_gmt":"2026-03-21T17:44:34","slug":"weltwassertag-stadt-wien-und-global-2000-sauberes-trinkwasser-fuer-kriegsgebeutelte-kinder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/58031\/","title":{"rendered":"Weltwassertag \u2013 Stadt Wien und GLOBAL 2000: Sauberes Trinkwasser f\u00fcr kriegsgebeutelte Kinder"},"content":{"rendered":"<p> Gemeinsames Umweltprojekt sichert Kindern in der Ukraine nachhaltige Hilfe <\/p>\n<p>Zum Weltwassertag erinnert das Umweltprojekt \u201eKinder- und Umwelthilfe Ukraine\u201c von GLOBAL 2000 gemeinsam mit der Stadt Wien \u2013 Wiener Wasser daran, dass sauberes Trinkwasser selbst in Europa keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit ist. W\u00e4hrend in \u00d6sterreich Wasser direkt aus der Leitung getrunken werden kann, m\u00fcssen viele Menschen in der Ukraine Trinkwasser teuer kaufen, in Kanistern transportieren oder auf unsichere Quellen zur\u00fcckgreifen.<\/p>\n<p>Seit dem Start des Projekts im Jahr 2008 finanzierte die Stadt Wien \u2013 Wiener Wasser 170 Wasseraufbereitungsanlagen \u2013 ein entscheidender Beitrag f\u00fcr mehr als 180.000 Menschen, darunter besonders schutzbed\u00fcrftige Gruppen wie Kinder mit Behinderungen, Waisen, schwangere Frauen, Patient:innen in Krankenh\u00e4usern oder Binnenvertriebene.<\/p>\n<p>F\u00fcr Juliana Matusova, Projektleiterin von \u201eKinder- und Umwelthilfe Ukraine\u201c von GLOBAL 2000, zeigt das Projekt, wie langfristige internationale Zusammenarbeit konkrete Verbesserungen bewirken kann.<\/p>\n<p>\u201eAuch 2025 konnte unser gemeinsames Projekt mit der Stadt Wien in der Ukraine fortgesetzt werden. Wir haben weitere neun Anlagen installiert, vor allem in Bildungseinrichtungen, und damit mehreren tausend Kindern Zugang zu sauberem Trinkwasser erm\u00f6glicht. Unsere Hilfe ist nachhaltig und wird auch nach einem hoffentlich baldigen Ende des Krieges den Menschen in der Ukraine zugutekommen.\u201c<\/p>\n<p>Die Nachfrage sei gro\u00df: \u201eViele Einrichtungen kennen das Projekt bereits und m\u00f6chten ebenfalls eine Anlage erhalten. Gemeinsam mit lokalen Beh\u00f6rden bereiten wir derzeit die n\u00e4chste Projektphase mit weiteren Installationen in der Region vor.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDer Zugang zu sauberem Trinkwasser ist ein Menschenrecht. Gemeinsam mit GLOBAL 2000 setzen wir uns daf\u00fcr ein, dass dieses Recht f\u00fcr viele Menschen in den kriegsgebeutelten Gebieten der Ukraine verwirklicht wird\u201c, betont Wiens Klimastadtrat J\u00fcrgen Czernohorszky.<\/p>\n<p>Die Stadt Wien unterst\u00fctze das Projekt \u201eKinder- und Umwelthilfe Ukraine\u201c bereits seit vielen Jahren, erkl\u00e4rt Czernohorszky: \u201eSo konnten wir gemeinsam schon zehntausenden Menschen in jenen Gebieten der Ukraine helfen, die besonders schwer von der Katastrophe von Tschernobyl betroffen waren.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEine stabile Versorgung mit sauberem Wasser ist entscheidend f\u00fcr die Gesundheit und Entwicklung von Kindern. Deshalb sehen wir es als unsere Verantwortung, die Ukraine bei der Sicherung ihrer Grundversorgung zu unterst\u00fctzen\u201c, sagt Paul Hellmeier, Chef von Wiener Wasser.<\/p>\n<p> Logistische Meisterleistung <\/p>\n<p>Um die logistischen Herausforderungen im Krieg besser zu bew\u00e4ltigen, arbeitet GLOBAL 2000 seit drei Jahren mit einem ukrainischen Hersteller zusammen \u2013 einer Tochter des \u00f6sterreichischen Unternehmens BWT AG. Die Kooperation erm\u00f6glicht moderne Technologie bei gleichzeitig kurzen Lieferwegen.<\/p>\n<p>Auch Yuliia Konotoptseva, Direktorin der Stiftung vor Ort, betont die Bedeutung solcher Programme f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung:<\/p>\n<p>\u201eN\u00e4chtliche Drohnenangriffe, st\u00e4ndiger Alarm und psychischer Dauerstress geh\u00f6ren hier zum Alltag. Wir k\u00f6nnen die Entscheidung der Menschen, in ihrer Heimat zu bleiben, nicht \u00e4ndern. Aber wir k\u00f6nnen dazu beitragen, ihre Lebensqualit\u00e4t zu verbessern \u2013 besonders f\u00fcr Kinder.\u201c<\/p>\n<p>Sauberes Wasser bleibt damit auch im 21. Jahrhundert keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit \u2013 selbst in Europa. Projekte wie dieses zeigen jedoch, wie internationale Zusammenarbeit konkret helfen kann, Gesundheit zu sch\u00fctzen und Hoffnung zu geben.