{"id":62824,"date":"2026-03-24T09:07:15","date_gmt":"2026-03-24T09:07:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/62824\/"},"modified":"2026-03-24T09:07:15","modified_gmt":"2026-03-24T09:07:15","slug":"allergie-oder-erkaeltung-woran-wir-heuschnupfen-bei-kindern-erkennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/62824\/","title":{"rendered":"Allergie oder Erk\u00e4ltung? Woran wir Heuschnupfen bei Kindern erkennen"},"content":{"rendered":"<p>Die Nase l\u00e4uft, das Kind niest: Eine klassische Erk\u00e4ltung \u2013 oder? Es k\u00f6nnte auch eine allergische Reaktion dahinterstecken. Unsere Autorin Julia Felicitas Allmann hat mit Expert:innen gesprochen, wie man Heuschnupfen von einer normalen Schniefnase unterscheiden kann.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Ab wann bekommen Kinder Heuschnupfen?<\/p>\n<p>\u201eHeuschnupfen, auch allergische Rhinitis genannt, geh\u00f6rt zu den sogenannten Inhalationsallergien, die durch das Einatmen von Pollen, also den Bl\u00fctenstaub von B\u00e4umen, Str\u00e4uchern, Gr\u00e4sern oder Kr\u00e4utern ausgel\u00f6st werden\u201c, sagt \u201e<a href=\"https:\/\/die-kinderherztin.de\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kinderherztin<\/a> Dr. Snjezana-Maria Sch\u00fctt im Interview mit uns. Und diese <a href=\"https:\/\/www.echtemamas.de\/allergien-baby\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Allergien<\/a> k\u00f6nnen bereits im Kleinkindalter entstehen: \u201eMeist entwickeln sie sich im Alter von etwa drei bis f\u00fcnf Jahren, wobei zun\u00e4chst eine Sensibilisierung erfolgt.\u201c<\/p>\n<p>Das bedeutet: Das kindliche Immunsystem reagiert im ersten Schritt \u201e\u00fcberempfindlich\u201c, es stuft die eigentlich harmlosen Pollen f\u00e4lschlicherweise als gef\u00e4hrlich ein \u2013 und beginnt damit, entsprechende Abwehrstoffe zu bilden.<\/p>\n<p>\u201eBei einem erneuten Kontakt mit den Pollen, l\u00f6sen die \u201evorbereiteten\u201c Immunzellen dann eine allergische Reaktion aus und verursachen die typischen Beschwerden\u201c, erkl\u00e4rt die Expertin.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/mama-geburt-bett-1-1.jpg\" alt=\"Kinderherztin Dr. Snjezana-Maria Sch\u00fctt verr\u00e4t gute Tipps im Umgang mit Heuschnupfen.\" width=\"1200\" height=\"675\"\/><\/p>\n<p>Kinderherztin Dr. Snjezana-Maria Sch\u00fctt verr\u00e4t gute Tipps im Umgang mit Heuschnupfen. Foto: privat<\/p>\n<p>Das kann bereits im Alter ab drei Jahren passieren, und offizielle Zahlen zeigen, dass Heuschnupfen unter Kindern und Jugendlichen recht weit verbreitet ist. Dem Bundesinstitut f\u00fcr \u00d6ffentliche Gesundheit zufolge zeigt etwa jedes elfte Kind im Alter bis 17 Jahre die typischen Symptome einer Pollenallergie. Dabei steigt die H\u00e4ufigkeit mit dem Alter: Bei Kindern zwischen 3 und 6 Jahren sind knapp f\u00fcnf Prozent, bei den 14 bis 17-J\u00e4hrigen mehr als 18 Prozent betroffen.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft also: Wenn bei unseren Kindern im Fr\u00fchjahr die Nase l\u00e4uft, die Augen jucken und weitere Beschwerden auftreten, lohnt es sich, genau hinzusehen \u2013 und das nicht als klassische Erk\u00e4ltung abzutun.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Wie kann man Heuschnupfen und Erk\u00e4ltung unterscheiden?<\/p>\n<p>\u201eOb es sich um eine Allergie oder eine <a href=\"https:\/\/www.echtemamas.de\/nasse-haare-machen-krank-5-erkaeltungsmythen-im-faktencheck\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Erk\u00e4ltung<\/a> handelt, l\u00e4sst sich meist anhand der Symptome unterscheiden\u201c, sagt Expertin Sch\u00fctt. \u201eDie Unterscheidung ist allerdings nicht immer leicht und sollte im Zweifel immer \u00e4rztlich abgekl\u00e4rt werden.\u201c<\/p>\n<p>Klassische Merkmale einer Allergie sind w\u00e4ssrig-klarer Schnupfen mit Problemen bei der Nasenatmung, h\u00e4ufiges Niesen sowie Juckreiz an der Nase, den Augen oder im Hals.