{"id":65510,"date":"2026-03-25T17:19:11","date_gmt":"2026-03-25T17:19:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/65510\/"},"modified":"2026-03-25T17:19:11","modified_gmt":"2026-03-25T17:19:11","slug":"wichtig-fuer-jaeger-und-sammler-hunde-begleiten-menschen-in-europa-schon-seit-der-eiszeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/65510\/","title":{"rendered":"Wichtig f\u00fcr J\u00e4ger und Sammler: Hunde begleiten Menschen in Europa schon seit der Eiszeit"},"content":{"rendered":"<p>Wichtig f\u00fcr J\u00e4ger und SammlerHunde begleiten Menschen in Europa schon seit der Eiszeit<\/p>\n<p>25.03.2026, 17:04 Uhr <\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(05:11 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Nahaufnahme-eines-schlafenden-weissen-Wolfshundes-Friedliche-Aussicht-mit-einem-grossen-Schaeferhund.webp\" alt=\"Nahaufnahme-eines-schlafenden-weissen-Wolfshundes-Friedliche-Aussicht-mit-einem-grossen-Schaeferhund-der-am-Fusse-der-nebligen-Berge-ruht-Close-up-portrait-of-a-sleeping-white-wolf-dog-Peaceful-view-with-a-big-sheepdog-resting-at-the-bottom-of-the-foggy-mountains-Copyright-imageBROKER-PsychoShadow-ibxaiu12929669\"\/>Bisher ist man davon ausgegangen, dass Hunde seit gut 10.000 Jahren Menschen in Europa begleiten. Nun gibt es neue, wesentlich \u00e4ltere Belege. (Foto: imago \/ imageBROKER \/ Psycho Shadow )TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Hunde begleiten Menschen seit fast 16.000 Jahren und damit wesentlich l\u00e4nger als bisher gedacht. Das beweist eine genetische Analyse der Fundst\u00fccke eines Hundes aus der T\u00fcrkei. Das Forschungsteam zeigt auch, wie wichtig die Tiere bereits in der Eiszeit f\u00fcr J\u00e4ger und Sammler waren.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Hunde waren einer Studie zufolge schon verbreitete Begleiter der J\u00e4ger- und Sammler-Gemeinschaften Europas. Der \u00e4lteste genetische Nachweis stammt demnach von einem Hund, der vor 15.800 Jahren lebte. Der zuvor \u00e4lteste genetische Nachweis war rund 5000 Jahre j\u00fcnger. In zwei Studien<a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41586-026-10170-x\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"> im Fachjournal &#8222;Nature&#8220;<\/a> belegen Forscher die weite Verbreitung der Hunde bereits vor Einf\u00fchrung der Landwirtschaft.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Arch\u00e4ologische Belege deuteten bereits darauf hin, dass sich Hunde vor mehr als 15.000 Jahren von W\u00f6lfen abspalteten und in ganz Europa und der T\u00fcrkei vorkamen, schreiben Co-Studienleiter Laurent Frantz von der Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t in M\u00fcnchen und Kollegen. So weise etwa ein rund 14.300 Jahre alter Unterkiefer eines Tieres aus der Fundstelle Bonn-Oberkassel hunde\u00e4hnliche Merkmale auf. Es sei zusammen mit zwei Menschen bestattet worden und habe Krankheitsmerkmale, die ohne l\u00e4ngere menschliche Pflege t\u00f6dlich gewesen w\u00e4ren.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ohne best\u00e4tigende genetische Daten sei es jedoch schwierig gewesen, die \u00dcberreste vieler Tiere eindeutig als Hunde zu identifizieren. Die fr\u00fchesten auf DNA-Basis eindeutig nachgewiesenen Hunde stammten laut Studie bislang aus dem Nordwesten Russlands und sind etwa 10.900 Jahre alt.<\/p>\n<p>\u00c4ltester Nachweis eines Hundes<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">In der neuen Studie analysierte das Team aus 17 Forschungsinstituten unter anderem DNA aus Proben der britischen Fundst\u00e4tte Gough&#8217;s Cave (etwa 14.300 Jahre alt) und aus der Fundst\u00e4tte P\u0131narba\u015f\u0131 in der T\u00fcrkei (etwa 15.800 Jahre alt). Die Forscher verglichen die Daten dieser Funde aus der Altsteinzeit (Pal\u00e4olithikum) mit den Genomen von mehreren Hundert modernen und fr\u00fcheren Hunden und W\u00f6lfen. Ergebnis: Bei den Tieren der beiden Fundst\u00e4tten handelte es sich tats\u00e4chlich um Hunde.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die genetische Identifizierung der Hunde aus der Altsteinzeit habe einen Wendepunkt im Verst\u00e4ndnis der fr\u00fchesten Hunde dargestellt, sagte Co-Erstautor William Marsh vom Natural History Museum in London. &#8222;Diese Exemplare erm\u00f6glichten es uns, weitere fr\u00fcher lebende Hunde an Fundorten in Deutschland, Italien und der Schweiz zu identifizieren, was deutlich zeigt, dass Hunde bereits vor mindestens 14.000 Jahren weit \u00fcber Europa und die T\u00fcrkei verbreitet waren.