{"id":63383,"date":"2026-03-24T14:58:19","date_gmt":"2026-03-24T14:58:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/63383\/"},"modified":"2026-03-24T14:58:19","modified_gmt":"2026-03-24T14:58:19","slug":"300-000-oesterreicher-sind-betroffen-und-ich-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/63383\/","title":{"rendered":"300.000 \u00d6sterreicher sind betroffen \u2013 und ich \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Auf rund 300.000 Smartphones l\u00e4uft derzeit ein Countdown. Wenn dieser abl\u00e4uft, muss man seine ID Austria g\u00e4nzlich neu registrieren. Komplett. Dabei ist die Verl\u00e4ngerung in nur wenigen Schritten erledigt. Eine Anleitung. <\/p>\n<p>Allj\u00e4hrlich das selbe Spiel: Man will seine Arbeitnehmerveranlagung online f\u00fcr 2025 erledigen und begibt sich wie gewohnt auf die Suche nach den Zugangsdaten. Doch mit der Umstellung bei Finanzonline kann man sich jetzt einfach mit der ID Austria anmelden. Und es ist bei weitem keine perfekte Anwendung. Aber, man darf ja auch hie und da einmal die kleinen Fortschritte feiern. Und so war der Einstieg in Finanzonline heuer erstmals binnen Sekunden erledigt. Doch die Freude w\u00e4hrte nur kurz, denn in der App stand pl\u00f6tzlich: ID Austria Zertifikat l\u00e4uft ab, bitte aktualisieren. Im Kleingedruckten dann auch noch der Hinweis: Wer die Frist verpasst, kann nicht verl\u00e4ngern. Was wiederum bedeutet, die ID Austria muss g\u00e4nzlich neu registriert werden. Ein Schicksal, das gerade 300.000 \u00d6sterreicher teilen. Sch\u00f6n, ganz nach dem Motto \u201eGeteiltes Leid \u2026\u201c. <\/p>\n<p>Mit der ersten Erinnerung beginnt ein 90-t\u00e4giger Countdown. Gro\u00dfz\u00fcgig, aber f\u00fcr so manch einen ist das zu viel Zeit. Die Gefahr, dass im Alltag zu vergessen, oder aufgrund fehlender intrinsischer Motivation einfach zu verdr\u00e4ngen, ist gro\u00df. Also lieber gleich erledigen. Und es geht erstaunlich schnell und unkompliziert &#8211; vorausgesetzt man hat eine Vollversion, ist \u00f6sterreichischer Staatsb\u00fcrger und besitzt neben dem Smartphone auf dem die App ID Austria installiert ist, noch ein weiteres internetf\u00e4higes Ger\u00e4t. Aber dann kann wirklich nichts mehr schiefgehen. <\/p>\n<p>1. Smartphone und Computer (oder Tablet oder zweites Handy &#8211; da ist man bei der ID Austria flexibel) <br \/>2. Optional: Ein Glas Wein und beruhigende Musik <br \/>3. Rufen Sie am zweiten Ger\u00e4t die Webseite <a href=\"https:\/\/id-austria.gv.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">id-austria.gv.at<\/a> auf<br \/>4. W\u00e4hlen Sie den Punkt \u201eID Austria verwalten\u201c aus<br \/>5. Geben Sie jetzt ihre ID Austria Zugangsdaten (meist Handynummer und selbstgew\u00e4hltes Passwort ein) <br \/>6. \u00d6ffnen Sie die ID Austria App auf Ihrem Handy und best\u00e4tigen Sie die Signatur (Zeichenfolge abgleichen) <br \/>7. Stimmen Sie den drei Punkten zu <br \/>8. Fertig \u2013 Sie haben jetzt wieder f\u00fcr f\u00fcnf Jahre Ruhe <\/p>\n<p>Kritik an der ID Austria ist berechtigt, aber vieles funktioniert schon wirklich gut, wie zum Beispiel die Anbindung an viele \u00f6ffentliche Stellen wie das <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/ams\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" austria=\"\" zertifikate=\"\" laufen=\"\" ab:=\"\" sind=\"\" betroffen=\"\" und=\"\" ich=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">AMS<\/a> oder Finanzonline oder das Zentrale