{"id":61099,"date":"2026-03-23T11:23:11","date_gmt":"2026-03-23T11:23:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/61099\/"},"modified":"2026-03-23T11:23:11","modified_gmt":"2026-03-23T11:23:11","slug":"staedte-im-fokus-europaeische-initiative-zur-kardiovaskulaeren-praevention","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/61099\/","title":{"rendered":"St\u00e4dte im Fokus: Europ\u00e4ische Initiative zur kardiovaskul\u00e4ren Pr\u00e4vention"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" class=\"articleimage lazy-load\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/kardiovaskulaerer-schutz.webp.webp\" alt=\"Kardiovaskul\u00e4rer Schutz\" title=\"Kardiovaskul\u00e4rer Schutz\"\/> <\/p>\n<p>Kardiovaskul\u00e4re Last in Europa: Hohe Mortalit\u00e4t und \u00f6konomische Belastung<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.gelbe-liste.de\/kardiologie\/herzkrankheiten\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kardiovaskul\u00e4re Erkrankungen<\/a> (Cardiovascular disease, CVD) sind weltweit f\u00fchrende Todesursache und gehen in der EU mit erheblichen direkten und indirekten Kosten einher. Sch\u00e4tzungen zufolge \u00fcbersteigen die gesamtwirtschaftlichen Belastungen die j\u00e4hrlichen EU Haushaltsmittel. St\u00e4dte sind besonders betroffen: Rund drei Viertel der Europ\u00e4er leben urban, wo sozio\u00f6konomische Faktoren, begrenzter Zugang zu Versorgung und ung\u00fcnstige Lebensstilbedingungen das Risiko b\u00fcndeln. Diese Last trifft \u00fcberproportional benachteiligte Bev\u00f6lkerungsgruppen, darunter Menschen in Armut, bestimmte ethnische Gruppen, Personen mit Behinderungen und Frauen.<\/p>\n<p>Vom Flickenteppich zur systemischen Umsetzung: Warum ein ganzheitlicher Ansatz n\u00f6tig ist<\/p>\n<p>Zahlreiche wirksame Interventionen gegen CVD sind bekannt, darunter Blutdruck , Lipid \u00a0und Gewichtsmanagement sowie Diabeteskontrolle. Ein Kernproblem bleibt jedoch die fehlende effektive Implementierung in den Zielgruppen, die am meisten profitieren w\u00fcrden. St\u00e4dte bieten hier Hebel f\u00fcr bev\u00f6lkerungsweite Ma\u00dfnahmen, etwa durch das Zusammenwirken von kommunaler Infrastruktur, Gesundheitsdienste, Datenintegration und lokale Governance, also kommunaler Steuerung. Ein integrierter gesamtst\u00e4dtischer sogenannter Whole City Ansatz verspricht daher mehr Reichweite und Nachhaltigkeit als rein klinikbasierte Einzelma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p>Das Projekt \u201eCities@Heart\u201c: Struktur, Zielsetzungen und Projektpartner<\/p>\n<p>Im Januar 2026 initiierte ein paneurop\u00e4ischer Projektverbund aus 34 Partnern das Projekt \u201e<a href=\"https:\/\/www.citiesatheart.eu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Cities@Heart<\/a>\u201c. Die Leitung liegt beim University Medical Center Utrecht, der University of Birmingham und <a href=\"https:\/\/www.gelbe-liste.de\/hersteller\/Novartis-Pharma-GmbH_946\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Novartis <\/a>im Rahmen einer \u00f6ffentlich privaten Partnerschaft (Public-Private Partnership, PPP), gef\u00f6rdert durch die Innovative Health Initiative (IHI). Strategien werden in sieben St\u00e4dten pilotiert: Belfast, Birmingham, Cork, Izmir, \u0141\u00f3d\u017a, Udine und Utrecht. Die Einbettung neuer Gesundheitstechnologien und die Kooperation mit kommunalen Strukturen sollen Pr\u00e4vention, Fr\u00fcherkennung und Versorgung in urbanen Populationen \u00fcber das Modellprojekt hinaus \u00fcbertragbar und nachhaltig verbessern.