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Trotz des Grabfunds in Bonn-Oberkassel und Anzeichen, dass Hunde in P\u0131narba\u015f\u0131 Fisch vom Menschen erhielten, ist die damalige Rolle der Hunde unklar. Das Forschungsteam fand jedoch Hinweise darauf, dass genetisch und kulturell unterschiedliche J\u00e4ger- und Sammler-Gruppen Hunde aktiv ausgetauscht haben. &#8222;Die Tatsache, dass Menschen Hunde so fr\u00fch austauschten, bedeutet, dass diese Tiere wichtig gewesen sein m\u00fcssen. Angesichts begrenzter Ressourcen impliziert ihre Haltung, dass sie einen Zweck erf\u00fcllten&#8220;, sagte der LMU-Pal\u00e4ogenetiker Frantz. &#8222;Eine M\u00f6glichkeit ist, dass sie als hocheffizientes Alarmsystem dienten.&#8220;<\/p>\n<p>Schon in der Eiszeit hatten Menschen Hunde<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Eine weitere Studie befasst sich mit der genetischen Herkunft der Hunde in Europa. Hunde (Canis lupus familiaris) stammen demnach von Grauw\u00f6lfen (Canis lupus) ab und gingen als erste Tiere \u00fcberhaupt eine Beziehung zu Menschen ein. Der genaue Ort der Domestikation und die beteiligten menschlichen Gruppen sind bislang unbekannt, wie ein gro\u00dfes Team um den Erstautor Anders Bergstr\u00f6m vom Francis-Crick-Institut in London und der University of East Anglia in Norwich schreibt. Es hatte \u00dcberreste von 200 Hundeartigen aus Europa bis hin nach Armenien untersucht.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der \u00e4lteste Hund dieser Studie ist ein in der Fundstelle Kesslerloch in der Schweiz entdecktes Tier, das vor 14.200 Jahren lebte. &#8222;Zwar erlaubt dieses Ergebnis keine genaue Bestimmung des Zeitpunkts der Domestikation, doch es ist plausibel, dass diese mehrere Jahrtausende vor 14.200 Jahren stattfand&#8220;, schreibt das Team.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Obwohl die arch\u00e4ologischen Belege in Europa die bisher \u00e4ltesten sind, deuten die genetischen Daten der Studie darauf hin, dass diese fr\u00fchen Hunde nicht von lokalen europ\u00e4ischen W\u00f6lfen abstammen. Sie sind vielmehr Teil einer weiter verbreiteten Abstammungslinie, die starke Wurzeln im Osten, etwa in Sibirien, hat. Daher wurde der Hund vermutlich nicht in Europa domestiziert.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bei heutigen Hunden fanden die Forschenden einerseits Erbgut von Hunden der J\u00e4ger und Sammler der Mittelsteinzeit, die wiederum von der \u00f6stlichen Wolfslinie abstammten. Andererseits wiesen sie Gene von Hunden nach, die Bauern der Jungsteinzeit aus S\u00fcdwestasien nach Europa gebracht haben. Zusammengenommen zeigten die Studien, dass die Wurzeln heutiger westlicher Hunde in der Zeit vor dem Ende der letzten Eiszeit liegen, hei\u00dft es in <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41586-026-10112-7\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">einem &#8222;Nature&#8220;-Kommentar<\/a>.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, jaz\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wichtig f\u00fcr J\u00e4ger und SammlerHunde begleiten Menschen in Europa schon seit der Eiszeit 25.03.2026, 17:04 Uhr Artikel anh\u00f6ren(05:11&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":65511,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[5634,1001,76,75,74,26181,9424],"class_list":{"0":"post-65510","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-europa","8":"tag-archaeologie","9":"tag-bildung","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-fundsache","14":"tag-hunde"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116290962310968420","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65510","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=65510"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65510\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/65511"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=65510"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=65510"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=65510"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}