Melderegister. \u00d6sterreich darf sich aber nicht auf den erreichten Schritten ausruhen. Denn l\u00e4ngst wird auf europ\u00e4ischer Ebene an einer weitaus sichereren Anwendung gearbeitet. Bis Jahresende sollte f\u00fcr jeden <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/eu\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" austria=\"\" zertifikate=\"\" laufen=\"\" ab:=\"\" sind=\"\" betroffen=\"\" und=\"\" ich=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">EU<\/a>-B\u00fcrger zumindest ein auf europ\u00e4ischer Ebene interoperables Projekt des \u201eEuropean Digital Identity Wallet\u201c verf\u00fcgbar sein, sei es ein in allen Mitgliedsl\u00e4ndern verwendbarer digitaler Ausweis oder F\u00fchrerschein. Dieses sollte dem seit 2024 geltenden EU-Standard eIDAS v2 entsprechen. Auch \u00d6sterreich ist dazu verpflichtet. Die hiesige ID Austria basiert jedoch noch auf Version 1 aus dem Jahr 2017. Jedoch: \u00d6sterreich ist an dem Projekt derzeit nicht beteiligt. <\/p>\n<p>Der neue Standard bringt mehr Schutz f\u00fcr die B\u00fcrger. Angesichts dessen, dass die Bundesregierung plant, eine Altersgrenze f\u00fcr Soziale Medien einzuf\u00fchren, w\u00e4re dieser Schritt dringend notwendig, appellieren Sicherheitsexperten. So k\u00f6nnten die Beh\u00f6rden in \u00d6sterreich derzeit jede Nutzung der ID Austria \u00fcberwachen, etwa beim digitalen Altersnachweis oder F\u00fchrerschein, warnt der Verein epicenter.works. Bei der EU-L\u00f6sung soll das nicht m\u00f6glich sein. Wenn man sich beim Mieten eines Autos mit dem digitalen F\u00fchrerschein ausweise oder eine Adult-Only-Website f\u00fcr sich freischalte, solle das der Staat nicht automatisch erfahren. Beim europ\u00e4ischen Wallet k\u00f6nne jede B\u00fcrgerin und jeder B\u00fcrger kontrollieren, welche Daten geteilt werden, unterstrich die franz\u00f6sische <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/telekom\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" austria=\"\" zertifikate=\"\" laufen=\"\" ab:=\"\" sind=\"\" betroffen=\"\" und=\"\" ich=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Telekom<\/a>-Expertin Claire Levallois Barth bei einer Pressekonferenz von epicenter.works.<\/p>\n<p>Die Verl\u00e4ngerung sollte man wirklich nicht vor sich hin schieben, vor allem, weil sie wirklich schnell und unkompliziert funktioniert. L\u00e4sst man die Frist verstreichen, dann wird es m\u00fchsam. Denn dann ist die ID Austria deaktiviert. Nichts geht mehr. Und wie bei DKT hei\u00dft es dann, zur\u00fcck zum Anfang. Und damit ist der Weg zur Beh\u00f6rde inklusive einem Passfoto, das nicht \u00e4lter als sechs Monate ist, verbunden. <\/p>\n<p>Au\u00dferdem gibt es einen Unterschied zwischen Basis- und Vollversion. Auch hier gibt es ein Ablaufdatum. Denn die Basisversion gilt nur noch bis Ende 2028. Hier ist ein Weg zur Beh\u00f6rde nicht notwendig, das Upgrade kann online erfolgen. Eine Schritt-f\u00fcr-Schritt-Anleitung finden Sie hier: <a href=\"https:\/\/www.id-austria.gv.at\/de\/registrieren\/uebersicht\/von-basisfunktion-aufwerten\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">id-austria.gv.at\/de\/registrieren<\/a>.<\/p>\n<p>Ist Ihnen etwas aufgefallen? Funktioniert es nicht? Anregungen, Beschwerden: gerne E-Mails an: <\/p>\n<p>    Lesen Sie mehr zu diesen Themen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Auf rund 300.000 Smartphones l\u00e4uft derzeit ein Countdown. 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