{"id":58513,"date":"2026-03-22T00:42:15","date_gmt":"2026-03-22T00:42:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/58513\/"},"modified":"2026-03-22T00:42:15","modified_gmt":"2026-03-22T00:42:15","slug":"kuenstler-unterlaeuft-fehler-bei-neuer-einstein-skulptur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/58513\/","title":{"rendered":"K\u00fcnstler unterl\u00e4uft Fehler bei neuer Einstein-Skulptur"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Misstrauisch blickt der durchsichtige <a data-li-document-ref=\"3411677\" href=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/regional\/ulm-alb-donau\/ulmer-expertin-das-haette-sich-albert-einstein-zum-geburtstag-gewuenscht-3411677\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Albert Einstein<\/a> in die Kamera, als h\u00e4tte er schon damals fest damit gerechnet, dass ihm selbst im 21. Jahrhundert noch jemand ein R\u00e4tsel aufgeben w\u00fcrde. Mit der Relativit\u00e4t von Raum und Zeit hat das falsche Geburtsdatum auf dem Betonklotz neben ihm aber nichts zu tun. Schuld ist viel mehr ein Zahlendreher des K\u00fcnstlers Ralf Milde, der den Nobelpreistr\u00e4ger aus Acryl entworfen hat.<\/p>\n<p>Einstein-Selfie-Point: K\u00fcnstler unterl\u00e4uft Zahlendreher<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Als dieser kurz vor der offiziellen Einweihung des neuen Selfie-Points am Ulmer Weinhof n\u00e4mlich noch ein paar letzte Handgriffe durchf\u00fchren wollte und dabei auch das Geburtsdatum des weltbekannten Physikers auf dem Betonpfosten hinterlie\u00df, unterlief ihm tats\u00e4chlich ein Fehler. Aus dem wahrhaftigen Geburtsjahr von 1879 wurde ein 1897. \u201eIch wollte nur die Leute testen, wie aufmerksam sie die Info lesen\u201c, witzelte Milde hinterher im Gespr\u00e4ch mit der Schw\u00e4bischen Zeitung. \u201eNein, ich war einfach unaufmerksam und musste Tage darauf nochmal nachbessern.\u201c<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Seit dem vergangenen Samstag, dem 147. Geburtstag von Einstein, steht sie nun auf dem Weinhof, die \u00fcber zwei Meter hohe Acrylglas-Skulptur des ber\u00fchmten Sohnes der Stadt Ulm. Einheimische und Touristen k\u00f6nnen sich hier unweit des Museums \u201eDie Einsteins\u201c k\u00fcnftig mit dem weltbekannten Physiker ablichten lassen. Die Idee f\u00fcr den sogenannten Selfie-Point stammt aus dem Ulmer Gemeinderat, realisiert worden ist dieser wiederum von K\u00fcnstler und FDP-Stadtrat Ralf Milde. Der Acryl-Albert soll die Menschen in Ulm fortan daran erinnern, dass Einstein am 14. M\u00e4rz 1879 tats\u00e4chlich in dieser Stadt das Licht der Welt erblickt hat.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/70027a95-cfe8-4736-9735-a45c2bc5c500.jpg\" loading=\"lazy\" alt=\"SPD-Mann Martin Rivoir (zweiter von links) und K\u00fcnstler Ralf Milde (dritter von rechts).\"\/><img decoding=\"async\" alt=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" class=\"sm:tw-w-9 sm:tw-h-9\" src=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/_next\/static\/media\/imageExpand.10dba927.svg\"\/><\/p>\n<p>SPD-Mann Martin Rivoir (zweiter von links) und K\u00fcnstler Ralf Milde (dritter von rechts). (Foto: Stadtarchiv Ulm, Nadja Wollinsky)<\/p>\n<p>Einstein in Ulm: \u201eWichtige Marke, genau wie das M\u00fcnster\u201c<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-10 tw-py-2 tw-border-t tw-mb-0 tw-text-title-md tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-10 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">\u201eViele Menschen wissen gar nicht, dass Albert Einstein hier in Ulm geboren ist\u201c, sagt Milde selbst. \u201eDabei ist der Mann f\u00fcr die Stadt eine wichtige Marke, genauso wie das Ulmer M\u00fcnster. Es wird Zeit, darauf st\u00e4rker aufmerksam zu machen\u201c, bekr\u00e4ftigt er.