{"id":64457,"date":"2026-03-25T05:32:11","date_gmt":"2026-03-25T05:32:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/64457\/"},"modified":"2026-03-25T05:32:11","modified_gmt":"2026-03-25T05:32:11","slug":"humanic-will-auch-sporthaendler-werden-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/64457\/","title":{"rendered":"Humanic will auch Sporth\u00e4ndler werden \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Vom Morgenlauf direkt ins B\u00fcro. Immer mehr Menschen machen das mit demselben Schuh. Und zwar einem, der beiden Welten gerecht wird. Turnschuhe zum Anzug sind l\u00e4ngst kein Novum mehr. Die Hersteller setzen auf eine neue Turnschuh-Kategorie f\u00fcr den immer hybrider werdenden Lifestyle: sogenannte Performance-Sneaker. Das sind sportliche Schuhe, die vor allem f\u00fcrs Laufen und Joggen konzipiert sind, aber durch entsprechendes Design auch abseits der Laufstrecke funktionieren. <\/p>\n<p>Der Schweizer Laufschuh-Hersteller On steht seit Jahren sinnbildlich f\u00fcr diesen Trend. Die Schuhe mit den l\u00f6chrigen Sohlen sind gleicherma\u00dfen im Fitnessstudio wie im Alltag zu Hause. 2025 erzielte das Unternehmen erstmals \u00fcber drei Mrd. Franken Umsatz. Andere gro\u00dfe Hersteller wie Adidas, Nike oder New Balance erkennen die Nachfrage ebenfalls und haben eine Performance-Sneaker-Kategorie eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Davon, dass die Nachfrage nach diesen Schuhen mehr als nur ein Trend ist, ist Armin Weger, der im Vorjahr das Ruder bei Humanic \u00fcbernommen hat, \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p>\u201eDer Sneaker-Markt entwickelt sich sehr rasant und von einem Paar Schuhe wird immer mehr erwartet.\u201c W\u00e4hrend sportliche Schuhe bisher nur eine Erg\u00e4nzung des Sortiments beim Schuhh\u00e4ndler waren, setzt Weger nun st\u00e4rker auf das gefragte Segment. <\/p>\n<p>Und das in einer Zeit, in der viele Schuhgesch\u00e4fte ihre Tore f\u00fcr immer schlie\u00dfen und sich der Sporthandel konsolidiert. \u201eWir integrieren in unseren Filialen einen v\u00f6llig neuen Performance- und Sportbereich. Erst mit Fokus auf Laufen, sp\u00e4ter k\u00f6nnten Outdoor oder Tennis folgen\u201c, sagt Weger zur \u201ePresse\u201c. Aber einfach nur \u201eneue Schuhe hinstellen\u201c wolle der Humanic-Chef nicht. \u201eWir bilden gerade 16 neue Mitarbeiter f\u00fcr diese Stores aus, die gezielt f\u00fcr dieses Segment arbeiten werden.\u201c Preislich bewegen sich die Modelle zwischen 140 und 200 Euro.<\/p>\n<p>Bevor er das neue Segment skaliert, wolle er die Qualit\u00e4t sicherstellen. Kunden werden \u201eHumanic Sports\u201c ab dieser Woche in vier Filialen \u2013 in Wien (K\u00e4rntner Stra\u00dfe und Mariahilfer Stra\u00dfe), in der SCS V\u00f6sendorf und in der Plus City in Pasching \u2013 bemerken. Im Herbst soll die Herrengasse in Graz folgen.<\/p>\n<p>Von der Schuhindustrie werde die Strategie unterst\u00fctzt, \u201eweil man einen solchen Schritt von einem Schuhh\u00e4ndler nicht erwartet h\u00e4tte\u201c, sagt Weger. Wie viel er f\u00fcr die strategische Neuausrichtung ausgibt, verr\u00e4t er nicht \u2013 nur, dass es mit Industriepartnern gemeinsam finanziert wird. Die eigene berufliche Laufbahn kommt dem Manager gelegen. Immerhin bringt er langj\u00e4hrige Erfahrung im internationalen Sport- und Modehandel mit und hat unter anderem bei Engelhorn Sports, Dodenhof und Hervis gearbeitet.<\/p>\n<p>Was Weger bei Humanic als Neuland erschlie\u00dft, haben etablierte Sporth\u00e4ndler schon l\u00e4nger als Potenzial erkannt. Athleisure, also athletische Mode, sei kein kurzfristiger Trend, sondern ein profitables Segment f\u00fcr den Sporth\u00e4ndler, sagt Intersport-Chef Franz Koll. \u201eWanderschuhe werden f\u00fcr den Spaziergang getragen und Sportleggings werden sowohl im Fitnessstudio als auch beim Stadtbummel getragen. Bei Intersport sehen wir vor allem in den Outdoor- und Fitnesssegmenten seit Jahren Umsatzzuw\u00e4chse im hohen ein- bzw. zweistelligen Bereich\u201c, sagt er. <\/p>\n<p>Auch er beobachtet, dass Konsumenten beides wollen: \u201eEinmal stand Funktionalit\u00e4t im Vordergrund, dann war Style wieder wichtiger, und jetzt w\u00fcnschen sich Kunden die Kombination\u201c, sagt Koll. Das fordern vor allem die j\u00fcngeren Zielgruppen \u201eund ist ein Weg, den wir konsequent weiterverfolgen und ausbauen wollen\u201c.<\/p>\n<p>Dass etablierte Sporth\u00e4ndler wie Intersport mit dem Sortiment vorerst st\u00e4rker dastehen, ist dem Humanic-Chef klar \u2013 \u201eaber wir wollen auch eine andere Zielgruppe erreichen. Es geht dabei nicht um eine bestimmte Alterskategorie, sondern um Menschen mit einer bestimmten Haltung: Diese legen Wert auf Gesundheit und Lifestyle, sind leistungsorientiert und bewegen sich modern.\u201c Werben wird Weger f\u00fcr \u201eHumanic Sports\u201c mit Influencern und den Sujets der Schuhhersteller. Eine eigene Kampagne gibt es nicht.<\/p>\n<p>Der Sneaker-Umsatz macht beim Schuhh\u00e4ndler etwa 25 Prozent aus. Bez\u00fcglich der konkreten Umsatzziele f\u00fcr den neuen Bereich bleibt Weger noch vage: \u201eWenn wir im ersten Schritt im Performance-Sneaker-Bereich auf vier bis f\u00fcnf Prozent von den 25 Prozent kommen, bin ich sehr zufrieden. Dann geht es in die richtige Richtung.\u201c Konkreter wolle er vorerst noch nicht werden.<\/p>\n<p>Noch eine andere Sache d\u00fcrfte beim Schuhh\u00e4ndler Humanic demn\u00e4chst \u00fcber die B\u00fchne gehen, n\u00e4mlich das Closing der \u00dcbernahme der Humanic-Mutter Leder &amp; Schuh durch die slowenische Mass-Gruppe. Der Deal wurde im Oktober 2025 bekannt. Noch warten die Beteiligten auf die Zustimmung der Wettbewerbsbeh\u00f6rden. Die Transaktion soll noch in der ersten Jahresh\u00e4lfte 2026 geschehen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Vom Morgenlauf direkt ins B\u00fcro. Immer mehr Menschen machen das mit demselben Schuh. 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