<\/p>\n<p>\u201eHuge strides have been made to better manage disease of the heart and circulation, but they still remain the world\u2019s biggest killers. Cities@Heart aims to address the major driver of poor outcomes \u2013 inequalities in health and access to healthcare that affect many communities within our cities. We will jointly develop approaches with affected citizens, community leaders, city councils, clinicians, health policy leaders and industry partners to achieve long-term change.\u201c, so Prof. Dipak Kotecha, Kardiologe und Leitlinien Autor der University of Birmingham (UK) und Global Director des Projekts.<\/p>\n<p>Klinischer Schwerpunkt: modifizierbare Haupttreiber von Herz Kreislauf Ereignissen<\/p>\n<p>Die Initiative fokussiert vier h\u00e4ufige, behandelbare Risikofaktoren:<\/p>\n<p>Diese tragen wesentlich zur Entstehung zentraler kardiovaskul\u00e4rer Erkrankungen, wie <a href=\"https:\/\/www.gelbe-liste.de\/krankheiten\/herzinfarkt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Myokardinfarkt<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.gelbe-liste.de\/krankheiten\/schlaganfall\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Schlaganfall<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.gelbe-liste.de\/krankheiten\/herzinsuffizienz\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Herzinsuffizienz<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.gelbe-liste.de\/krankheiten\/vorhofflimmern\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Vorhofflimmern <\/a>und vaskul\u00e4re <a href=\"https:\/\/www.gelbe-liste.de\/krankheiten\/demenz\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Demenz<\/a>, bei. Durch gezielte, evidenzbasierte Ma\u00dfnahmen sollen sowohl die H\u00e4ufigkeit kardiovaskul\u00e4rer Ereignisse als auch Disparit\u00e4ten in den Ergebnissen der Gesundheitsversorgung reduziert werden.<\/p>\n<p>Von der Evidenz zur Praxis: geplante Strategien und Implementierungspfade<\/p>\n<p>Gemeinsame Gestaltung von Pr\u00e4ventions \u00a0und Versorgungsma\u00dfnahmen:\u00a0<\/p>\n<p>Interventionen werden gemeinsam mit betroffenen B\u00fcrgern, Gemeindevertretungen, Kommunalpolitik, Klinikern und Industriepartnern entwickelt. Ziel ist eine bedarfsgerechte, akzeptierte und skalierbare Umsetzung.<\/p>\n<p>Stadtweite Instrumente:<\/p>\n<p>Screening \u00a0und Case Finding Programme zur Fr\u00fcherkennung und Pr\u00e4vention im kommunalen Umfeld, z.\u202fB. Blutdruck \u00a0und Lipid Checks w\u00e4ren hier denkbar.Digitale Werkzeuge f\u00fcr Risikostratifizierung, Monitoring und Adh\u00e4renzf\u00f6rderung.Niedrigschwellige Versorgungswege, die die Prim\u00e4rversorgung entlasten und Schnittstellen zum \u00f6ffentlichen Gesundheitsdienst st\u00e4rken.Politik \u00a0und Umfeldma\u00dfnahmen, die strukturelle Risikofaktoren adressieren, z.\u202fB. bezgl. Ern\u00e4hrung, Bewegung, Tabakkontrolle sind hier denkbar<\/p>\n<p>Evaluation und Skalierung: Wirksamkeit, Kosteneffektivit\u00e4t und Umsetzbarkeit werden in den sieben Pilotst\u00e4dten evaluiert. Erfolgreiche Strategien sollen anschlie\u00dfend \u00fcber das WHO Netzwerk europ\u00e4ischer St\u00e4dte verbreitet werden.<\/p>\n<p>Einordnung im Kontext bisheriger Ans\u00e4tze: Was ist neu?<\/p>\n<p>Im Unterschied zu rein klinikorientierten Programmen setzt \u201eCities@Heart\u201c auf eine ganzheitliche gesamtst\u00e4dtische Steuerungsstruktur, eine partizipative Entwicklung der Ma\u00dfnahmen sowie die Integration neuer Technologien mit klarer Skalierungsstrategie. Das Projekt adressiert zentrale Umsetzungsl\u00fccken wie das Erreichen unterversorgter Gruppen, die Verkn\u00fcpfung von Pr\u00e4vention und Versorgung \u00fcber Sektoren hinweg und die nachhaltige Verankerung in kommunalen Strukturen. Neu ist die systematische B\u00fcndelung kommunaler Hebel mit industriellen Innovationen und akademischer Evaluation unter EU weiter Koordination.