{"id":61877,"date":"2026-03-23T19:50:09","date_gmt":"2026-03-23T19:50:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/61877\/"},"modified":"2026-03-23T19:50:09","modified_gmt":"2026-03-23T19:50:09","slug":"27-linzer-schulen-erhalten-chancenbonus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/61877\/","title":{"rendered":"27 Linzer Schulen erhalten Chancenbonus"},"content":{"rendered":"<p>LINZ\/O\u00d6. Mehr Personal, gezielte F\u00f6rderung und neue Chancen: 27 Linzer Schulen mit besonderen Herausforderungen erhalten ab Herbst zus\u00e4tzliche Unterst\u00fctzung. Tips hat nachgefragt.\u00a0 <\/p>\n<p>Mit dem Schuljahr 2026\/27 startet der sogenannte Chancenbonus des Bildungsministeriums. \u00d6sterreichweit werden 400 Schulen zus\u00e4tzlich unterst\u00fctzt, 59 davon in Ober\u00f6sterreich. Auch 27 Linzer Standorte finden sich in der Liste der sogenannten Chancenbonus-Schulen. Ausgew\u00e4hlt wurden diese anhand der S\u00d6L-Klassifikation (sozio\u00f6konomische Ausgangslage). Ziel ist es, Schulen mit schwierigen Rahmenbedingungen gezielt zu st\u00e4rken und Bildung gerechter zu machen.<\/p>\n<p>Insgesamt stehen j\u00e4hrlich 65 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung. Damit wird vor allem zus\u00e4tzliches Personal finanziert \u2013 in P\u00e4dagogik, Schulsozialarbeit, Sozialp\u00e4dagogik oder Schulpsychologie. Welche Unterst\u00fctzung konkret eingesetzt wird, entscheiden die Schulen selbst \u2013 je nach Bedarf vor Ort.<\/p>\n<p>\u201eKeine Etikettierung, sondern faire Rahmenbedingungen\u201c<\/p>\n<p>Erwartungsgem\u00e4\u00df sind vor allem in Ballungsr\u00e4umen viele Schulen mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Zu den teilnehmenden \u201eBrennpunktschulen\u201c in Linz z\u00e4hlen unter anderem die VS 1 Stelzhamerschule und die VS 4 Mozartschule. Die Gefahr einer Stigmatisierung sieht die Schulleiterin beider Volksschulen, Stefanie Rieder, nur dann, wenn nur auf Defizite geschaut wird. \u201eIch halte es f\u00fcr wichtig, den Chancenbonus als das zu sehen, was er sein sollte: eine gezielte Unterst\u00fctzung dort, wo die Anforderungen objektiv h\u00f6her sind. Es geht nicht um Etikettierung, sondern um faire Rahmenbedingungen.\u201c <\/p>\n<p>An ihren Schulen ist der Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund sehr hoch. Die gr\u00f6\u00dften Herausforderungen liegen besonders im Bereich Sprache, \u201ein sehr unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und zunehmend auch im sozial-emotionalen Bereich. Viele Kinder brauchen deutlich mehr individuelle Begleitung, als im Regelunterricht leistbar ist.\u201c Gerade die personelle Verst\u00e4rkung im Zuge des Chancenbonus sei im Schulalltag besonders wertvoll, \u201eweil sie unmittelbare Unterst\u00fctzung dort erm\u00f6glicht, wo der Bedarf t\u00e4glich sp\u00fcrbar ist \u2013 im Unterricht, in der F\u00f6rderung und in der Begleitung der Kinder.