{"id":65699,"date":"2026-03-25T19:17:09","date_gmt":"2026-03-25T19:17:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/65699\/"},"modified":"2026-03-25T19:17:09","modified_gmt":"2026-03-25T19:17:09","slug":"stefan-kulovits-sagte-als-zeuge-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/65699\/","title":{"rendered":"Stefan Kulovits sagte als Zeuge aus"},"content":{"rendered":"<p>Mit der Zeugenbefragung des ehemaligen Rapid-Trainers <a href=\"https:\/\/www.laola1.at\/de\/daten\/news\/stefan-kulovits\/\" class=\"tag\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stefan Kulovits<\/a>, der seinen Angaben zufolge bis zum 31. Mai noch bei Rapid gemeldet, aber dienstfreigestellt ist, ist am Mittwoch am Landesgericht der Prozess um den Platzsturm beim <a href=\"https:\/\/www.laola1.at\/de\/daten\/news\/wiener-derby\/\" class=\"tag\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wiener Derby<\/a> vom 22. September 2024 fortgesetzt worden.<\/p>\n<p>Kulovits war von der Verteidigerin eines angeklagten Rapid-Anh\u00e4ngers beantragt worden, weil dieser ihren Mandanten entlasten k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Dem 38-J\u00e4hrigen wird von der Anklage schwere gemeinschaftliche Gewalt vorgeworfen. Er sei &#8222;an vorderster Front&#8220; am Spielfeld gestanden und habe die Anh\u00e4nger des gegnerischen <a href=\"https:\/\/www.laola1.at\/de\/daten\/news\/fussball\/fk-austria-wien\/\" class=\"tag\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">FK Austria Wien<\/a> &#8222;mit zum Kampf auffordernden Gesten provoziert&#8220;, hei\u00dft es im Strafantrag.<\/p>\n<p>Der Mann bestreitet das. Er behauptet, er habe deeskalierend einwirken wollen, was sich auch daran zeige, dass er nicht vermummt aufgetreten sei. Weil auf einem Video zu sehen ist, wie Kulovits in unmittelbarer N\u00e4he des 38-J\u00e4hrigen am Rasen steht, wurde der Trainer zu seinen Wahrnehmungen befragt.<\/p>\n<p>&#8222;Die haben probiert, Leute zur\u00fcckzuhalten&#8220;<\/p>\n<p>Kulovits &#8211; damals Co-Trainer im Stab von Robert Klau\u00df &#8211; gab an, an den 38-J\u00e4hrigen keine Erinnerung zu haben. Er sehe den Mann zum ersten Mal im Verhandlungssaal.<\/p>\n<p>Neben dem Betreuer-Team und einigen Spielern h\u00e4tten sich aber auch &#8222;einige andere&#8220; am Spielfeld befunden, &#8222;die versucht haben, deeskalierend wie wir zu wirken. Die haben probiert, Leute zur\u00fcckzuhalten, weil wir auf Bew\u00e4hrung waren.&#8220;<\/p>\n<p>Ihm sei klar gewesen, dass infolge der Vorkommnisse &#8222;Sektorsperren und ausgesperrte Fans&#8220; zu bef\u00fcrchten waren: &#8222;Das wollten wir vermeiden, weil Fans eine Riesenunterst\u00fctzung sind.&#8220;<\/p>\n<p>Es sei im \u00dcbrigen nicht sein erster Platzsturm gewesen, den er w\u00e4hrend eines so genannten gro\u00dfen Wiener Derbys bei Rapid erlebte, erkl\u00e4rte Kulovits. In seiner Zeit als Rapid-Spieler seien aufgebrachte Fans w\u00e4hrend eines Matchs aufs Spielfeld gest\u00fcrmt, nachdem man gegen die Austria ein 0:2 kassiert hatte: &#8222;Die Exekutive hat damals schnell eingegriffen.&#8220;<\/p>\n<p>Im September 2024 sei das nicht der Fall gewesen: &#8222;Als eine Feuerwerksrakete direkt neben uns losgegangen ist, haben wir uns vom Spielfeld verabschiedet.&#8220; Man habe sich sicherheitshalber zur\u00fcckgezogen.<\/p>\n<p>Auch Klau\u00df als Zeuge geladen<\/p>\n<p>Staatsanw\u00e4ltin Kristina Kamauf hatte im Zusammenhang mit dem Platzsturm urspr\u00fcnglich gegen 22 M\u00e4nner Anklage erhoben. Beim Prozessauftakt am 12. M\u00e4rz sprach sie von einem &#8222;quasi kriegs\u00e4hnlichen Zustand&#8220;.<\/p>\n<p>Eine Polizeibeamtin erlitt Verbrennungen, ein m\u00e4nnlicher Kollege einen vor\u00fcbergehenden H\u00f6rverlust sowie einen Tinnitus am linken Ohr. Bei einem weiteren Polizisten kam es zu Absplitterungen an den Z\u00e4hnen, als dessen Zahnspange aus dem Mund gerissen wurde. Ein Fan landete mit einem Bruch des linken Kieferh\u00f6hlenbodens, einem Bruch der linken Augenh\u00f6hle, einem Bruch des linken Jochbeins und einer Nasenbeinfraktur im Spital.<\/p>\n<p>Kamauf legte den Angeklagten unter anderem schwere gemeinschaftliche Gewalt (\u00a7 274 StGB), aber auch Widerstand gegen die Staatsgewalt und Sachbesch\u00e4digung zur Last.<\/p>\n<p>Der Gro\u00dfteil der Angeklagten wurde seit dem Verfahrensauftakt bereits rechtskr\u00e4ftig erledigt: 13 bisher Unbescholtene kamen mit einer Diversion davon. Sie mussten je 150 Euro an Verfahrenskosten und jeweils 50 Euro an symbolischer Schadensgutmachung an den SK Rapid sowie an einen verletzten Polizisten zahlen, die sich als Privatbeteiligte dem Verfahren angeschlossen hatten. Zudem wurden f\u00fcr sie umfassende zweij\u00e4hrige Stadionverbote verh\u00e4ngt. Vier Angeklagte fassten bedingte Freiheitsstrafen zwischen drei und 14 Monaten aus, ein 30-J\u00e4hriger 18 Monate teilbedingt.<\/p>\n<p>Verhandelt wird nur mehr gegen vier Angeklagte, darunter den nicht gest\u00e4ndigen 38-J\u00e4hrigen. Sein Verfahren wurde auf den 10. April vertagt, da auch noch Ex-Rapid-Trainer Robert Klau\u00df als Zeuge vernommen werden soll. Gegen die drei anderen geht es am 8. April weiter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit der Zeugenbefragung des ehemaligen Rapid-Trainers Stefan Kulovits, der seinen Angaben zufolge bis zum 31. 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