{"id":58529,"date":"2026-03-22T01:03:13","date_gmt":"2026-03-22T01:03:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/58529\/"},"modified":"2026-03-22T01:03:13","modified_gmt":"2026-03-22T01:03:13","slug":"kill-2006-brachte-neuen-wind-in-die-segel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/58529\/","title":{"rendered":"KILL (2006) brachte neuen Wind in die Segel"},"content":{"rendered":"<p>Wenn eine Band wie <a href=\"https:\/\/www.metal-hammer.de\/artists\/cannibal-corpse\/artist-news\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Cannibal Corpse<\/a> ihr zehntes Studioalbum ver\u00f6ffentlicht, k\u00f6nnte man meinen, sie w\u00fcrde sich auf Routine ausruhen. Doch als die US\u2011Amerikaner aus Florida im M\u00e4rz 2006 \u00fcber Metal Blade Records ihr Werk KILL loslie\u00dfen, war schnell klar: Hier passiert etwas, das die Diskografie der Death-Metaller nachhaltig ver\u00e4ndern w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Die R\u00fcckkehr von Rob Barrett<\/p>\n<p>Ein entscheidender Faktor f\u00fcr diesen Wendepunkt war die R\u00fcckkehr von Gitarrist Rob Barrett. Er hatte die Band bereits zwischen 1993 und 1997 gepr\u00e4gt und war auf Klassikern wie THE BLEEDING (1994) und VILE (1996) zu h\u00f6ren. 2005 kehrte er zur\u00fcck, und KILL wurde das erste Studioalbum seit einem Jahrzehnt, auf dem seine Handschrift wieder pr\u00e4sent war.<\/p>\n<p>Bassist <a href=\"https:\/\/www.metal-hammer.de\/themen\/alex-webster\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Alex Webster<\/a> brachte es im Interview mit <a href=\"http:\/\/www.chroniclesofchaos.com\/articles.aspx?id=1-921\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Chronicles Of Chaos<\/a> auf den Punkt. Er erkl\u00e4rte, dass der Weggang von Gr\u00fcndungsgitarrist <a href=\"https:\/\/www.metal-hammer.de\/themen\/jack-owen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jack Owen<\/a> zwar menschlich schade, musikalisch aber eine Art Befreiungsschlag gewesen sei. Owen habe gro\u00dfartige Songs geschrieben, doch seine Motivation sei zuletzt geschwunden, sein Material immer geradliniger und langsamer geworden. Webster sagte:<\/p>\n<p>\u201eWir wussten, dass wir dieses Mal eine enorme Verbesserung erzielen w\u00fcrden. Wir wussten, dass das neue Album schneller und komplexer werden w\u00fcrde als alles, was wir auf den letzten paar Alben gemacht haben.\u201c<\/p>\n<p>Mit Barrett zur\u00fcck im Line\u2011up und einem frischen Fokus entstand ein Album, das technisch anspruchsvoller, aggressiver und energiegeladener war als vieles, was Cannibal Corpse in den Jahren zuvor ver\u00f6ffentlicht hatten.<\/p>\n<p>Empfehlungen der Redaktion<\/p>\n<p>Erik Rutan am Steuer<\/p>\n<p>Produziert wurde KILL\u00a0von <a href=\"https:\/\/www.metal-hammer.de\/themen\/erik-rutan\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Erik Rutan<\/a>, bekannt durch seine Arbeit mit Hate Eternal und sp\u00e4ter selbst Gitarrist bei Cannibal Corpse. Rutan ist ber\u00fcchtigt f\u00fcr seinen kompromisslosen Sound \u2013 und genau das h\u00f6rt man. KILL klingt sch\u00e4rfer, brutaler und gleichzeitig klarer als seine Vorg\u00e4nger. Die Produktion ist ein Schlag ins Gesicht \u2013 aber einer, der pr\u00e4zise gef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>Musikalische Neuerungen: Tiefer gestimmt, h\u00e4rter getroffen<\/p>\n<p>Ein besonderes Detail: Zum ersten Mal stimmte die Band alle Instrumente auf die Gis-Stimmung. Diese \u00c4nderung verleiht dem Album eine zus\u00e4tzliche Schwere und Bedrohlichkeit. Die Riffs wirken massiver, die Atmosph\u00e4re dunkler, die gesamte Klangwand noch gnadenloser. F\u00fcr eine Band, die ohnehin f\u00fcr Extremit\u00e4t steht, war das ein wirkungsvoller Schritt.<\/p>\n<p>Charts, Erfolge und ein Fan\u2011Liebling<\/p>\n<p>KILL war das zweite Album der Band, das den Sprung in die Billboard 200 schaffte \u2013 wenn auch \u201enur\u201c auf Platz 170. In Deutschland erreichte es immerhin Platz 59. F\u00fcr eine Death Metal\u2011Band, deren Musik bewusst unkommerziell bleibt, ist das ein beachtliches Zeichen f\u00fcr die Loyalit\u00e4t ihrer Fanbase.