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Der erste Ansto\u00df f\u00fcr das Projekt kam bereits vor Jahren. Martin Rivoir, Ulmer SPD-Stadtrat und bis zuletzt Abgeordneter im Landtag, k\u00e4mpfte nahezu ein Jahrzehnt f\u00fcr die Realisierung eines Einstein-Fotospots in dessen Geburtsstadt. \u201eWas lange w\u00e4hrt, wird endlich gut\u201c, zeigte sich Rivoir nun begeistert von der Umsetzung. Selbstredend geh\u00f6rte der langj\u00e4hrige Bef\u00fcrworter zu den Allerersten, die sich mit dem \u00fcberlebensgro\u00dfen Einstein ablichten lie\u00dfen. Ehrensache, befand Rivoir.<\/p>\n<p>Warum Selfie-Einstein keine Zunge zeigt<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Was die Darstellung des Acryl-Alberts betrifft, hat sich der Sch\u00f6pfer des neuen Selfie-Points im Vorfeld reichlich Gedanken gemacht, wie Ralf Milde erz\u00e4hlt. Auf die ber\u00fchmte herausgestreckte Zunge, mit der Einstein h\u00e4ufig dargestellt wird, habe er bewusst verzichtet. \u201eIch finde das total albern\u201c, betonte der K\u00fcnstler im Gespr\u00e4ch. \u201eDer Albert, den wir hier zeigen, sitzt mit einer gewissen W\u00fcrde da.\u201c Freilich stehe es k\u00fcnftig jedem Hobby-Fotografen frei, die eigene Zunge f\u00fcr ein Selfie mit dem Nobelpreistr\u00e4ger in die Kamera zu strecken. \u201eMeins ist es aber nicht. Und ich bin froh, darauf verzichtet zu haben. Es passt einfach nicht.\u201c<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Auch die Gr\u00f6\u00dfe der Skulptur sei Milde bei seiner Sch\u00f6pfung wichtig gewesen. \u201eDas hat ebenfalls etwas mit W\u00fcrde zu tun\u201c, bekr\u00e4ftigt er. Zwar pr\u00e4sentiert der K\u00fcnstler seinen Albert Einstein in einer sitzenden Position, \u201eeinfach, damit man sich zu ihm setzen kann\u201c, wie er erkl\u00e4rt. Aber: In der Vergangenheit sei Einstein h\u00e4ufig von Kunstschaffenden gar \u201everzwergt\u201c worden, kritisiert der Ulmer. \u201eDas wird ihm nicht gerecht.\u201c<\/p>\n<p>Selfie-Spot: So ist der Acryl-Albert entstanden<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Seine Zwei-Meter-Skulptur \u00fcberragt nun die meisten K\u00f6pfe neben ihr und besteht aus massivem Acrylglas. Verwendet wurden zwei Platten mit jeweils drei Zentimetern Dicke, die gelasert wurden, und dadurch eine gewisse Transparenz haben, wie Ralf Milde erkl\u00e4rt. Insgesamt wiege die Installation mit ihren Betonf\u00fc\u00dfen etwa 600 Kilogramm und sei so konzipiert, dass sie nicht einfach verschoben werden k\u00f6nne.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/d761d0b4-9684-4d72-b616-5cc7ca5cee00.jpg\" loading=\"lazy\" alt=\"Aktuell sitzt der transparente Albert Einstein noch am Ulmer Weinhof. Aber nicht mehr lange.\"\/><img decoding=\"async\" alt=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" class=\"sm:tw-w-9 sm:tw-h-9\" src=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/_next\/static\/media\/imageExpand.10dba927.svg\"\/><\/p>\n<p>Aktuell sitzt der transparente Albert Einstein noch am Ulmer Weinhof. Aber nicht mehr lange. (Foto: Stadtarchiv Ulm, Nadja Wollinsky)<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-10 tw-py-2 tw-border-t tw-mb-0 tw-text-title-md tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-10 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Lange stehen bleiben soll der durchsichtige Einstein am Weinhof allerdings nicht. Bereits in wenigen Wochen wird der Selfie-Spot stattdessen an die Ulmer Sedelh\u00f6fe umziehen. Dort, unweit des Hauptbahnhofes, wo Bahnreisende auf ihrem Weg in die Ulmer Innenstadt heute zwangsl\u00e4ufig vorbeikommen, befand sich einst das Geburtshaus der Familie Einstein. \u201eEs geht darum, die Botschaft breit ankommen zu lassen\u201c, meint der K\u00fcnstler. \u201eDort werden sicher mehr Fotos entstehen, als am Weinhof.