{"id":63999,"date":"2026-03-24T21:58:07","date_gmt":"2026-03-24T21:58:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/63999\/"},"modified":"2026-03-24T21:58:07","modified_gmt":"2026-03-24T21:58:07","slug":"weltweit-atmen-nur-dreizehn-laender-saubere-luft-drei-davon-liegen-in-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/63999\/","title":{"rendered":"Weltweit atmen nur dreizehn L\u00e4nder saubere Luft \u2013 drei davon liegen in Europa"},"content":{"rendered":"<p>Nur vierzehn Prozent der St\u00e4dte weltweit atmen gesundheitlich unbedenkliche Luft. Im Jahr zuvor waren es noch siebzehn Prozent.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Das Schweizer Luftqualit\u00e4tsunternehmen IQAir hat Daten aus 9.446 St\u00e4dten in 143 L\u00e4ndern, Regionen und Territorien ausgewertet. Grundlage ist der neu ver\u00f6ffentlichte <a href=\"https:\/\/www.iqair.com\/world-air-quality-ranking\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">2025 World Air Quality Report (Quelle auf Englisch)<\/a>.<\/p>\n<p>Das Ergebnis: Die Luftqualit\u00e4t verschlechtert sich weltweit, vor allem wegen der menschengemachten Klimakrise. Besonders Rauch von Waldbr\u00e4nden dr\u00fcckte 2025 die Werte, dazu kamen Staubst\u00fcrme und andere Extremwetterereignisse, die durch das Verbrennen von <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/01\/22\/solar-und-windkraft-uberholen-in-der-eu-erstmals-fossile-brennstoffe-halt-das-netz-mit\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">fossilen Brennstoffen<\/a> zus\u00e4tzlich angeheizt werden.<\/p>\n<p>2025 erlebte die EU das schlimmste Waldbrandjahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Feuer zogen \u00fcber Europa und erreichten ihren H\u00f6chststand im August: Felder, W\u00e4lder und Wohnh\u00e4user gingen in Flammen auf. Extremwetter verursachte kurzfristige wirtschaftliche Sch\u00e4den von mindestens 43 Milliarden Euro \u2013 ausgel\u00f6st durch t\u00f6dliche Hitzewellen, \u00dcberschwemmungen und D\u00fcrren.<\/p>\n<p>Die Weltgesundheitsorganisation WHO legt Grenzwerte f\u00fcr Feinstaub der Gr\u00f6\u00dfe PM2,5 fest, weil er erhebliche <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/03\/19\/studie-luftverschmutzung-erhoht-gesundheitsrisiken-in-armeren-regionen-europas\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gesundheitsrisiken<\/a> birgt. Die Partikel sind kleiner als 2,5 Mikrometer. Diese winzigen, einatembaren Teilchen dringen tief in die Lunge ein und gelangen in den Blutkreislauf. Sie stehen im Verdacht, Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Leiden und Langzeitfolgen wie Krebs zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>In Europa halten nur noch drei L\u00e4nder diese Richtwerte ein.<\/p>\n<p>Europas Luftqualit\u00e4t: Wo sie am besten und am schlechtesten ist<\/p>\n<p>In Europa schafften 2025 nur Andorra, Estland und <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/02\/18\/island-erlebt-rekordhitze-warum-warnen-forschende-vor-einer-neuen-kaltewelle\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Island<\/a> den j\u00e4hrlichen WHO-Grenzwert von 5 Mikrogramm PM2,5 pro Kubikmeter (\u00b5g\/m\u00b3).<\/p>\n<p>Weltweit geh\u00f6ren sie zu nur dreizehn Staaten und Gebieten, die innerhalb der sicheren Grenzen blieben. Zu den \u00fcbrigen z\u00e4hlen <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2025\/12\/08\/shell-finanzierte-schulmaterialien-sollen-klimafolgen-fossiler-energien-verharmlosen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Australien<\/a>, Barbados, Bermuda, Franz\u00f6sisch-Polynesien, Grenada, Neukaledonien, Panama, Puerto Rico, R\u00e9union und die US\u2011Jungferninseln.<\/p>\n<p>Damit verfehlten 130 der 143 erfassten L\u00e4nder, also 91 Prozent, die sicheren Richtlinien.<\/p>\n<p>Die f\u00fcnf L\u00e4nder mit der h\u00f6chsten Belastung waren <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/03\/20\/iea-gibt-zehn-schnelle-spartipps-fur-kraftstoff-viele-lander-setzen-sie-schon-um\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Pakistan<\/a> (67,3 \u00b5g\/m\u00b3), Bangladesch (66,1 \u00b5g\/m\u00b3), Tadschikistan (57,3 \u00b5g\/m\u00b3), Tschad (53,6 \u00b5g\/m\u00b3) und die Demokratische Republik Kongo (50,2 \u00b5g\/m\u00b3).<\/p>\n<p>Alle 25 St\u00e4dte mit der weltweit h\u00f6chsten Feinstaubbelastung liegen in Indien, Pakistan und China. In Indien befinden sich drei der vier am st\u00e4rksten verschmutzten St\u00e4dte \u2013 darunter die wenig beneidenswerte Nummer eins.<\/p>\n<p>Loni im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh verzeichnete eine durchschnittliche Jahreskonzentration von 112,5 \u00b5g\/m\u00b3 PM2,5. Das waren fast 23 Prozent mehr als 2024 und \u00fcber 22 Mal so viel wie der WHO-Richtwert. Eine Untersuchung aus dem Jahr 2024 nennt Verkehr, Industrieabgase, Stra\u00dfenstaub und wilde M\u00fcllkippen als wichtigste Quellen.