{"id":64645,"date":"2026-03-25T08:10:08","date_gmt":"2026-03-25T08:10:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/64645\/"},"modified":"2026-03-25T08:10:08","modified_gmt":"2026-03-25T08:10:08","slug":"hybride-kriegsfuehrung-teherans-behoerden-pruefen-nach-antisemitischen-anschlaegen-in-europa-verbindungen-zum-iran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/64645\/","title":{"rendered":"Hybride Kriegsf\u00fchrung Teherans?: Beh\u00f6rden pr\u00fcfen nach antisemitischen Anschl\u00e4gen in Europa Verbindungen zum Iran"},"content":{"rendered":"<p>Hybride Kriegsf\u00fchrung Teherans?Beh\u00f6rden pr\u00fcfen nach antisemitischen Anschl\u00e4gen in Europa Verbindungen zum Iran<\/p>\n<p>25.03.2026, 08:32 Uhr <\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(07:23 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Blick-auf-die-ausgebrannten-Ueberreste-der-Hatzola-Krankenwagen-beim-Jewish-Community-Ambulance-Serv.webp\" alt=\"Blick-auf-die-ausgebrannten-Ueberreste-der-Hatzola-Krankenwagen-beim-Jewish-Community-Ambulance-Service-nach-einem-Brandanschlag-auf-vier-Krankenwagen-am-Montag\"\/>Blick auf die ausgebrannten \u00dcberreste der Hatzola-Krankenwagen beim Jewish Community Ambulance Service nach einem Brandanschlag auf vier Krankenwagen Anfang der Woche. (Foto: picture alliance\/dpa\/PA Wire)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Attacken auf Synagogen und j\u00fcdische Schulen: Seit Jahren untersuchen die Sicherheitsbeh\u00f6rden etlicher L\u00e4nder bei antisemitischen Straftaten, ob Spuren nach Teheran f\u00fchren. Seit Beginn des Krieges sind sie noch st\u00e4rker alarmiert. Doch die Suche nach Beweisen ist kompliziert. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Vor einer Synagoge in Rotterdam wurde ein Feuer gelegt, in Amsterdam ein Sprengsatz an einer j\u00fcdischen Schule. In London brannten vier Krankenwagen eines j\u00fcdischen Rettungsdienstes, im belgischen L\u00fcttich ersch\u00fctterte eine Explosion die dortige Synagoge und die Nachbarschaft. Seit Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran kam es in mehreren europ\u00e4ischen St\u00e4dten zu antisemitischen Attacken &#8211; als Teil einer hybriden Kriegsf\u00fchrung Teherans?<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Obwohl es zum jetzigen Zeitpunkt keine eindeutigen Beweise f\u00fcr eine iranische Beteiligung an den Anschl\u00e4gen gebe, &#8222;deuten die Umst\u00e4nde (&#8230;) stark auf eine von Iran unterst\u00fctzte Aktivit\u00e4t hin&#8220;, schreibt Julian Lanch\u00e8s vom International Centre for Counter-Terrorism (ICCT) in einer aktuellen Analyse. Die Londoner Polizei pr\u00fcft bei ihren Ermittlungen, die derzeit in alle Richtungen gehen, auch ein mutma\u00dfliches Bekennervideo der neuen Gruppierung Harakat Ashab al-Jamin al-Islamia, deren Name seit Tagen immer wieder auftaucht.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Gruppe habe sich zu weiteren Anschl\u00e4gen in Europa bekannt und m\u00f6glicherweise Verbindungen zum iranischen Staat, sagte der Londoner Polizeichef Mark Rowley der Nachrichtenagentur PA zufolge. Er schr\u00e4nkte ein: &#8222;Es ist noch zu fr\u00fch f\u00fcr mich, den Angriff (&#8230;) in Golders Green dem iranischen Staat zuzuschreiben.&#8220; Noch gilt der Brandanschlag auf den Rettungsdienst als antisemitisches Hassverbrechen, nicht als Terrorakt.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die &#8222;bewusste Erzeugung von Unklarheit, um Verwirrung und Unordnung zu stiften&#8220;, geh\u00f6rt der Analyse des Terrorismusexperten zufolge zu den besonderen Merkmalen der hybriden Kriegsf\u00fchrung. Terrorakte sind nicht eindeutig einem Staat zuzuordnen, sondern werden \u00fcber Helfer und Helfergruppierungen ausgef\u00fchrt &#8211; in den europ\u00e4ischen F\u00e4llen oftmals von jungen Menschen, die sich leicht von Ideologie und\/oder Bezahlung leiten lassen. Ein \u00e4hnliches Vorgehen wird auch Russland vorgeworfen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der B\u00fcrgermeister von L\u00fcttich, wo sich am 9. M\u00e4rz der erste Anschlag mit m\u00f6glicher Verbindung zu der Gruppierung ereignete, sprach von einem &#8222;extrem gewaltt\u00e4tigen Akt des Antisemitismus&#8220;. In Rotterdam hatten die Beh\u00f6rden nach dem Brandanschlag auf die Synagoge am 13. M\u00e4rz, bei dem ein geringer Sachschaden entstanden war, vier Verd\u00e4chtige im Alter von 17 bis 19 Jahren festgenommen. In London fahndet die Polizei nach der Tat am 23. M\u00e4rz nach drei Unbekannten, die auf \u00dcberwachungsvideos zu sehen sind.