\u201c<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Die Kosten f\u00fcr die Skulptur belaufen sich laut dem K\u00fcnstler auf etwa 15.000 Euro netto und wurden von der Stadt Ulm finanziert. \u201eDas ist vergleichsweise g\u00fcnstig\u201c, erkl\u00e4rt Milde. \u201eH\u00e4tten wir den Entwurf ausgeschrieben, w\u00e4ren wir bei mindestens 100.000 Euro gelandet. So konnten wir es in einem \u00fcberschaubaren Rahmen und auch schneller realisieren.\u201c<\/p>\n<p>Bekommt auch Hildegard Knef einen Selfie-Spot?<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Das Konzept des Einstein-Selfie-Points k\u00f6nnte nach dem Empfinden von Ralf Milde im \u00dcbrigen auch auf weitere Pers\u00f6nlichkeiten der Stadt angewendet werden: So bringt der K\u00fcnstler etwa den Gedanken ins Spiel, eine \u00e4hnliche Installation f\u00fcr die ber\u00fchmte deutsche Schauspielerin Hildegard Knef zu entwickeln. Wie Einstein erblickte auch sie einst das Licht der Welt in Ulm. Passenderweise hatte sich in diesem Fall ebenfalls bereits der SPD-Mann Martin Rivoir daf\u00fcr eingesetzt, Knef ein w\u00fcrdiges Denkmal in ihrer Geburtsstadt zu verschaffen. \u201eVor einigen Jahren wurde der Platz vor dem Kongresszentrum nach ihr benannt\u201c, schreibt der Fraktionsvorsitzende dazu in einem Antrag. \u201eAu\u00dfer einem in die Jahre gekommenen Stra\u00dfenschild erinnert an diesem tristen Platz nichts an Hildegard Knef.\u201c Vielleicht liegt die L\u00f6sung auch hier in einer \u00fcberlebensgro\u00dfen Hildegard aus Acryl. Nur zur Sicherheit: sie wurde im Jahr 1925 geboren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Misstrauisch blickt der durchsichtige Albert Einstein in die Kamera, als h\u00e4tte er schon damals fest damit gerechnet, dass&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":58514,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26],"tags":[13094,158,157,46,42,159,23822,23830,23826,147,23828,18553,8812,23829,23833,23832,161,160,23831,44,23827,23824,23823,23825,23821,148],"class_list":{"0":"post-58513","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-albert-einstein","9":"tag-art","10":"tag-art-and-design","11":"tag-at","12":"tag-austria","13":"tag-design","14":"tag-einstein","15":"tag-einstein-in-ulm","16":"tag-einstein-selfie","17":"tag-entertainment","18":"tag-fauxpas","19":"tag-fehler","20":"tag-foto","21":"tag-geburtsdatum","22":"tag-geburtsdatum-albert-einstein","23":"tag-geburtshaus-einstein","24":"tag-kunst","25":"tag-kunst-und-design","26":"tag-martin-rivoir","27":"tag-oesterreich","28":"tag-ralf-milde","29":"tag-selfie","30":"tag-selfie-point","31":"tag-selfie-spot","32":"tag-ulm","33":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116270054949631964","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58513","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=58513"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58513\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/58514"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=58513"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=58513"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=58513"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}