<\/p>\n<p>Nieuwoudtville in S\u00fcdafrika war der sauberste Ort auf der Liste, mit einer j\u00e4hrlichen Durchschnittsbelastung von 1,0 \u00b5g\/m\u00b3 PM2,5. Der Ort liegt in der weiten, zerkl\u00fcfteten Landschaft des Namaqualand in der Karoo und gilt wegen seines j\u00e4hrlichen Bl\u00fctenmeers als beliebtes Ziel f\u00fcr Blumenfreundinnen und \u2011freunde.<\/p>\n<p>Luftverschmutzung in Europa: Wo die Belastung am h\u00f6chsten ist<\/p>\n<p>In <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2025\/12\/01\/luftverschmutzung\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Europa<\/a> stieg 2025 in 23 L\u00e4ndern der durchschnittliche Jahreswert f\u00fcr PM2,5, in 18 L\u00e4ndern sank er. Ein Staat kam neu in die Auswertung.<\/p>\n<p>Die PM2,5-<a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/03\/08\/umweltverschmutzung-steigert-risiko-psychische-erkrankungen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Belastung<\/a> nahm in der Schweiz und in Griechenland um mehr als 30 Prozent zu. Ursache war Rauch nordamerikanischer Waldbr\u00e4nde und Saharastaub aus Afrika. Den st\u00e4rksten R\u00fcckgang verzeichnete Malta mit fast 24 Prozent. Dahinter stehen langj\u00e4hrige Bem\u00fchungen, die Stromproduktion von schwerem Heiz\u00f6l auf erneuerbare Energien umzustellen, sowie Ma\u00dfnahmen gegen Emissionen aus dem Verkehr.<\/p>\n<p>IQAir ver\u00f6ffentlicht zudem Live-Ranglisten auf Basis von Echtzeitmessungen. Zum Zeitpunkt der Auswertung z\u00e4hlte Paris zu den f\u00fcnf weltweit am st\u00e4rksten verschmutzten Metropolen \u2013 neben Peking, Dhaka, Wuhan und Seoul. London lag ebenfalls in den Top Ten.<\/p>\n<p>Am Donnerstag, dem 19. M\u00e4rz, warnte der Atmosph\u00e4ren\u00fcberwachungsdienst Copernicus (CAMS) der EU vor hohen PM2,5-Werten in Europa. Ausl\u00f6ser seien saisonale Ammoniakemissionen aus <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/03\/20\/landwirte-dungemittel-russland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">D\u00fcngemitteln<\/a>, steigende Konzentrationen bestimmter Pollen und stabile Wetterlagen ohne Luftaustausch.<\/p>\n<p>Hintergrundbelastung durch die Verbrennung von <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/03\/16\/un-klimachef-fossile-gefahrden-sicherheit-erneuerbare-starken-staaten\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">fossilen Energietr\u00e4gern<\/a> \u2013 vor allem in Teilen Osteuropas und auf dem Balkan \u2013 tr\u00e4gt laut <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/01\/14\/copernicus-2025-war-weltweit-und-in-europa-das-drittwarmste-jahr-zwei-hauptfaktoren-sorgte\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Copernicus<\/a> ebenfalls dauerhaft zu schlechter Luftqualit\u00e4t bei.<\/p>\n<p>In den folgenden Tagen sollten unter anderem Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Belgien, das Vereinigte K\u00f6nigreich und Irland betroffen sein.<\/p>\n<p>L\u00fccken bei Daten zur Luftqualit\u00e4t bleiben<\/p>\n<p>In 54 L\u00e4ndern stiegen im neuen World Air Quality Report die durchschnittlichen PM2,5-Werte, in 75 gingen sie zur\u00fcck, in zwei blieben sie unver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Der Bericht umfasst in diesem Jahr zwar zw\u00f6lf Staaten mehr als zuletzt, doch gro\u00dfe Datenl\u00fccken bleiben. Nach Angaben von IQAir hat nur ein Bruchteil der Weltbev\u00f6lkerung Zugang zu sehr lokal aufgel\u00f6sten Echtzeitinformationen zur Luftqualit\u00e4t.<\/p>\n<p>Und in manchen Regionen verschlechtert sich die Lage sogar. Im M\u00e4rz 2025 schaffte die Regierung von Donald Trump das globale Luftqualit\u00e4ts-Messprogramm des US-Au\u00dfenministeriums ab. Millionen Menschen verloren damit den Zugang zu Daten.<\/p>\n<p>Das in Finnland ans\u00e4ssige Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA) berichtet, dass die \u00dcberwachung in 44 L\u00e4ndern geschw\u00e4cht wurde und sechs Staaten nun gar keine Messungen mehr haben.<\/p>\n<p>\u201eOhne Messungen k\u00f6nnen wir nicht vollst\u00e4ndig verstehen, was in der Luft steckt, die wir einatmen\u201c, sagt Frank Hammes, Global CEO von IQAir. \u201eBreiter Zugang zu Echtzeitdaten st\u00e4rkt die Gemeinschaften und erm\u00f6glicht Gegenma\u00dfnahmen. Wenn wir Emissionen senken und die Klimakrise entschlossen angehen, k\u00f6nnen wir die Luftqualit\u00e4t weltweit sp\u00fcrbar und dauerhaft verbessern.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nur vierzehn Prozent der St\u00e4dte weltweit atmen gesundheitlich unbedenkliche Luft. 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