<\/p>\n<p>Offene Fragen und erwartete Evidenzbeitr\u00e4ge<\/p>\n<p>Das Projekt zielt auf folgende Evidenzl\u00fccken ab:<\/p>\n<p>Reichweite und Versorgungsgerechtigkeit: Inwieweit lassen sich benachteiligte Gruppen dauerhaft erreichen und versorgen?Outcome Gewinn: Welche Effekte ergeben sich bzgl. der Reduzierung von Krankheitslast und Sterblichkeit? Hier k\u00f6nnten harte Endpunkt wie (Ereignisse, Hospitalisationen) im Verh\u00e4ltnis zu Surrogatendpunkten (Blutdruck, LDL C, HbA1c, BMI) Untersuchungsgegenstand sein.Implementierung und Kosten: Welche Implementierungsstrategien sind kosteneffektiv und \u00fcbertragbar auf unterschiedliche kommunale Kontexte?Digitale Tools: Welchen Zusatznutzen liefern digitale Technologien gegen\u00fcber Standardversorgung unter urbanen Alltagsbedingungen?<\/p>\n<p>Die projektierten Piloten sollen hier robuste, generalisierbare Daten liefern.<\/p>\n<p>Perspektiven f\u00fcr Klinik und Public Health: m\u00f6gliche Auswirkungen<\/p>\n<p>F\u00fcr die klinische Praxis k\u00f6nnten standardisierte, kommunal verankerte Screening Pfade und digital unterst\u00fctzte Nachsorge die fr\u00fchzeitige Identifikation und Behandlung kardiometabolischer Risiken verbessern und die Therapieadh\u00e4renz st\u00e4rken. Aus Sicht der \u00f6ffentlichen Gesundheitsversorgung bietet der Ansatz Chancen, strukturelle Ungleichheiten zu verringern, indem Pr\u00e4vention und Versorgung \u201evor Ort\u201c erfolgen und kommunale Ressourcen systematisch genutzt werden.<\/p>\n<p>\u201eCities@Heart represents a vital opportunity to address the unmet needs of underserved populations in Europe through bold partnerships and collaborative innovation.\u201c, so Jes\u00fas Ponce, Therapeutic Area Head for Cardiovascular Renal Metabolic bei Novartis.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>\u201eCities@Heart\u201c verkn\u00fcpft kommunale Strukturen, klinische Evidenz und technologische Innovation, um die CVD Last in europ\u00e4ischen St\u00e4dten zu senken. Der Erfolg wird daran zu messen sein, ob benachteiligte Gruppen messbar profitieren und ob die Strategien kosteneffektiv skaliert werden k\u00f6nnen. Mit Spannung bleiben die Ergebnisse, insbesondere zur Evaluation der Reduzierung von Krankheitslast, Behinderung und Sterblichkeit sowie zur Langzeitnachhaltigkeit und zur Adaptierbarkeit in verschiedenartigen urbanen Kontexten, abzuwarten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kardiovaskul\u00e4re Last in Europa: Hohe Mortalit\u00e4t und \u00f6konomische Belastung Kardiovaskul\u00e4re Erkrankungen (Cardiovascular disease, CVD) sind weltweit f\u00fchrende Todesursache&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":34129,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[46,42,124,123,24770,24767,44,5045,24768,24769],"class_list":{"0":"post-61099","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-at","9":"tag-austria","10":"tag-gesundheit","11":"tag-health","12":"tag-hypertonie","13":"tag-kardiovaskulaere-erkrankungen","14":"tag-oesterreich","15":"tag-praevention","16":"tag-stadtgesundheit","17":"tag-ungleichheit"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116278237987043995","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61099","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=61099"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61099\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/34129"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=61099"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=61099"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=61099"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}