{"id":63549,"date":"2026-03-24T16:46:07","date_gmt":"2026-03-24T16:46:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/63549\/"},"modified":"2026-03-24T16:46:07","modified_gmt":"2026-03-24T16:46:07","slug":"10-jahre-medizininformatik-initiative-vernetzte-struktur-statt-flickenteppich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/63549\/","title":{"rendered":"10 Jahre Medizininformatik-Initiative: \u201eVernetzte Struktur statt Flickenteppich\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Vor zehn Jahren startete die Medizininformatik-Initiative (MII) mit dem Ziel, die fragmentierte Gesundheitsdatenlandschaft in Deutschland zu vernetzen und f\u00fcr Forschung und Versorgung nutzbar zu machen. Was damals von heterogenen Systemen, rechtlichen H\u00fcrden und fehlenden Standards gepr\u00e4gt war, ist heute eine gewachsene Dateninfrastruktur.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Zum Auftakt des Jubil\u00e4umssymposiums machte Prof.  Bj\u00f6rn Eskofier vom LMU Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen  deutlich, \u201edass nat\u00fcrlich Daten die Grundlage f\u00fcr moderne, pr\u00e4zise und personalisierte Medizin sind.\u201c Gleichzeitig zeigte er, wie sich Datenschutz und Datennutzung verbinden lassen, etwa durch verteilte Ans\u00e4tze: \u201edass die Daten vorerst unter lokaler Kontrolle bleiben in den einzelnen [\u2026] Kliniken und trotzdem eine verteilte Analyse erm\u00f6glicht wird.\u201c Viele KI-Modelle schaffen es jedoch bisher nicht in den klinischen Alltag: \u201eEs gibt kein Algorithmenproblem in der Medizin, es gibt ein Inverkehrbringungsproblem\u201c, so Eskofier.<\/p>\n<p>Sebastian C. Semler, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Technologie- und Methodenplattform f\u00fcr die vernetzte medizinische Forschung (TMF), blickte auf die Entwicklung der Initiative zur\u00fcck. Begonnen habe es damit, \u201eals Deutschland einen starken R\u00fcckstand in der <a href=\" https:\/\/www.heise.de\/thema\/Digital-Health\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Digitalisierung im Gesundheitswesen<\/a> und im Bereich E-Health hatte\u201c und Daten kaum \u00fcbergreifend nutzbar waren. \u201eWir haben eine bundesweit f\u00f6derierte Dateninfrastruktur geschaffen\u201c, so Semler. <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/Abrechnungsdaten-ePA-Co-Wir-brauchen-mehr-Ehrlichkeit-bei-Gesundheitsdaten-11198716.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Dazu geh\u00f6ren Datenintegrationszentren an allen Universit\u00e4tskliniken, ein gemeinsamer Kerndatensatz und mit dem Forschungsdatenportal Gesundheit (FDPG) eine zentrale Anlaufstelle<\/a>. Inzwischen finde die Nutzung der Daten statt, das sei Semler zufolge ein entscheidender Schritt \u00fcber den reinen Infrastrukturaufbau hinaus. \u201eGanz wichtig\u201c sei auch die gemeinsame Zusammenarbeit als Grundlage f\u00fcr die Zukunft.<\/p>\n<p>\u201eErfolg nur durch Vertrauen m\u00f6glich\u201c<\/p>\n<p>Im anschlie\u00dfenden Gru\u00dfwort sagte der Parlamentarische Staatssekret\u00e4r des Bundesministeriums f\u00fcr Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), Matthias Hauer: \u201eWir alle wissen, Daten sind der Rohstoff der Zukunft.\u201c Die MII habe gezeigt, \u201ewas m\u00f6glich ist, wenn Wissenschaft, Versorgung und Politik gemeinsam den digitalen Aufbruch wagen\u201c. Zugleich verwies er auf konkrete Fortschritte, dank denen \u201emehr als 200 Millionen Vitaldaten aus der Intensivmedizin\u201c verf\u00fcgbar sind. Insgesamt habe man \u201eaus den \u00fcber 500 Millionen Euro Unterst\u00fctzung\u201c eine leistungsf\u00e4hige Infrastruktur aufgebaut. \u00dcber 450.000 Menschen haben bereits freiwillig ihre Daten zur Verf\u00fcgung gestellt. \u201eDas ist ein Erfolg, der nur durch Vertrauen m\u00f6glich ist\u201c, so Hauer.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Europaeischer-Gesundheitsdatenraum-tritt-in-Kraft-10327781.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mit Initiativen wie dem European Health Data Space (EHDS)<\/a> oder der Hightech-Agenda des BMFTR sollen mehr Daten f\u00fcr die Forschung bereitstehen. Aus einem \u201eFlickenteppich\u201c ist laut Hauer eine \u201estarke vernetzte Struktur\u201c geworden. Das MII-Jubil\u00e4um f\u00e4llt in das Wissenschaftsjahr 2026, das unter dem Motto \u201eMedizin der Zukunft\u201c steht und eine Medizin in den Fokus r\u00fcckt, die \u201epr\u00e4ventiv, personalisiert, digital und partizipativ ist\u201c. Experten diskutieren in diesem Zusammenhang bereits \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/Missing-Link-Fuenf-Trends-Digitaler-Gesundheit-und-was-sie-bedeuten-11200122.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">aktuelle Trends der digitalen Gesundheit<\/a> und deren soziale Folgen.<\/p>\n<p>        Lesen Sie auchMehr anzeigenWeniger anzeigen<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mack@heise.de\" title=\"Marie-Claire Koch\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mack<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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