{"id":64076,"date":"2026-03-24T22:58:11","date_gmt":"2026-03-24T22:58:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/64076\/"},"modified":"2026-03-24T22:58:11","modified_gmt":"2026-03-24T22:58:11","slug":"weltpremiere-am-cern-erfolgreicher-antimaterie-transport-per-lkw","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/64076\/","title":{"rendered":"Weltpremiere am CERN &#8211; Erfolgreicher Antimaterie-Transport per Lkw"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/lkw-cern-100.jpg\" alt=\"Ein Lastwagen transportiert die Antimaterie-Falle w\u00e4hrend eines Stra\u00dfentests beim Kernforschungszentrum Cern in Meyrin, Schweiz.\" title=\"Ein Lastwagen transportiert die Antimaterie-Falle w\u00e4hrend eines Stra\u00dfentests beim Kernforschungszentrum Cern in Meyrin, Schweiz. | Salvatore Di Nolfi\/KEYSTONE\/dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 24.03.2026 \u2022 20:10 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Am europ\u00e4ischen Kernforschungszentrum CERN in Genf ist es erstmals gelungen, Antimaterie auf der Stra\u00dfe zu transportieren. Die Testfahrt k\u00f6nnte der erste Schritt sein, um eines der gr\u00f6\u00dften R\u00e4tsel der Teilchenphysik zu l\u00f6sen.\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/kathrin-hondl-103.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Kathrin Hondl\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/hondl-101.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Antimatter in motion&#8220;, also &#8222;Antimaterie unterwegs&#8220;, steht auf dem Lastwagen, der sich heute Vormittag um kurz vor 10 Uhr in Bewegung setzte. Eine Fahrt, auf die der deutsche Physiker Stefan Ulmer sechs Jahre hingearbeitet hat. &#8222;Wir machen heute was zum ersten Mal, was die Menschheit bisher nicht getan hat&#8220;, so Ulmer. Er geh\u00f6rt zu dem Team am europ\u00e4ischen Kernforschungszentrum CERN, das die Weltpremiere minuti\u00f6s vorbereitet hat.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die 92 Antiprotonen an Bord des Lasters sind in einem gut 850 Kilogramm schweren Container untergebracht &#8211; einer sogenannten Penning-Falle, die die Forscher eigens f\u00fcr den heiklen Transport entwickelt haben. Mithilfe von supraleitenden Magneten schweben die Antimaterie-Teilchen in einem hoch spezifizierten Vakuum, erkl\u00e4rt Physiker Ulmer.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Das speziell entwickelte tragbare kryogene Penning-Fallen-Ger\u00e4t (links), das mit einer Wolke von 92 Antiprotonen gef\u00fcllt ist, wurde f\u00fcr die Testfahrt auf einen Lastwagen verladen.\n                    <\/p>\n<p>    &#8222;Es lief wirklich ausgezeichnet&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ein gro\u00dfes Schlagloch oder ein Auffahrunfall k\u00f6nnten fatal sein f\u00fcr die im Vakuum schwebenden Antiteilchen, wenn sie dadurch die W\u00e4nde ihres Reisecontainers ber\u00fchren w\u00fcrden. Denn jeglicher Kontakt mit Materie w\u00fcrde die Antiprotonen vernichten. Sein Puls liege bei 94, statt bei 60 wie normal, so Ulmer beim Blick auf seine Smartwatch, als die Antiprotonen sich auf die Test-Reise machen &#8211; im Lkw mit 42 Kilometern pro Stunde auf den teils holprigen Stra\u00dfen des CERN-Gel\u00e4ndes.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Eine halbe Stunde sp\u00e4ter dann ein strahlender Teilchen-Physiker: &#8222;Es sah so derma\u00dfen gut aus im Transport, dass wir gesagt haben, okay, dann fahren wir noch mal eine Runde, also es lief wirklich ausgezeichnet. Wir sind sehr gl\u00fccklich.&#8220; Und auch Stefan Ulmers Puls hat sich beruhigt &#8211; auf 88 immerhin.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Das Ziel ist es, Antiprotonen zu Einrichtungen wie der Heinrich-Heine-Universit\u00e4t in D\u00fcsseldorf zu transportieren, wo eine ruhigere magnetische Umgebung pr\u00e4zisere Messungen erm\u00f6glichen w\u00fcrde.