{"id":68169,"date":"2026-03-27T02:58:16","date_gmt":"2026-03-27T02:58:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/68169\/"},"modified":"2026-03-27T02:58:16","modified_gmt":"2026-03-27T02:58:16","slug":"tumorboard-noe-baut-landesweites-netzwerk-fuer-einheitliche-krebsbehandlung-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/68169\/","title":{"rendered":"\u201eTumorboard\u201c &#8211; N\u00d6 baut landesweites Netzwerk f\u00fcr einheitliche Krebsbehandlung aus"},"content":{"rendered":"<p>In \u00d6sterreich erkranken j\u00e4hrlich rund 45.000 Personen an Krebs, nieder\u00f6sterreichweit sind es rund 9.300 Menschen. Um die Behandlung der unterschiedlichen Krebsarten landesweit zu verbessern bzw. besser abzustimmen, setzt die heimische Landesgesundheitsagentur (LGA) k\u00fcnftig auf sogenannte \u201eTumorboards\u201c. Das bedeutet, dass die Krankengeschichte eines Krebspatienten, der an einem N\u00d6 Landesklinikum vorstellig wird, von einem landesweiten Expertengremium begutachtet wird.<\/p>\n<p>Ein landesweit vernetztes Tumorboard gebe es aktuell ausschlie\u00dflich im Bereich der H\u00e4matologie. Dazu z\u00e4hlen haupts\u00e4chlich Blutkrebserkrankungen sowie Erkrankungen des Lymphsystems, erkl\u00e4rt Josef Singer, Primar der klinischen Abteilung f\u00fcr Innere Medizin 2 am Universit\u00e4tsklinikum Krems. \u201eJeder h\u00e4matologische Patient, der in Nieder\u00f6sterreich in einem Spital vorstellig wird, wird in diesem Tumorboard besprochen, und von einem zentralen Expertengremium begutachtet\u201c, sagt Singer. Das habe den Vorteil, dass jedem Patient und jeder Patientin, unabh\u00e4ngig vom Ort des Erstkontaktes, dieselbe Behandlung bzw. Expertise zur Verf\u00fcgung steht.<\/p>\n<p>Das Tumorboard sei immer von zwei H\u00e4matologinnen und H\u00e4matologen sowie Fachexpertinnen und Fachexperten aus den F\u00e4chern Radiologie, Nuklearmedizin, Strahlentherapie, Labormedizin und Pathologie besetzt. Die Expertinnen und Experten aus den nieder\u00f6sterreichischen Kliniken nehmen abwechselnd an einer Online-Sitzung, die jeweils am Montag um 11 Uhr stattfindet, teil und besprechen die einzelnen Patientinnen und Patienten. \u201eDer behandelnde Arzt vor Ort stellt seinen Patienten vor und gemeinsam wird ein bestm\u00f6glicher Therapieplan erstellt. Die beschlossenen Behandlungen werden im Anschluss organisiert\u201c, erkl\u00e4rt Singer. Bisher habe man im h\u00e4matologischen Tumorboard rund 800 Patientinnen- und Patientengeschichten besprochen.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/img-mW7EAPMmig6FOgjd.jpeg\" data-fullscreen-src=\"https:\/\/www.noen.at\/image\/3840x0-jpg\/6281397\/img-mW7EAPMmig6FOgjd.jpeg\" bad-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/img-mW7EAPMmig6FOgjd.jpeg\" data-teaser-member=\"image\" alt=\"Tumornetzwerk, Tumorboard\"\/><\/p>\n<p>\n                Stationsleiter der Akutdialyse DGKP Markus H\u00f6r, Primar Martin Wiesholzer aus dem UK St. P\u00f6lten, Primar Josef Singer aus dem UK Krems, Vorst\u00e4ndin N\u00d6-LGA-Elisabeth-Br\u00e4utigam und Landesrat Anton Kasser bei der Apherese im Universit\u00e4tsklinikum St. P\u00f6lten.            <\/p>\n<p>\n                Foto:<br \/>\n                N\u00d6 LGA                            <\/p>\n<p>Einige der h\u00e4matologischen Patientinnen und Patienten seien nach Begutachtung im Universit\u00e4tsklinikum St. P\u00f6lten behandelt worden. Dort werde in Nieder\u00f6sterreich einzigartig mit der sogenannten \u201eApherese\u201c ein besonderes Blutreinigungsverfahren (Dialyse) angeboten. \u201eUnseren Patientinnen und Patienten werden eigene Abwehrzellen entnommen. Diese Zellen werden dann im Ausland, zum Teil auch in Amerika, so genetisch ver\u00e4ndert, dass sie in der Lage sind, den Tumor anzugreifen\u201c, erkl\u00e4rt Primar Martin Wiesholzer von der klinischen Abteilung f\u00fcr Innere Medizin 1 am Universit\u00e4tsklinikum St. P\u00f6lten. Nach vier bis sechs Wochen kommen die Zellen nach St. P\u00f6lten zur\u00fcck und werden dem Patienten wieder zur\u00fcckgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Das \u201elebende Medikament\u201c eigne sich zur Behandlungen von einigen Blutkrebsarten sowie Lymphdr\u00fcsenkrebs und b\u00f6sartigen Plasmazellerkrankungen. \u201eWenn die Therapie anschl\u00e4gt, sind die Patientinnen und Patienten mit einer Infusion geheilt. Die Erfolge von rund 55 Therapien waren bis jetzt wirklich \u00fcberzeugend. 40 bis 50 Prozent, bei manchen Krankheiten auch 80 Prozent der Patientinnen und Patienten wurden nachhaltig geheilt\u201c, sagt Wiesholzer.<\/p>\n<p>                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/img-Ufm7QBhzTPtpwD1E.jpeg\" alt=\"St. P\u00f6lten ist N\u00d6-Zentrum f\u00fcr Bluterkrankungen\"\/><\/p>\n<p>    Top-Medizin<\/p>\n<p>Ziel ist ein N\u00d6 Tumornetzwerk f\u00fcr alle Krebsarten<\/p>\n<p>Das langfristige Ziel sei es, ein landesweites Tumorboard f\u00fcr jegliche Krebsarten zu implementieren. \u201eF\u00fcr heuer haben wir uns noch den Bereich Lunge und Neuroonkologie vorgenommen\u201c, sagt Elisabeth Br\u00e4utigam, Vorst\u00e4ndin der N\u00d6 Landesgesundheitsagentur. Zur Neuroonkologie z\u00e4hlen prim\u00e4re Tumore im Kopfbereich. Das h\u00e4matologische Tumorboard sei also ein \u201eerster Schritt eines gro\u00dfen Projekts\u201c, betont Br\u00e4utigam. Die LGA-Vorst\u00e4ndin w\u00fcnsche sich f\u00fcr alle Nieder\u00f6sterreicherinnen und Nieder\u00f6sterreicher, unabh\u00e4ngig von ihrem Wohnort, den \u201ebestm\u00f6glichen Zugang zur Spitzenmedizin\u201c.<\/p>\n<p>Die Kliniken in Nieder\u00f6sterreich stehen f\u00fcr \u201eexzellente medizinische Behandlung und hohe Kompetenz\u201c, betont der f\u00fcr die Landeskliniken zust\u00e4ndige Landesrat Anton Kasser. Mit dem Tumorboard werde die in N\u00d6 vorhandene Expertise nun geb\u00fcndelt und f\u00fcr alle Landsleute standortunabh\u00e4ngig verf\u00fcgbar gemacht. Durch die demografische Entwicklung werden auch onkologische Erkrankungen zunehmen. Das Wissen der Expertinnen und Experten ist in der Krebsbehandlung ein wesentlicher Baustein\u201c, sagt Kasser.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In \u00d6sterreich erkranken j\u00e4hrlich rund 45.000 Personen an Krebs, nieder\u00f6sterreichweit sind es rund 9.300 Menschen. 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