<\/p>\n<p>Und diese Fanbase bekam, was sie wollte: rohe Gewalt, technische Pr\u00e4zision und Songs, die bis heute zu den beliebtesten der Band geh\u00f6ren. Allen voran \u2018Make Them Suffer\u2019, ein Lied, das live regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr kollektives Ausrasten sorgt.<\/p>\n<p>Wer die europ\u00e4ische Ausgabe des Albums kaufte, bekam zus\u00e4tzlich eine DVD mit einem Konzertmitschnitt aus Stra\u00dfburg (2004). Ein sch\u00f6nes Zeitdokument, das zeigt, wie ungebremst die Band auch in der Phase vor KILL auf der B\u00fchne agierte.<\/p>\n<p>Ein Cover ohne Gore \u2013 und warum das wichtig war<\/p>\n<p>\u00dcberraschend war das Artwork: Zum ersten Mal verzichtete die Band auf expliziten Gore. Keine Ged\u00e4rme, keine Leichen, keine Splatter\u2011Szenen. Nur ein einziges Wort prangt auf dem Cover: \u201eKill\u201c,\u00a0in unmissverst\u00e4ndlich gro\u00dfen Lettern.<\/p>\n<p>Der Grund daf\u00fcr war pragmatisch: Die Band konnte sich nicht auf ein Motiv einigen und entschied schlie\u00dflich, dass die Musik im Mittelpunkt stehen sollte. S\u00e4nger <a href=\"https:\/\/www.metal-hammer.de\/themen\/corpsegrinder\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">George \u201eCorpsegrinder\u201c Fisher<\/a> formulierte es einmal so: \u201eEs gibt keine erh\u00e4ngten Babies, kein Folter\u2011Cover voller Leichen, keine Toten, die Sex haben. Da steht einfach nur \u201aKill\u2018.\u201c Ein minimalistisches Statement, das paradoxerweise brutaler wirkt als manches Splatter\u2011Gem\u00e4lde.<\/p>\n<p>Ein Wendepunkt in der Diskografie<\/p>\n<p>R\u00fcckblickend herrscht weitgehend Einigkeit: KILL markiert einen Neustart. Nach einigen Alben, die von Fans oft als solide, aber nicht herausragend beschrieben wurden, kehrte die rohe Energie der fr\u00fchen Jahre zur\u00fcck. Die Band klang wieder hungrig, fokussiert und gef\u00e4hrlich.\u00a0Mit 13 Liedern und einer Laufzeit von rund 42 Minuten liefert das Quintett ein Album ohne F\u00fcllmaterial \u2013 ein Werk, das bis heute als eines der st\u00e4rksten Kapitel in der Geschichte von Cannibal Corpse gilt.<\/p>\n<p>\u2014<br \/>Bestens informiert \u00fcber dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr au\u00dferdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch \u00fcbersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. <a href=\"https:\/\/www.metal-hammer.de\/news\/newsletter\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Einfach anmelden<\/a>, damit euch auch sicher nichts entgeht.<br \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/bdac54454cb64a8baffcbdc260be95e6.gif\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wenn eine Band wie Cannibal Corpse ihr zehntes Studioalbum ver\u00f6ffentlicht, k\u00f6nnte man meinen, sie w\u00fcrde sich auf Routine&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":58530,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[23838,23839,46,42,8964,147,17988,913,23840,153,154,44,23841,148],"class_list":{"0":"post-58529","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-musik","8":"tag-23838","9":"tag-alex-webster","10":"tag-at","11":"tag-austria","12":"tag-cannibal-corpse","13":"tag-entertainment","14":"tag-jack-owen","15":"tag-jahrestag","16":"tag-kill","17":"tag-music","18":"tag-musik","19":"tag-oesterreich","20":"tag-rob-barrett","21":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116270137574104858","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58529","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=58529"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58529\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/58530"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=58529"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=58529"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=58529"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}