{"id":62915,"date":"2026-03-24T10:10:07","date_gmt":"2026-03-24T10:10:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/62915\/"},"modified":"2026-03-24T10:10:07","modified_gmt":"2026-03-24T10:10:07","slug":"hunderte-kuehe-und-kaelber-auf-schiff-verendet-oesterreichische-firma-soll-hinter-transport-stehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/62915\/","title":{"rendered":"Hunderte K\u00fche und K\u00e4lber auf Schiff verendet: \u00d6sterreichische Firma soll hinter Transport stehen"},"content":{"rendered":"<p _ngcontent-tt-com-www-c2774165546=\"\" data-cy=\"preamble\">Recherchen der \u201eZIB2\u201c zeigen, dass ein \u00f6sterreichisches Unternehmen hinter dem grausamen Rindertransport von Uruguay in die T\u00fcrkei im Herbst 2025 stand. Dieses weist die Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Ein grausamer Transport von Tausenden Rindern auf einem Frachtschiff von Uruguay in die T\u00fcrkei sorgte im Herbst 2025 weltweit f\u00fcr Schlagzeilen. Laut am Montagabend ver\u00f6ffentlichten Recherchen der ZIB2-Redaktion des ORF war ein \u00f6sterreichisches Unternehmen f\u00fcr die \u00dcberfahrt verantwortlich.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Demnach wurde der Rindertransport von der Agro Breeding GmbH mit Sitz in Jagenbach im Waldviertel organisiert. Laut den t\u00fcrkischen Importeuren war eine Kette von Fehlentscheidungen des \u00f6sterreichischen Unternehmens die Ursache f\u00fcr die katastrophalen Verh\u00e4ltnisse an Bord. Die Agro Breeding GmbH weist dies zur\u00fcck und sieht die Importeure in der Verantwortung.<\/p>\n<p>Wegen der Versp\u00e4tung sind die Tiere sehr tr\u00e4chtig aufs Schiff gebracht worden.<\/p>\n<p>Savas Dursun, t\u00fcrkischer Importeur<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Urspr\u00fcnglich sei vereinbart worden, dass das Schiff mit den 2900 Rindern Mitte Juli 2025 in Montevideo ablegen sollte. Die K\u00fche wurden jedoch erst zwei Monate sp\u00e4ter auf den Frachter \u201eSpiridon II\u201c verladen. \u201eViele K\u00fche waren tr\u00e4chtig, sie h\u00e4tten im f\u00fcnften oder sechsten Schwangerschaftsmonat verschifft werden sollen. Wegen der Versp\u00e4tung sind die Tiere aber sehr tr\u00e4chtig aufs Schiff gebracht worden\u201c, sagte Savas Dursun, einer der t\u00fcrkischen Importeure, gegen\u00fcber der ZIB2. Zahlreiche K\u00e4lber kamen somit an Bord zur Welt \u2013 und viele davon \u00fcberlebten nicht.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Videomaterial, das der ZIB2 vorliegt, zeigt den Zustand innerhalb des Schiffs bei der Ankunft in der T\u00fcrkei, rund vier Wochen nach der Abfahrt in Uruguay. Zu sehen sind mehrere tote K\u00e4lber, die am Boden liegen, teilweise bereits im Verwesungszustand.<\/p>\n<p>\ud83d\udcfd\ufe0f Video | Neue Videos belasten \u00f6sterreichische Firma<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die Agro Breeding GmbH weist die Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck: \u201eTats\u00e4chlich hat es aus Gr\u00fcnden, die nicht von uns zu vertreten sind, Verz\u00f6gerungen gegeben. Dies wurde jeweils mit den K\u00e4ufern besprochen und der ge\u00e4nderte Zeitplan von den K\u00e4ufern genehmigt\u201c, erkl\u00e4rte das Unternehmen gegen\u00fcber der ZIB2.<\/p>\n<p>Tiere monatelang an Bord<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Das Schiff kam nach zwei Monaten auf See am 22. Oktober vor der K\u00fcste der t\u00fcrkischen Stadt Bandirma im Marmarameer an. Unter anderem wegen fehlender Dokumente durften die Tiere aber nicht in der T\u00fcrkei abgeladen werden. Bei einer Untersuchung an Bord sei festgestellt worden, dass 140 K\u00fche auf der Reise K\u00e4lber geboren h\u00e4tten. 90 der K\u00e4lber seien jedoch nicht auffindbar gewesen. Dutzende Tiere seien auf dem langen Weg in Richtung T\u00fcrkei umgekommen. <\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Nach einem dreiw\u00f6chigen Aufenthalt und notd\u00fcrftiger Versorgung der \u00fcberlebenden Rinder legte das Schiff laut der Tierschutzorganisation Animal Welfare Foundation wieder ab. Endpunkt der Reise sei Bengasi in Libyen gewesen, wo die Rinder verkauft worden sein sollen.<\/p>\n<p>Importeure sehen Viehh\u00e4ndler in der Verantwortung<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die Importeure in der T\u00fcrkei sehen nun den Viehh\u00e4ndler aus dem Waldviertel in der Verantwortung f\u00fcr die Ereignisse. Dieser soll den folgenreichen Transport organisiert haben. Die Rinder sollen zudem verladen worden sein, obwohl dem Unternehmen bewusst gewesen sei, dass die Einfuhr verweigert werden k\u00f6nnte. Seitens der Importeure wurden auch rechtliche Schritte eingeleitet, es soll um zwei Millionen Dollar (1,72 Mio. Euro) gehen. Eine Zivilklage wurde in \u00d6sterreich eingereicht.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Vom Unternehmen wurden die Vorw\u00fcrfe indes zur\u00fcckgewiesen. Die \u00dcbergabe sei vertragsgem\u00e4\u00df mit der Verladung in Uruguay erfolgt, von K\u00e4ufer-Seite sei das Schiff mit den Tieren im t\u00fcrkischen Hafen \u201egerichtlich blockiert\u201c worden. Best\u00e4tigt wurde der Rechtsstreit mit den t\u00fcrkischen Importeuren, von denen die nieder\u00f6sterreichische Firma wiederum selbst Geld fordert. (TT.com, APA)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Recherchen der \u201eZIB2\u201c zeigen, dass ein \u00f6sterreichisches Unternehmen hinter dem grausamen Rindertransport von Uruguay in die T\u00fcrkei im&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":62916,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[46,42,44,43,45,25394,25396,25395,2315],"class_list":{"0":"post-62915","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-oesterreich","8":"tag-at","9":"tag-austria","10":"tag-oesterreich","11":"tag-republic-of-austria","12":"tag-republik-oesterreich","13":"tag-rinder","14":"tag-tierquaelerei","15":"tag-tiertransporte","16":"tag-verbrechen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116283613059505473","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62915","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62915"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62915\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/62916"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62915"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62915"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62915"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}