\u201c<\/p>\n<p>\u201eProjekt zeigt, dass Bildung hochgestellt wird\u201c\u00a0<\/p>\n<p data-hyphen-offsets=\"121,124,127,281,284,353,464,585,588,590,593,651,654,659,721,724,780,783,786,789,884,916,984,1016\">Bei rund 90 Prozent liegt auch der Anteil an Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund an der Linzer Mittelschule 11 Diesterwegschule, ebenfalls Chancenbonus-Schule. Direktor Michael Haas sieht die Ma\u00dfnahme als eine \u201eumfassend positive M\u00f6glichkeit, jeden Schulstandort p\u00e4dagogisch und sozial zu erweitern und die Ressourcen optimal in die Schulstruktur einzubinden. Das Projekt zeigt, dass Bildung hochgestellt wird.\u201c <\/p>\n<p>Auch er sieht keine Stigmatisierung. \u201eIm Gegenteil. Ich sehe es als eine Chance, zus\u00e4tzliche Ressourcen optimal f\u00fcr die Kinder einzusetzen. Wir haben an allen Schulen gro\u00dfe Herausforderungen und ich nehme von dem Begriff \u201eBrennpunktschule\u201c Abstand. Ich hoffe auf eine nachhaltige Weiterf\u00fchrung und Ausweitung des Projektes, da die schulische Bildung der Grundstock f\u00fcr eine sichere Zukunft ist.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr ihn liegen die gr\u00f6\u00dften Herausforderung im Bereich sprachliche Bildung, Mathematik als auch im Bereich Soziales Lernen. Daran werde t\u00e4glich gearbeitet, gef\u00f6rdert und gefordert.<\/p>\n<p>Mehr Personal als Schl\u00fcssel<\/p>\n<p>F\u00fcr die VS 1 und VS 4 wird schon konkret in Richtung zus\u00e4tzlicher Lehrpersonen f\u00fcr Teamteaching gedacht. \u201eEine zweite p\u00e4dagogische Kraft entlastet in sprachlich und p\u00e4dagogisch herausfordernden Klassen enorm und verbessert gleichzeitig die individuelle F\u00f6rderung\u201c, so die Schulleiterin. \u201eSehr wichtig sind f\u00fcr uns auch Schulpsychologie und sozialp\u00e4dagogische Unterst\u00fctzung, weil viele Themen heute weit \u00fcber den klassischen Unterricht hinausgehen.\u201c<\/p>\n<p>MS 11-Direktor Haas werde die zus\u00e4tzliche Vollzeitstelle, die die Schule erhalte, auf zwei zus\u00e4tzliche Lehrkr\u00e4fte aufteilen, wie er sagt. \u201eDurch dieses zus\u00e4tzliche Personal ist es uns m\u00f6glich, kleinere Lerngruppen zu bilden, um einen h\u00f6heren Erfolg im Lernen erzielen zu k\u00f6nnen. Weiters versuchen wir durch dieses Personal, Kindern, deren Schulabschluss massiv gef\u00e4hrdet ist, eine Perspektive zu geben und setzen Schwerpunkte im Bereich Berufs- und Lebensorientierung.\u201c<\/p>\n<p>Bildungsdirektion und Stadt Linz sehen gro\u00dfe Chance<\/p>\n<p>Auf Landesebene wird das Programm ausdr\u00fccklich begr\u00fc\u00dft. \u201eAls starkes Wirtschafts- und Zuzugsbundesland ist Ober\u00f6sterreich besonders mit unterschiedlichen sozialen und sprachlichen Herausforderungen konfrontiert\u201c, so LH-Stellvertreterin Christine Haberlander (\u00d6VP) und Bildungsdirektor Alfred Klampfer. Da die Umsetzung direkt an den Standorten liege, in Qualit\u00e4tsprozesse eingebettet sei und laufend begleitet werde, sei auch sichergestellt, dass die zus\u00e4tzlichen Ressourcen tats\u00e4chlich bei den Kindern ankommen.<\/p>\n<p>Auch die Linzer Vizeb\u00fcrgermeisterin Schulreferentin Merima Zukan (SP\u00d6) sieht im neuen Bonus eine gro\u00dfe Chance: \u201eNoch immer h\u00e4ngt in \u00d6sterreich zu viel davon ab, aus welchem Elternhaus ein Kind kommt.