{"id":67986,"date":"2026-03-26T23:42:28","date_gmt":"2026-03-26T23:42:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/67986\/"},"modified":"2026-03-26T23:42:28","modified_gmt":"2026-03-26T23:42:28","slug":"schluss-mit-virtueller-gewalt-europa-verbietet-sexualisierte-deepfake-bilder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/67986\/","title":{"rendered":"Schluss mit virtueller Gewalt: Europa verbietet sexualisierte Deepfake-Bilder"},"content":{"rendered":"<p>Die EU geht gegen Porno-Deepfakes und sexualisierte Bilder im Netz vor: Das Europaparlament stimmte am Donnerstag in Br\u00fcssel f\u00fcr ein Verbot von KI-Anwendungen, mit deren Hilfe Nutzer solche Videos und Bilder von Menschen ohne deren Einwilligung erstellen k\u00f6nnen. Das Verbot soll in einigen Monaten greifen, sobald die \u00c4nderung endg\u00fcltig beschlossen ist.<\/p>\n<p>Es bezieht sich auf Anwendungen, die mit K\u00fcnstlicher Intelligenz Bilder und Videos so ver\u00e4ndern oder erstellen k\u00f6nnen, dass sie \u201esexuell eindeutige Aktivit\u00e4ten oder intime K\u00f6rperbereiche einer bestimmbaren Person ohne deren Einwilligung\u201c zeigen. Solche Bilder und Videos \u201esch\u00e4digen die Opfer und verletzen die Grundrechte auf W\u00fcrde und Privatsph\u00e4re\u201c, hei\u00dft es im Gesetzentwurf zur Begr\u00fcndung.<\/p>\n<p>                Probleme mit Chatbot Grok                                    <\/p>\n<p>Ein ausdr\u00fcckliches Verbot sei \u201edringend geboten\u201c, argumentieren die Abgeordneten. Die EU reagiert damit unter anderem auf Vorf\u00e4lle Anfang des Jahres, als Nutzer mithilfe des Chatbots Grok von US-Milliard\u00e4r Elon Musk Millionen sexualisierte KI-Bilder von Frauen und Kindern erstellten und online verbreiteten. Mehrere L\u00e4nder sowie die EU-Kommission leiteten Ermittlungen gegen Grok ein, einige sperrten den Chatbot.<\/p>\n<p>Das EU-Vorgehen ist Teil einer Reihe von \u00c4nderungen an einem KI-Gesetz, das die EU 2024 beschlossen hatte. Die Reform sieht an anderer Stelle auch Lockerungen vor: Regeln f\u00fcr den Einsatz von K\u00fcnstlicher Intelligenz in Sicherheitsbeh\u00f6rden und Gesundheitssystemen etwa sollen verschoben werden. Das Europaparlament muss in den kommenden Wochen und Monaten mit dem Rat der 27 EU-Staaten \u00fcber die gesamte Reform verhandeln.<\/p>\n<p>                Europa hinkt KI noch hinterher                                    <\/p>\n<p>\u201eEs ist Zeit, den digitalen Missbrauch zu beenden\u201c, reagierte die SP\u00d6-EU-Abgeordnete Elisabeth Grossmann in einer Aussendung. \u201eW\u00e4hrend technologische Entwicklungen rasant voranschreiten und neue Formen digitaler Gewalt sich in k\u00fcrzester Zeit zu einem regelrechten Massenph\u00e4nomen entwickeln, fehlt es an klaren, europaweit harmonisierten Regeln zum Schutz von Frauen. Solange der Rechtsrahmen hinter dieser Entwicklung zur\u00fcckbleibt, sch\u00fctzt er nicht die Opfer, sondern die T\u00e4ter.\u201c<\/p>\n<p>\u201eNudifier-Apps sind digitale Gewalt und sie treffen vor allem Frauen und Kinder\u201c, betonte Lena Schilling, Mitglied des Europ\u00e4ischen Parlaments von den Gr\u00fcnen. \u201eKI-Tools, die Menschen auf Knopfdruck entkleiden und Fake-KI-\u201aPornos\u2018 erstellen, greifen massiv in W\u00fcrde, Sicherheit und Privatsph\u00e4re ein\u201c, kritisierte sie.<\/p>\n<p>Die Organisation Aufstehn.at \u2013 Verein zur F\u00f6rderung zivilgesellschaftlicher Partizipation berichtete, dass 35.000 Menschen die Petition \u201eMissbrauch stoppen, Grok sperren!\u201c unterzeichnet hatten. Mit einem wirksamen Schutz sei nun jedoch nicht vor Juli zu rechnen. \u201eMit jedem Tag ohne Verbot gibt es mehr Opfer von virtueller Gewalt \u2013 \u00fcberwiegend Frauen, teilweise sogar Kinder\u201c, so die Warnung.<\/p>\n<p>APA<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die EU geht gegen Porno-Deepfakes und sexualisierte Bilder im Netz vor: Das Europaparlament stimmte am Donnerstag in Br\u00fcssel&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":67987,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[268,274,76,75,74,270,272,275,40,265,44,266,269,271,109,264,263,267,273,66],"class_list":{"0":"post-67986","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-europa","8":"tag-chronik","9":"tag-diskussion","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-gesellschaft","14":"tag-mediengeschehen","15":"tag-meinung","16":"tag-nachrichten","17":"tag-nordtirol","18":"tag-oesterreich","19":"tag-osttirol","20":"tag-politik","21":"tag-presseklick","22":"tag-sport","23":"tag-suedtirol","24":"tag-unsertirol24","25":"tag-ut24","26":"tag-ut24-blog","27":"tag-welt"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116298130694258843","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67986","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67986"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67986\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/67987"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67986"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67986"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67986"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}