{"id":66941,"date":"2026-03-26T11:51:20","date_gmt":"2026-03-26T11:51:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/66941\/"},"modified":"2026-03-26T11:51:20","modified_gmt":"2026-03-26T11:51:20","slug":"innsbrucker-start-up-hebt-ab-wie-ki-drohnen-tirols-bergretter-entlasten-sollen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/66941\/","title":{"rendered":"Innsbrucker Start-up hebt ab: Wie KI-Drohnen Tirols Bergretter entlasten sollen"},"content":{"rendered":"<p _ngcontent-tt-com-www-c2774165546=\"\" data-cy=\"preamble\">Ein Innsbrucker Unternehmen sorgt mit einer internationalen KI-Drohnen-Challenge f\u00fcr Aufmerksamkeit. Spannend wird die Technologie aber nicht nur auf der gro\u00dfen B\u00fchne, sondern vor allem dort, wo Tirol sie tats\u00e4chlich brauchen k\u00f6nnte: in der Bergwelt, bei Naturgefahren und \u00fcberall dort, wo Eins\u00e4tze f\u00fcr Helfer riskant werden.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Was in Innsbruck entwickelt wurde, fliegt l\u00e4ngst auf internationaler B\u00fchne. Die Drone Champions League (DCL) z\u00e4hlt zu den weltweit f\u00fchrenden Plattformen im Drohnenrennsport und verbindet reale Wettk\u00e4mpfe mit einer virtuellen 1:1-Simulation f\u00fcr PlayStation, Xbox und PC. \u00dcber \u201eDCL \u2013 The Game\u201c k\u00f6nnen Rennstrecken digital trainiert und nachgeflogen werden, die realen Bewerbe finden an spektakul\u00e4ren Orten statt \u2013 etwa auf den Champs-\u00c9lys\u00e9es in Paris, am Yas Marina Circuit in Abu Dhabi oder im Eiskanal am K\u00f6nigssee. Nach Unternehmensangaben erreicht das Format mehr als 307 Millionen Online-Views pro Jahr.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">2026 geht das Innsbrucker Unternehmen noch einen Schritt weiter: Gemeinsam mit einem US-Kunden organisiert es eine internationale AI Drone Challenge, eine Art Formel 1 der autonomen Drohnen. Mehr als 2700 Teams haben sich daf\u00fcr bereits angemeldet, darunter auch Spitzenuniversit\u00e4ten aus aller Welt &#8211; und auch aus \u00d6sterreich. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur Tempo und Pr\u00e4zision, sondern vor allem die Frage, wie K\u00fcnstliche Intelligenz Flugsysteme eigenst\u00e4ndiger, treffsicherer und vielseitiger machen kann.<\/p>\n<p><img _ngcontent-tt-com-www-c861555957=\"\" alt=\"\" width=\"620\" height=\"465\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"auto\" decoding=\"auto\" ng-img=\"true\" src=\"https:\/\/processing.tt.com\/image\/assets.tt.com\/im-content\/images\/fa1d8575-f1a1-52a8-b1df-8e166c5dbda1?p=eyJyZXNpemUiOnsid2lkdGgiOjYyMCwiaGVpZ2h0Ijo0NjUsImZpdCI6ImNvdmVyIn0sImNyb3AiOnsidHlwZSI6InBlcmNlbnQiLCJsZWZ0IjowLCJ0b3AiOjAuMDg2NTk0NTA0NTc5NTE3MDgsIndpZHRoIjoxLCJoZWlnaHQiOjAuNDk5NTgzNjgwMjY2NDQ0Nn0sImZvcm1hdCI6ImF2aWYifQ%3D%3D\"\/><\/p>\n<p>Der Innsbrucker Unternehmer Markus Stampfer will mit KI-Drohnen Eins\u00e4tze dort sicherer machen, wo es f\u00fcr Menschen gef\u00e4hrlich wird.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">F\u00fcr den Tiroler Co-Gr\u00fcnder Markus Stampfer liegt unter der internationalen Unterhaltung das eigentliche Potenzial f\u00fcr die Menschen und Berge in seiner Heimat: \u201eWir m\u00f6chten diese Technologie dort nutzen, wo Landschaft besonders sensibel ist und Beobachtung Natur und Ressourcen sch\u00fctzen kann \u2013 und vor allem Menschen, die helfen.\u201c<\/p>\n<p>Ma\u00dfgeschneidert statt starrem System<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die Besonderheit der Innsbrucker Drohnen liegt nicht nur in der Technik selbst, sondern vor allem in der Software. Je nach Einsatz l\u00e4sst sich die KI unterschiedlich trainieren \u2013 etwa f\u00fcr Bergretter, f\u00fcr Eins\u00e4tze im Lawinenumfeld, f\u00fcr Wildtiermonitoring oder f\u00fcr andere sensible Aufgaben im alpinen Raum. Auch bei der Wartung von Infrastruktur, etwa bei Seilbahnen oder anderen schwer zug\u00e4nglichen Anlagen, sieht das Unternehmen zahlreiche ma\u00dfgeschneiderte Anwendungsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Hinzu kommt ein weiterer Unterschied zu klassischen Pilotprojekten: Erprobt wird sie nicht im Labor, sondern unter Hochleistungsbedingungen im echten Rennbetrieb der DCL. Dort m\u00fcssen die Systeme unter Zeitdruck, mit hoher Pr\u00e4zision und unter anspruchsvollen Bedingungen funktionieren. F\u00fcr Stampfer und sein Team ist genau das der Vorteil: Die Technik wird nicht theoretisch gedacht, sondern gleich im Extremfall getestet \u2013 und soll sp\u00e4ter jenen zugutekommen, die im Gebirge auf verl\u00e4ssliche und robuste Systeme angewiesen sind.