\u201c Schule m\u00fcsse heute deutlich mehr leisten als fr\u00fcher \u2013 \u201edaf\u00fcr braucht es ausreichend Personal und gezielte Unterst\u00fctzung. Der Chancenbonus kann hier wesentlich beitragen.\u201c\u00a0<\/p>\n<p>Die Stadt Linz stehe in Austausch mit der Bildungsdirektion, um in ihrer Rolle als Schulerhalter bestm\u00f6glich zu unterst\u00fctzen, so Zukan. \u201eZiel ist es, dass die zus\u00e4tzlichen Mittel dort ankommen, wo sie am dringendsten gebraucht werden.\u201c<\/p>\n<p>Ausschreibung in Zusammenarbeit mit Schulen<\/p>\n<p>Die zus\u00e4tzlichen p\u00e4dagogischen Fachkr\u00e4fte zu finden, obliegt der Bildungsdirektion. \u201eWie bei allen Lehrpersonalausschreibungen erfolgen diese in engem Kontakt und in Abstimmung mit den Schulen, mit dem Ziel, das bestgeeignetste Personal f\u00fcr die Schulstandorte zu finden\u201c, hei\u00dft es aus der Direktion. F\u00fcr andere Berufsgruppen \u2013 etwa Sozialarbeit oder Psychologie \u2013 erfolgt die Anstellung \u00fcber das Bildungsministerium.<\/p>\n<p>Auf dem Wunschzettel<\/p>\n<p>Gefragt danach, was es f\u00fcr Schulen mit schwierigen Rahmenbedingungen noch brauche, verweist Schulleiterin Stefanie Rieder auf langfristig verl\u00e4ssliche Ressourcen f\u00fcr Planungssicherheit. \u201eDringend notwendig sind au\u00dferdem rasch verf\u00fcgbare Diagnostik und niederschwellige Unterst\u00fctzungsangebote f\u00fcr Familien. Auch w\u00e4re in manchen Bereichen eine klarere Verbindlichkeit in der Zusammenarbeit mit Eltern hilfreich, damit notwendige F\u00f6rderma\u00dfnahmen, Abkl\u00e4rungen oder Angebote im Interesse der Kinder konsequenter umgesetzt werden k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p data-hyphen-offsets=\"31,54,57,59,62,255,258,274,278,283,285,287,375,378,381,475\">MS 11-Direktor Michael Haas: \u201eKinder stehen in der heutigen Zeit vor sehr gro\u00dfen Herausforderungen und Ver\u00e4nderungen. Als Lehrkr\u00e4fte k\u00f6nnen wir nicht alle Bereiche abdecken. Deshalb ist es wichtig, zus\u00e4tzliches Unterst\u00fctzungspersonal an den Schulen zu haben. Eine Erweiterung im Bereich der Sozialarbeit, Betreuungslehrkr\u00e4fte und Schulpsychologie w\u00fcrde ebenfalls jede Schule ben\u00f6tigen\u201c, ist er \u00fcberzeugt. Auch w\u00fcrde die MS 11 konkret mehr R\u00e4ume ben\u00f6tigen, die Lerninhalte und Projekte optimaler erarbeiten und durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die 27 Linzer Chancenbonus-SchulenVS 1 Tegetthoffstra\u00dfeVS 4 Volksfeststra\u00dfeVS Grillparzerstra\u00dfeVS Wiener Stra\u00dfeVS 17 Zeppelinstra\u00dfeVS 21 Tungassingerstra\u00dfeVS 23 Resselstra\u00dfeVS 33 Franckstra\u00dfeVS 35 Siemensstra\u00dfeVS 16 SonnensteinschuleVS 20 Khevenh\u00fcllerstra\u00dfeVS 28 Fl\u00f6tzerwegVS 46 im Scharm\u00fchlwinkel VS 47 Resselstra\u00dfe VS 49 Kaltenhauserstra\u00dfe VS 50 Wieningerstra\u00dfe VS 3 Auwiesen MS 3 Stelzhamerschule MS 5 Otto-Gl\u00f6ckel-Schule MS 11 DiesterwegschuleMS 12 Keplerstra\u00dfe MS 14 Tungassingerstra\u00dfe MS 15 Jahnstra\u00dfe MS 10 L\u00f6wenfeldschule MS 18 Fl\u00f6tzerweg MS 23 Ebelsberg Praxis-MS Honauerstra\u00dfe<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"LINZ\/O\u00d6. 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