\n                    <\/p>\n<p>    &#8222;Neue Physik f\u00fchrt zu neuer Philosophie&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach der gegl\u00fcckten Weltpremiere auf der Stra\u00dfe kommt der Spezial-Container mit der Penning-Falle und den Antiprotonen zur\u00fcck in die &#8222;Antimaterie-Fabrik&#8220; des Kernforschungszentrums. Das ist eine gro\u00dfe Halle, in der letzte Messungen erfolgen. Um 14 Uhr ist dann endlich klar, dass alle 92 Antiprotonen noch da sind.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">F\u00fcr Physiker Ulmer ist die Testfahrt ein Meilenstein. Der Start in eine neue Epoche f\u00fcr die Physik. Und neue Physik f\u00fchre immer zu neuen Philosophien, neuer Technologieentwicklung und einem ver\u00e4nderten Naturverst\u00e4ndnis, sagt er.<\/p>\n<p>Conseil Europ\u00e9en pour la Recherche Nucl\u00e9aire (CERN)<\/p>\n<p>        Das\u00a0CERN,\u00a0die\u00a0Europ\u00e4ische\u00a0Organisation\u00a0f\u00fcr\u00a0Kernforschung,\u00a0ist\u00a0eines der weltweit\u00a0gr\u00f6\u00dften\u00a0Forschungszentren\u00a0f\u00fcr\u00a0Teilchenphysik\u00a0und\u00a0spielt\u00a0eine\u00a0entscheidende\u00a0Rolle\u00a0in\u00a0der\u00a0Grundlagenforschung\u00a0zur\u00a0Materie\u00a0und\u00a0den\u00a0Gesetzen\u00a0des\u00a0Universums. <\/p>\n<p>Physiker und Physikerinnen sowie Ingenieure und Ingenieurinnen am CERN nutzen nach Angaben der Einrichtung die gr\u00f6\u00dften und komplexesten wissenschaftlichen Instrumente der Welt, um die grundlegenden Bausteine der Materie, fundamentale Teilchen, zu untersuchen. Die Ger\u00e4te, die das CERN zu diesem Zweck einsetzt, sind Teilchenbeschleuniger und Detektoren. Die Beschleuniger bringen die Teilchen auf hohe Energien, bevor sie aufeinander treffen. Die Detektoren beobachten und erfassen die Ergebnisse dieser Kollisionen. Indem sie die Kollisionen von Elementarteilchen untersuchen, gewinnen Wissenschaftler Erkenntnisse \u00fcber die Naturgesetze.<\/p>\n<p>Am CERN sind in der Vergangenheit bereits mehrere gro\u00dfe Durchbr\u00fcche in der Forschung gelungen, unter anderem im medizinischen Bereich oder der Internet-Technik. Gegr\u00fcndet wurde das CERN 1954. Es liegt an der franz\u00f6sisch-schweizerischen Grenze in der N\u00e4he von Genf.\n    <\/p>\n<p>    Lieferung an D\u00fcsseldorfer Labor<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">N\u00e4chstes Ziel ist es nun, die am CERN produzierten Antiprotonen zur Erforschung an ein neues Labor f\u00fcr Pr\u00e4zisionsmessungen der Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf zu liefern. Dort, und sp\u00e4ter auch an weiteren Forschungseinrichtungen in Europa, sollen dann bis zu 1.000 Mal genauere Messungen durchgef\u00fchrt werden, als es am CERN m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Fernziel ist es, m\u00f6glicherweise irgendwann eine der gr\u00f6\u00dften Fragen der Teilchenphysik zu l\u00f6sen &#8211; und zu erkl\u00e4ren, warum beim Urknall die Antimaterie fast vollst\u00e4ndig verschwand.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Und eins ist schon jetzt sicher: Im CERN knallen nach der Weltpremiere die Champagner-Korken. Die ganze Community sei eingeladen. Zwischen 100 und 200 Physiker seien kontinuierlich hier besch\u00e4ftigt. &#8222;Wir haben viel Champagner gekauft&#8220;, sagt Ulmer.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 24.03.2026 \u2022 20:10 Uhr Am europ\u00e4ischen Kernforschungszentrum CERN in Genf ist es erstmals gelungen, Antimaterie auf der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":64077,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[25747,25746,40,41,39,66,100,65,64],"class_list":{"0":"post-64076","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-antimaterie","9":"tag-cern","10":"tag-nachrichten","11":"tag-news","12":"tag-schlagzeilen","13":"tag-welt","14":"tag-wissenschaft","15":"tag-world","16":"tag-world-news"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64076","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64076"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64076\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/64077"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64076"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64076"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64076"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}