<\/p>\n<p>Risikosch\u00e4tzung aus der Luft<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Gerade in Tirol k\u00f6nnte das praktische Folgen haben. Denn was Drohnen im Rennen beherrschen m\u00fcssen \u2013 schnelle Reaktion, pr\u00e4zise Orientierung, Hinderniserkennung und autonome Navigation \u2013, wird auch dort relevant, wo es nicht um Sekunden, sondern um Sicherheit geht.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Besonders deutlich wird das bei Such- und Rettungseins\u00e4tzen. Im unwegsamen Gel\u00e4nde kann ein rascher Blick von oben entscheidend sein, um die Lage abzukl\u00e4ren, Suchr\u00e4ume einzugrenzen und Gefahren besser einzusch\u00e4tzen. Der Nutzen liegt also nicht nur darin, Vermisste schneller zu finden. Er liegt auch darin, jene besser zu sch\u00fctzen, die im Ernstfall ausr\u00fccken, um zu helfen.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Robin Lutnig ist Bergretter und Drohnenausbilder. Er sieht in den KI-Drohnen \u201eein gro\u00dfes Potenzial\u201c. Solche Systeme k\u00f6nnten helfen, \u201eRessourcen schonender und effektiver zu verteilen und das Risiko f\u00fcr die Mannschaft besser einzusch\u00e4tzen. Gerade die Kombination aus W\u00e4rmebildkameras, KI und verbesserter Navigation k\u00f6nne dazu beitragen, gesuchte Personen schneller zu lokalisieren\u201c \u2013 noch bevor Einsatzkr\u00e4fte selbst in un\u00fcbersichtliches oder potenziell gef\u00e4hrliches Gel\u00e4nde vordringen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Tirol von ganz oben <\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Ganz neu ist die Arbeit mit Drohnen in Tirol nicht. Auch in der Abteilung Geoinformation des Landes sieht man in solchen Systemen einen konkreten Mehrwert. \u201eAus Sicht des Landes Tirol besteht grunds\u00e4tzlich dort Potenzial f\u00fcr den Einsatz autonomer beziehungsweise KI-gest\u00fctzter Drohnensysteme, wo rasch aktuelle Lagebilder ben\u00f6tigt werden oder schwer zug\u00e4ngliches Gel\u00e4nde eine Rolle spielt\u201c, hei\u00dft es dort.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Drohnen werden laut Land bereits in mehreren Bereichen eingesetzt \u2013 etwa zur Unterst\u00fctzung der Beh\u00f6rden im Ereignisfall, bei Schadenerhebungen nach Naturereignissen oder zur Erkundung von Naturgefahrenprozessen. Im Jahr 2025 wurden demnach 73 Fl\u00fcge absolviert, unter anderem beim Brand in Nu\u00dfdorf-Debant, beim Murenabgang in Gschnitz oder beim Waldbrand auf der Nordkette bei Innsbruck.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Gerade f\u00fcr ein alpines Bundesland liegt der Nutzen auf der Hand: bei Felsst\u00fcrzen, Muren, Hangrutschungen oder Waldbr\u00e4nden, aber auch beim Monitoring von Infrastrukturen und klimabedingten Ver\u00e4nderungen im Gebirge. Autonome oder KI-gest\u00fctzte Systeme k\u00f6nnten helfen, solche gro\u00dfen Datenmengen schneller auszuwerten und anbahnende Ver\u00e4nderungen fr\u00fchzeitig zu erkennen.<\/p>\n<p>Fortschritt mit luftigen Grenzen<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Das Land Tirol verweist auf luftfahrtrechtliche und datenschutzrechtliche Vorgaben, auf Sicherheitsabst\u00e4nde und auf die R\u00fccksichtnahme in sensiblen R\u00e4umen. \u201eDrohneneins\u00e4tze m\u00fcssen so gestaltet werden, dass Natur, Wildtiere und Erholungsr\u00e4ume m\u00f6glichst wenig beeintr\u00e4chtigt werden\u201c, hei\u00dft es. <\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Gerade beim Wildtiermonitoring spielt auch die Flugh\u00f6he eine Rolle. Die Technologie sei dann besonders interessant, wenn Drohnen hoch genug fliegen k\u00f6nnen, um Tiere weder durch Schatten noch durch Ger\u00e4usche unn\u00f6tig zu st\u00f6ren. Nach Angaben des Unternehmens sind entsprechende H\u00f6hen technisch m\u00f6glich, Voraussetzung bleibt wie jetzt auch eine Genehmigung des Luftraums.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Hinzu kommen die praktischen Herausforderungen des alpinen Gel\u00e4ndes: starke Winde, gro\u00dfe H\u00f6henunterschiede, eingeschr\u00e4nkte Kommunikationsinfrastruktur und die sichere Abstimmung mit bemannter Luftfahrt. Auch Lutnig betont, dass trotz Automatisierung \u201eein fachlich sehr kompetentes Team im Hintergrund\u201c n\u00f6tig sei, um ein solches System verl\u00e4sslich zu betreiben. Technik kann unterst\u00fctzen \u2013 sie ersetzt weder Erfahrung noch Verantwortung.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">F\u00fcr Stampfer ist genau das der Punkt: \u201ePr\u00e4zise KI-Drohnen sollen Entscheidungsgrundlagen liefern \u2013 und dadurch mithelfen, verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen, um im besten Fall Menschenleben zu retten: jene von Vermissten und jene von Rettern.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein Innsbrucker Unternehmen sorgt mit einer internationalen KI-Drohnen-Challenge f\u00fcr Aufmerksamkeit. 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