<\/p>\n<p> Einblicke direkt hinter die Frontlinie  <\/p>\n<p>Die Situation ist besonders in der Region Charkiw dramatisch. Die Stadt steht seit Beginn des russischen Angriffskrieges unter st\u00e4ndigem Beschuss. Raketen und Drohnen treffen regelm\u00e4\u00dfig zivile Infrastruktur \u2013 mit langfristigen Folgen f\u00fcr Umwelt, B\u00f6den und Wasser.<\/p>\n<p>\u201eSauberes Trinkwasser ist f\u00fcr unsere Arbeit von entscheidender Bedeutung. Schon vor mehr als zehn Jahren wurde in unserem Kinderkrankenhaus eine Wasseraufbereitungsanlage installiert, damit kranke Kinder Wasser ohne Schwermetalle und andere sch\u00e4dliche Stoffe erhalten. Damals waren wir eine der ersten Einrichtungen in der Region\u201c, sagt Maryna Kutscherenko, Medizinische Direktorin f\u00fcr Kinderheilkunde im St\u00e4dtischen Krankenhaus Nr. 25 in Charkiw.<\/p>\n<p>Heute habe die Anlage eine noch gr\u00f6\u00dfere Bedeutung: \u201eDurch Raketenangriffe gelangen giftige Stoffe in die Umwelt. F\u00fcr Kinder \u2013 besonders f\u00fcr schwerkranke Kinder \u2013 ist jede zus\u00e4tzliche Belastung ein Risiko.\u201c<\/p>\n<p>Wie wichtig sichere Wasserversorgung im Krieg sein kann, zeigte sich bereits zu Beginn der gro\u00dffl\u00e4chigen Invasion 2022. Damals lebten viele \u00c4rztinnen, \u00c4rzte und Mitarbeitende direkt im Krankenhaus, weil der \u00f6ffentliche Verkehr nicht funktionierte. Auch Kinder mit ihren Eltern und Bewohner:innen aus der Umgebung suchten dort Schutz.<\/p>\n<p>\u201eDie funktionierende Wasseraufbereitung war in dieser Zeit lebenswichtig \u2013 f\u00fcr medizinische Behandlungen, f\u00fcr die Zubereitung von Nahrung und f\u00fcr den Alltag im Krankenhaus\u201c, so Kutscherenko. Auch im Regionalen Klinischen Zentrum f\u00fcr medizinische Rehabilitation und palliative Hilfe f\u00fcr Kinder \u201eHippokrates\u201c in Charkiw zeigt sich, wie entscheidend der Zugang zu sauberem Wasser ist.<\/p>\n<p>\u201eDie n\u00e4chste artesische Quelle liegt in Sarzhyn Jar \u2013 etwa 14 Kilometer entfernt\u201c, erz\u00e4hlt Direktor Roman Marabjan. \u201eViele unserer Kinder erhalten spezielle medizinische Nahrung mit exakt abgestimmten Anteilen von Vitaminen, Mineralstoffen und Proteinen. Diese darf nur mit \u00f6kologisch sicherem, mineralisiertem Wasser zubereitet werden.\u201c<\/p>\n<p>Fr\u00fcher bedeutete das f\u00fcr das Personal eine enorme Belastung. Wasser musste organisiert, transportiert und in gro\u00dfen Beh\u00e4ltern in die Einrichtung getragen werden \u2013 oft mehrere hundert Liter t\u00e4glich. \u201eWir suchten Transportm\u00f6glichkeiten, fuhren zu Quellen und baten Freiwillige um Unterst\u00fctzung. Seit der Installation der Wasseraufbereitungsanlage hat sich unsere Situation grundlegend ver\u00e4ndert\u201c, sagt Marabjan. \u201eHeute steht sauberes Wasser direkt im Zentrum zur Verf\u00fcgung.\u201c<\/p>\n<p>Pressebilder zu dieser Aussendung sind in K\u00fcrze unter <a href=\"https:\/\/presse.wien.gv.at\/bilder\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\">https:\/\/presse.wien.gv.at\/bilder<\/a> abrufbar. (Schluss)<\/p>\n<p> R\u00fcckfragehinweis f\u00fcr Medien   <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gemeinsames Umweltprojekt sichert Kindern in der Ukraine nachhaltige Hilfe Zum Weltwassertag erinnert das Umweltprojekt \u201eKinder- und Umwelthilfe Ukraine\u201c&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":58032,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[28],"tags":[732,1555,46,42,9969,1250,44,181,7135,182],"class_list":{"0":"post-58031","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wien","8":"tag-ukraine","9":"tag-umwelt","10":"tag-at","11":"tag-austria","12":"tag-czernohorszky","13":"tag-kinder","14":"tag-oesterreich","15":"tag-vienna","16":"tag-wasser","17":"tag-wien"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116268411362869836","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58031","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=58031"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58031\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/58032"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=58031"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=58031"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=58031"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}