{"id":65907,"date":"2026-03-25T21:53:14","date_gmt":"2026-03-25T21:53:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/65907\/"},"modified":"2026-03-25T21:53:14","modified_gmt":"2026-03-25T21:53:14","slug":"in-der-slowakei-tanken-auslaender-jetzt-teurer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/65907\/","title":{"rendered":"In der Slowakei tanken Ausl\u00e4nder jetzt teurer"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/slowakei-tankstelle-100.jpg\" alt=\"Ein Autofahrer an einer Tankstelle in Dubnica in der Slowakei.\" title=\"Ein Autofahrer an einer Tankstelle in Dubnica in der Slowakei. | REUTERS\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 25.03.2026 \u2022 15:22 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Die Slowakei will Tanktourismus ausbremsen und hat eine Zwei-Preise-Regel eingef\u00fchrt: Autofahrer mit ausl\u00e4ndischem Kennzeichen zahlen mehr f\u00fcr den Liter Diesel. Das sorgt f\u00fcr \u00c4rger &#8211; nicht nur an der Zapfs\u00e4ule.\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/danko-handrick-109.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Danko Handrick\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/handrick-101.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Eine Tankstelle in Bratislava, kurz hinter der \u00f6sterreichischen Grenze. Das Z\u00e4hlwerk der Zapfs\u00e4ule scheint in der Vergangenheit h\u00e4ngen geblieben zu sein: 36 Liter Diesel f\u00fcr nicht einmal 60 Euro. Doch an der Kasse folgt die \u00dcberraschung. Wegen des deutschen Kennzeichens kostet der Liter pl\u00f6tzlich doch nicht 1,63 Euro, sondern 1,82.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Seit Montag gelten an slowakischen Tankstellen unterschiedliche Dieselpreise f\u00fcr Einheimische und Ausl\u00e4nder.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">F\u00fcr deutsche Autofahrer scheinen die erh\u00f6hten Preise noch vergleichsweise g\u00fcnstig, aber f\u00fcr die \u00f6sterreichischen Nachbarn lohnt sich grenz\u00fcberschreitender Tanktourismus kaum noch. Denn der Ausl\u00e4ndertarif wird aus dem Durchschnitt der Dieselpreise in den Nachbarl\u00e4ndern \u00d6sterreich, Tschechien und Polen berechnet. Selbstbedienungstankstellen, die die Umsetzung der Zwei-Preise-Systems nicht garantieren k\u00f6nnen, m\u00fcssen schlie\u00dfen.<\/p>\n<p>    Geteilte Meinung in der Bev\u00f6lkerung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Slowaken selbst bewerten die Ma\u00dfnahme unterschiedlich. Einige finden die Zwei-Preise-Regelung gerecht &#8211; schlie\u00dflich seien ja auch die L\u00f6hne im nahen \u00d6sterreich deutlich h\u00f6her, argumentiert man. Andere sehen die Regelung kritisch, denn den erh\u00f6hten Preis zahle jeder, der ein ausl\u00e4ndisches Kennzeichen hat, ganz ohne R\u00fccksicht auf den Hintergrund.<\/p>\n<p>    Kein russisches \u00d6l \u00fcber die Druschba-Pipeline<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Slowakei geh\u00f6rt weiterhin zu den L\u00e4ndern mit vergleichsweise niedrigen Kraftstoffpreisen &#8211; zumindest f\u00fcr die eigene Bev\u00f6lkerung. Im regionalen Vergleich zwischen Polen, \u00d6sterreich, Tschechien und Ungarn ist Tanken hier am g\u00fcnstigsten. Ein Grund: Auch nach dem russischen Angriff auf die Ukraine setzte das Land weiter auf g\u00fcnstiges russisches \u00d6l, das \u00fcber die Druschba-Pipeline zu den slowakischen Raffinerien gelangte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Doch seit Ende Januar ist dieser wichtige Versorgungsweg unterbrochen, es kommt kein russisches Roh\u00f6l mehr ins Land. Die Sch\u00e4den an der Pipeline seien durch russische Angriffe verursacht worden, hei\u00dft es aus der Ukraine. Bratislava wiederum wirft Kiew vor, die Reparatur zu verz\u00f6gern.