<\/p>\n<p>Oft sind auch die Bindeh\u00e4ute der Augen in Mitleidenschaft gezogen, die Augen sind dann ger\u00f6tet und tr\u00e4nen h\u00e4ufiger. \u201eAufgrund der verstopften Nase und vermehrten Mundatmung kann die Schlafqualit\u00e4t beeintr\u00e4chtigt sein und zu einer vermehrten Tagesm\u00fcdigkeit f\u00fchren\u201c, sagt die \u201eKinderherztin\u201c.<\/p>\n<p>Bei der Erk\u00e4ltung haben die Kinder hingegen meist ein allgemeines Krankheitsgef\u00fchl, der Schnupfen ist eher gelblich-gr\u00fcn statt w\u00e4ssrig. Es kommen oft <a href=\"https:\/\/www.echtemamas.de\/?s=husten\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Husten<\/a>, Halsschmerzen und teilweise <a href=\"https:\/\/www.echtemamas.de\/fieber-husten-schulausfall-fast-jedes-5-kind-kaempft-mit-grippe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Fieber<\/a> hinzu \u2013 und nach ein paar Tagen klingt alles oft von selbst wieder ab.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Sollte man mit Allergie-Verdacht zur Kinder\u00e4rztin oder dem Kinderarzt?<\/p>\n<p>Auch wenn die Symptome auf dem Papier durchaus unterschiedlich erscheinen: In der famili\u00e4ren Realit\u00e4t ist es nicht ganz leicht, selbst eine Diagnose zu treffen \u2013 deshalb empfiehlt es sich, einmal <a href=\"https:\/\/www.echtemamas.de\/mein-kind-ist-krank-und-der-kinderarzt-ueberfuellt-was-kann-ich-tun\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Kinderarzt<\/a> oder Kinder\u00e4rztin draufschauen zu lassen. \u201eEltern k\u00f6nnen die Symptome zwar h\u00e4ufig selbst erkennen, allerdings ist die Einordnung nicht immer leicht und eine fr\u00fchzeitige und genaue Diagnosestellung wichtig f\u00fcr die weitere Behandlung\u201c, sagt Snjezana-Maria Sch\u00fctt.<\/p>\n<p>Sie r\u00e4t deshalb, den Verdacht auf Pollenallergie immer \u00e4rztlich abkl\u00e4ren zu lassen. Auch das Bundesinstitut f\u00fcr \u00d6ffentliche Gesundheit empfiehlt: \u201eEin Verdacht auf Heuschnupfen sollte \u00e4rztlich abgekl\u00e4rt werden. Denn aus einem unbehandelten Heuschnupfen kann sich oft ein allergisches Asthma bronchiale entwickeln.\u201c<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Was hilft bei Kindern, wenn es wirklich Heuschnupfen ist? <\/p>\n<p>Liegt eine \u00e4rztliche Diagnose vor, sollten wir als Eltern aktiv werden, um die Symptome der Kinder zu lindern \u2013 und hier gibt es verschiedene M\u00f6glichkeiten. \u201eWichtig sind allgemeine Ma\u00dfnahmen, die dazu dienen, den Kontakt mit den ausl\u00f6senden <a href=\"https:\/\/www.echtemamas.de\/baby-arthur-muss-monatelang-leiden-weil-aerzte-allergie-nicht-erkennen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Allergenen<\/a> m\u00f6glichst gering zu halten\u201c, sagt Expertin Sch\u00fctt. \u201eAuch wenn es kaum m\u00f6glich ist, den Kontakt zu Pollen g\u00e4nzlich zu vermeiden, kann schon eine Verringerung der Allergenmenge zu einer deutlichen Linderung der Beschwerden f\u00fchren.\u201c Wie solche Ma\u00dfnahmen aussehen? Vor dem Schlafengehen Haare waschen zum Beispiel \u2013 denn das f\u00fchrt dazu, dass anhaftende Pollen aus dem Haar gesp\u00fclt werden und nicht den Schlaf st\u00f6ren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/mama-sohn-bett-4.jpg\" alt=\"Schnupfen, Niesen, brennende Augen \u2013 aber ist es gleich Heuschnupfen?\" width=\"1200\" height=\"675\"\/><\/p>\n<p>Schnupfen, Niesen, brennende Augen \u2013 aber ist es gleich Heuschnupfen? Foto: Pexels<\/p>\n<p>Hilfreich ist es auch, die Kinder beim Nachhausekommen umzuziehen: Denn auch an den Kleidungsst\u00fccken kleben Pollen, die sonst im <a href=\"https:\/\/www.echtemamas.de\/5-ideen-fuer-das-kinderzimmer-die-du-noch-nicht-kennst\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Kinderzimmer<\/a> landen. \u201eAu\u00dferdem sollte im Freien getragene Kleidung m\u00f6glichst nicht im Schlafzimmer aufbewahrt werden\u201c, r\u00e4t die \u201eKinderherztin\u201c. \u201eDaneben k\u00f6nnen auch Nasenduschen oder Augentropfen mit isotonischer Kochsalzl\u00f6sung helfen, die Pollenkonzentration zu reduzieren.