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Sicherheitsbeh\u00f6rden etlicher L\u00e4nder pr\u00fcfen seit Jahren bei antisemitischen Straftaten oder Pl\u00e4nen daf\u00fcr, ob Spuren nach Teheran f\u00fchren. Der britische Inlandsgeheimdienst MI5 hat nach Angaben von Generaldirektor Ken McCallum innerhalb von zw\u00f6lf Monaten &#8222;mehr als zwanzig potenziell t\u00f6dliche, vom Iran unterst\u00fctzte Anschlagspl\u00e4ne verfolgt&#8220;. In Argentinien war im vergangenen Jahr beschlossen worden, zehn Verd\u00e4chtige, darunter sieben Iraner, wegen des Anschlags auf das j\u00fcdische Gemeindezentrum 1994 in Buenos Aires in Abwesenheit vor Gericht zu stellen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Seit Kriegsbeginn sind die Beh\u00f6rden noch st\u00e4rker alarmiert, auch in Deutschland wurde vor einer erh\u00f6hten Terrorgefahr gewarnt. Insbesondere nach der T\u00f6tung des iranischen Staatsoberhaupts und Religionsf\u00fchrers Ali Chamenei sei damit zu rechnen, dass der Iran seine Netzwerke hierzulande f\u00fcr Terroranschl\u00e4ge auf j\u00fcdische und israelische Einrichtungen nutze, hatte der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, gesagt. Berichtet wurde \u00fcber aus dem Iran abgefangene \u00dcbertragungen, die der Aktivierung sogenannter Schl\u00e4ferzellen gedient haben k\u00f6nnten.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Inwieweit sich tats\u00e4chlich eine neue islamistische Gruppierung gebildet hat &#8211; oder es sich dabei wom\u00f6glich um eine Inszenierung handelt, um die wahre Urheberschaft zu verschleiern &#8211; ist offen. Harakat Ashab al-Jamin al-Islamia l\u00e4sst sich in etwa mit der Islamischen Bewegung der Gef\u00e4hrten der Rechtschaffenden \u00fcbersetzen. ICCT-Autor Lanch\u00e8s listet mehrere Ungereimtheiten in der Verbreitung der Bekennerschreiben und Botschaften \u00fcber die einschl\u00e4gigen sozialen Netzwerke auf.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Es sieht so aus, als ob es eine Fassade w\u00e4re&#8220;, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Daf\u00fcr spreche etwa, dass die Gruppe keinen eigenen Telegram-Kanal habe, und auch, dass das Wort &#8222;islamistisch&#8220; im Arabischen falsch geschrieben sei. &#8222;Das ist so, als w\u00fcrden Extremrechte das Wort Hitler falsch schreiben.&#8220; Er betont, dass es viele Hinweise gebe, dass der Iran hinter diesen Anschl\u00e4gen stecke. In seiner Analyse schreibt der Forscher, das Video zu L\u00fcttich sei auf Kan\u00e4len verbreitet worden, &#8222;die mit Gruppen der sogenannten &#8222;Achse des Widerstands&#8220; verbunden sind&#8220; &#8211; und auch auf proiranischen Nachrichtenkan\u00e4len.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Zur sogenannten Widerstandsachse geh\u00f6ren Milizen im Nahen Osten, etwa die schiitische Hisbollah im Libanon oder die Huthi-Rebellen im Jemen. Auch die islamistische Hamas im Gazastreifen wird von Teheran unterst\u00fctzt, um den gemeinsamen Erzfeind Israel zu bek\u00e4mpfen. Sie sind Teil der milit\u00e4rischen Abschreckungsdoktrin der Islamischen Republik. Ihren Beistand sichert sich die iranische Staatsf\u00fchrung mit finanzieller und politischer Unterst\u00fctzung sowie ideologischer Bindung.<\/p>\n<p>Untersuchung in Israel<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">In Israel hatte das Nationale Zentrum zur Bek\u00e4mpfung von Antisemitismus als Teil des Diaspora-Ministeriums Mitte M\u00e4rz, vor dem Londoner Angriff, einen Sonderbericht zu der Harakat Ashab al-Jamin al-Islamia ver\u00f6ffentlicht. Es sei eine &#8222;militante Organisation, die im M\u00e4rz 2026 \u00f6ffentlich in Erscheinung trat, nachdem sie die Verantwortung f\u00fcr eine Reihe von Angriffen auf j\u00fcdische Einrichtungen in Europa \u00fcbernommen hatte&#8220;, hei\u00dft es darin. Konkret genannt werden die Vorf\u00e4lle in Belgien und den Niederlanden.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Zudem wird, auch von der Gruppierung selbst, ein Angriff in Griechenland genannt, der sich aber nicht verifizieren l\u00e4sst &#8211; m\u00f6glicherweise auch ein Teil der Verwirrungstaktik. Die bisherigen Angriffe k\u00f6nnten auch &#8222;als Signal&#8220; aus Teheran verstanden werden, dass es sowohl bereit als auch in der Lage sei, &#8222;Operationen in Europa durchzuf\u00fchren&#8220;, steht in der ICCT-Analyse. Dabei werde &#8222;eine gewisse plausible Abstreitbarkeit&#8220; aufrechterhalten, durch die eine europ\u00e4ische Reaktion erschwert werde.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, Jan Mies, Sara Lemel und Annette Birschel, dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hybride Kriegsf\u00fchrung Teherans?Beh\u00f6rden pr\u00fcfen nach antisemitischen Anschl\u00e4gen in Europa Verbindungen zum Iran 25.03.2026, 08:32 Uhr Artikel anh\u00f6ren(07:23 min)&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":64646,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[2784,4890,76,75,74,10180,269],"class_list":{"0":"post-64645","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-europa","8":"tag-angriff","9":"tag-antisemitismus","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-iran-konflikt","14":"tag-politik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116288803552646924","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64645","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64645"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64645\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/64646"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64645"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64645"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64645"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}