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die slowakische Regierung rief deshalb Mitte Februar den \u00d6l-Notstand aus und gab strategische Reserven frei. Um die Versorgung zu sichern, wird \u00d6l inzwischen auch \u00fcber alternative Routen ins Land gebracht, etwa \u00fcber den kroatischen Hafen Omi\u0161alj und die Adria-Pipeline.<\/p>\n<p>    Preise steigen langsamer<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Trotz der angespannten Lage steigen die Preise in der Slowakei langsamer an als in den umliegenden L\u00e4ndern. W\u00e4hrend die M\u00e4rkte dort unmittelbar auf die Preisschwankungen auf dem Weltmarkt reagieren, gibt die slowakische Raffinerie Slovnaft Preiserh\u00f6hungen nur verz\u00f6gert weiter. Genau das machte das Land zuletzt besonders attraktiv f\u00fcr Tanktouristen. Vor allem im Norden, nahe der polnischen Grenze, kam es zeitweise zu Lieferengp\u00e4ssen an einzelnen Tankstellen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit neuen Regeln und dem Zwei-Preise-System f\u00fcr Diesel will die Regierung von Ministerpr\u00e4sident Robert Fico den Tanktourismus eind\u00e4mmen und die Versorgung im Land sichern. Neben den erh\u00f6hten, staatlich festgesetzten Preisen f\u00fcr Fahrzeuge mit ausl\u00e4ndischem Kennzeichen gelten noch weitere Einschr\u00e4nkungen: Getankt werden darf nur noch in den Fahrzeugtank oder in kleine Kanister. Zudem gilt eine Obergrenze pro Tankvorgang.<\/p>\n<p>    Branche sieht keinen akuten Engpass<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Branche bewertet die Lage allerdings weniger dramatisch. &#8222;Momentan gibt es auf dem slowakischen Markt genug Treibstoff. Wir registrieren keine ungew\u00f6hnlichen Ausf\u00e4lle und keinen Mangel&#8220;, sagt Zuzana Oprchalov\u00e1 vom slowakischen Verband der Kraftstoffindustrie. Die Engp\u00e4sse seien vor allem ein logistisches Problem gewesen, aber kein genereller Mangel.<\/p>\n<p>    EU k\u00fcndigt rechtliche Schritte an<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das neue System sorgt nicht nur an den Tankstellen f\u00fcr Diskussionen, sondern auch auf europ\u00e4ischer Ebene. Die slowakischen Regelungen versto\u00dfen gegen EU-Recht, hei\u00dft es aus Br\u00fcssel. Man verstehe die Absicht, die eigenen B\u00fcrger zu sch\u00fctzen, doch d\u00fcrfe dies nicht zu Diskriminierungen aufgrund der Nationalit\u00e4t f\u00fchren oder den einheitlichen Binnenmarkt untergraben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ein Kommissionssprecher k\u00fcndigte rechtliche Schritte gegen die Slowakei an. Die will ungeachtet der Kritik an den Ma\u00dfnahmen festhalten &#8211; vorerst befristet auf 30 Tage.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 25.03.2026 \u2022 15:22 Uhr Die Slowakei will Tanktourismus ausbremsen und hat eine Zwei-Preise-Regel eingef\u00fchrt: Autofahrer mit ausl\u00e4ndischem&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":65908,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[16498,40,41,39,229,38],"class_list":{"0":"post-65907","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-diesel","9":"tag-nachrichten","10":"tag-news","11":"tag-schlagzeilen","12":"tag-slowakei","13":"tag-top-meldungen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116292039618469431","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65907","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=65907"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65907\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/65908"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=65907"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=65907"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=65907"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}