\u201c<\/p>\n<p>Ist der Juckreiz an den Augen besonders gro\u00df, kann es helfen, einen feuchten Lappen f\u00fcr etwa zehn Minuten auf die geschlossenen Augen zu legen \u2013 das beugt h\u00e4ufigem Reiben an dieser empfindlichen Partie vor. \u201eDa Allergiesymptome den Alltag von Kindern deutlich beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnen, werden auch bei ihnen antiallergische Medikamente eingesetzt, um die Symptome zu lindern\u201c, sagt Snjezana-Maria Sch\u00fctt. \u201eNeben sogenannten Antihistaminika kommen beispielsweise Nasensprays oder Augentropfen, zum Beispiel mit sogenannter Cromoglicins\u00e4ure sowie Kortison zum Einsatz.\u201c<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Erben Kinder die Allergie von Mama und Papa? <\/p>\n<p>Wenn wir selbst jedes Jahr unter Heuschnupfen leiden, steigt leider das Risiko, dass auch unsere Kinder allergisch reagieren: \u201eJa, Allergien haben auch eine genetische Komponente\u201c, best\u00e4tigt die \u201eKinderherztin.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas hei\u00dft: Wenn ein Elternteil betroffen ist, hat das Kind ein erh\u00f6htes Risiko, selbst eine Allergie zu entwickeln.\u201c<\/p>\n<p>Die DAK hat hierzu Zahlen ver\u00f6ffentlicht, die das Risiko belegen: \u201eWenn kein Familienmitglied Allergiker ist, betr\u00e4gt dieses Risiko 5 bis 15 Prozent. Bei einem betroffenen Elternteil sind es 25 bis 30 Prozent\u201c, so die Krankenkasse. \u201eSind allerdings beide <a href=\"https:\/\/www.echtemamas.de\/interview-hand-fuss-mund\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Eltern<\/a> allergisch, steigt die Wahrscheinlichkeit auf 40 bis 60 Prozent \u2013 und wenn beide Eltern dieselbe Allergie haben, sogar auf 60 bis 80 Prozent.\u201c So k\u00f6nnen wir selbst schon einmal absch\u00e4tzen, wie hoch die Gefahr ist, dass unsere Kinder empfindlich auf Pollenflug reagieren.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>K\u00f6nnen wir einer Allergie bei Kindern vorbeugen?<\/p>\n<p>\u201eDie Entstehung einer Allergie h\u00e4ngt von verschiedenen Faktoren ab und l\u00e4sst sich durch konkrete Ma\u00dfnahmen zwar nicht sicher verhindern, allerdings gibt es Faktoren, die einen vorbeugenden Effekt haben und das Risiko reduzieren k\u00f6nnen\u201c, sagt Snjezana-Maria Sch\u00fctt. So tr\u00e4gt es zur Allergiepr\u00e4vention bei, wenn Babys gestillt werden, wenn Kinder alle empfohlenen <a href=\"https:\/\/www.echtemamas.de\/impfungen-in-kitas-und-schulen-nrw-legt-los\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Schutzimpfungen<\/a> bekommen und wenn sie in einer rauchfreien Umgebung aufwachsen. \u201eAuch eine fr\u00fche Gew\u00f6hnung an bestimmte Lebensmittel sowie ein normaler Umgang mit Umweltreizen kann die Toleranz des Immunsystems gegen\u00fcber Lebensmittel- und Umweltallergenen f\u00f6rdern\u201c, so die Expertin.<\/p>\n<p>Das bedeutet also: Es ist leider nicht m\u00f6glich, unseren Kindern die dauerhafte Belastung durch eine Pollenallergie zu nehmen. Wir k\u00f6nnen aber eine Umgebung schaffen, in der das Allergierisiko so gering wie m\u00f6glich ist \u2013 und sie gezielt unterst\u00fctzen, wenn dann in der Heuschnupfen-Saison st\u00e4ndig die Nase l\u00e4uft oder die Augen jucken.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Leiden eure Kinder auch an Heuschnupfen oder einer Allergie? Und was hilft ihnen am besten dagegen? Verratet es uns und anderen Mamas in der Kommentarspalte.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Nase l\u00e4uft, das Kind niest: Eine klassische Erk\u00e4ltung \u2013 oder? 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