{"id":68259,"date":"2026-03-27T05:04:07","date_gmt":"2026-03-27T05:04:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/68259\/"},"modified":"2026-03-27T05:04:07","modified_gmt":"2026-03-27T05:04:07","slug":"alexander-skarsgard-im-interview-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/68259\/","title":{"rendered":"Alexander Skarsg\u00e5rd im Interview \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>In \u201ePillion\u201c spielt der schwedische Hollywoodstar einen schweigsamen Biker-Hengst in einer BDSM-Beziehung. Im Interview mit der \u201ePresse\u201c erz\u00e4hlt Alexander Skarsg\u00e5rd von seiner illustren Familie, Humor in d\u00fcsteren Filmen und wie viel von ihm selbst in seinen Rollen steckt. <\/p>\n<p>Noch nicht lange ist es her, da hatte \u201eHeated Rivalry\u201c, die Serie \u00fcber die geheime Romanze zwischen zwei Eishockeyspielern, das Internet in seinen Bann gezogen. Regisseur Harry Lightons neuer Film \u201ePillion\u201c h\u00e4tte mit Sexsymbol Alexander Skarsg\u00e5rd als Motorradler in Lederkluft ebenfalls Potenzial f\u00fcr virale queere Romantik, schl\u00e4gt aber dann doch in eine andere Kerbe. Lightons \u201edom-com\u201c beleuchtet basierend auf Adam Mars-Jones Roman \u201eBox Hill\u201c die ungleiche Beziehung zwischen dem Teenager Colin (Harry-Potter-Star Harry Melling), der im elterlichen Hause in der Londoner Vorstadt ein fades Dasein fristet, und dem mysteri\u00f6sen, dominanten Ray (Skarsg\u00e5rd). Schnell wird Colin zum Beiwagerl-Fahrer in Rays queerer Motorrad-Gang, und zum \u201esub\u201c, dem freiwillig unterw\u00fcrfigen Part in einer strikten BDSM-Beziehung. <\/p>\n<p>Genau wie Vater <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/stellan-skarsgard\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" wollte=\"\" einen=\"\" vater=\"\" mit=\"\" grauem=\"\" anzug=\"\" und=\"\" aktenkoffer=\"\" alexander=\"\" skarsg=\"\" im=\"\" interview=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stellan<\/a> und seine Br\u00fcder Bill oder Gustav mischt Alexander Skarsg\u00e5rd in gro\u00dfen Film- und Serien-Produktionen von Skandinavien bis Hollywood mit. Seinen internationalen Durchbruch hatte er als Vampir in der <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/hbo\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" wollte=\"\" einen=\"\" vater=\"\" mit=\"\" grauem=\"\" anzug=\"\" und=\"\" aktenkoffer=\"\" alexander=\"\" skarsg=\"\" im=\"\" interview=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">HBO<\/a>-Serie \u201eTrue Blood\u201c. In den letzten Jahren avancierte er unter anderem als Tarzan in \u201eThe Legend of Tarzan\u201c oder als der verr\u00fcckte Tech-Bro Lukas Matsson in der Serie \u201eSuccession\u201c zum Publikumsliebling. Skarsg\u00e5rds Spezialgebiet sind die teilweise seltsamen Rollen, in die der optisch eher f\u00fcr den Marvel-Film gebaute Schwede schl\u00fcpft. Vom zornigen Hamlet in Robert Eggers \u201eThe Northman\u201c \u00fcber einen m\u00f6rderischen Roboter in \u201eMurderbot\u201c bis zur aktuellen Charli-XCX-Mockumentary \u201eThe Moment\u201c wo er einen nervigen schwedischen Creative Director gibt.<\/p>\n<p> Die Presse: Sie stammen aus einer ber\u00fchmten schwedischen Schauspielerfamilie. Wie war das so bei Ihnen zuhause als Kind?   <\/p>\n<p> Alexander Skarsg\u00e5rd: Mein Vater ist nat\u00fcrlich Schauspieler und auch so ziemlich jeder andere in meiner Familie hat einen k\u00fcnstlerischen Beruf. Es war ein gro\u00dfer Haushalt voller k\u00fcnstlerischer, seltsamer und exzentrischer Menschen. Als Teenager habe ich mir manchmal gew\u00fcnscht, dass mein Vater einen Saab f\u00e4hrt und im grauen Anzug und mit einem Aktenkoffer von neun bis f\u00fcnf in die Arbeit f\u00e4hrt. Ich wollte eine normale Familie haben und mich einfach einf\u00fcgen. Als ich \u00e4lter wurde, begann ich, all das Exzentrische an ihnen zu lieben und zu sch\u00e4tzen.  <\/p>\n<p> In den skandinavischen Gesellschaften gilt noch dazu das Jante-Gesetz, nachdem man blo\u00df nicht auffallen soll. Sie sind Hollywood-Star und 1,94 gro\u00df. Ecken Sie in Ihrer Heimat an?  <\/p>\n<p> Die Schweden sind generell recht gro\u00df und auch blond und blau\u00e4ugig zu sein ist dort nicht gerade exotisch. Janteloven spielt aber definitiv eine Rolle: Du versuchst, nicht herauszustechen und das zu tun, wof\u00fcr du ausgebildet bist. Tr\u00e4ume ja nicht zu viel! F\u00fcr mich ist es ein zweischneidiges Schwert. Nach Jahren in Los Angeles, wo die Leute in verr\u00fcckten Villen wohnen und gelbe Hummer-Gel\u00e4ndewagen fahren, wei\u00df ich es zuhause wieder zu sch\u00e4tzen. In Schweden achtet man mehr aufeinander. Es gibt ein soziales Sicherheitsnetz, Solidarit\u00e4t und sozialdemokratische Werte. Zugleich ist diese Konformit\u00e4t halt etwas einschr\u00e4nkend, oder gar erdr\u00fcckend.  <\/p>\n<p> In Ihren ernsten Rollen schwingt oft ein unterschwelliger Humor mit. Wo kommt der her?  <\/p>\n<p> Humor spielt in meiner Familie eine gro\u00dfe Rolle. Meine Eltern, Gro\u00dfeltern, Tanten und Onkel waren sehr seltsame und lustige Menschen, die einen selbstironischen Blick auf ihr Leben pflegten. Als Kind habe ich amerikanische Sitcoms und vor allem britische Comedy verschlungen \u2013 von Monty Python \u00fcber Blackadder bis hin zu Steve Coogans Alan Partridge. Am Anfang meiner Karriere habe ich fast nur dramatische Rollen gespielt. Ich liebe es, wenn ich die Gelegenheit habe, etwas Leichteres und Kom\u00f6diantischeres zu machen.   <\/p>\n<p> In Ihrem neuen Film \u201ePillion\u201c spielen Sie Ray, der mit dem unerfahrenen Colin eine Sub-Dom-Beziehung eingeht und ihn in seine schwule Biker-Gang einf\u00fchrt. Sind Sie davor schon einmal auf einem Motorrad gesessen?  <\/p>\n<p> Ich habe zwar kein Motorrad, aber einen Motorradf\u00fchrerschein. Was mich an dem Skript zum Film fasziniert hat war, wie diese Subkultur dargestellt wurde. Es hat sich echt und authentisch angef\u00fchlt. Zugleich war es auch so zart und witzig geschrieben. Es war auch nicht zu grafisch und schockierend nur um des Schockierens Willen. Ja, es gibt Orgien und Sex-Szenen, aber die Beziehung ist zugleich s\u00fc\u00df und unbeholfen. \u201ePillion\u201c zeigt eine Subkultur, die ich noch nie in einem Film gesehen habe.   <\/p>\n<p> In \u201ePillion\u201c blitzt auch an den d\u00fcsteren Stellen gelegentlich eine absurde Komik durch. Braucht es die f\u00fcr so einen Film? <\/p>\n<p> Regisseur Harry Lighton hat der Beziehung zwischen Ray und Colin auch eine kom\u00f6diantische Leichtigkeit und eine Unbeholfenheit eingefl\u00f6\u00dft. Ein Gro\u00dfteil der Komik entsteht aus der Unbeholfenheit und dem Machtgef\u00e4lle zwischen den beiden. Auch in der Dynamik mit den Eltern von Colin gibt es lustige Momente. Sie entstehen, wenn Menschen herauszufinden versuchen, wie sie miteinander umgehen sollen. Der Film braucht solche Momente, um das Ganze ein bisschen auszubalancieren.  <\/p>\n<p> In Ihren Rollen suchen Sie oft das Extreme \u2013 k\u00f6rperlich und mental. Was muss ein Skript haben, damit es Sie anspricht?  <\/p>\n<p> Ich liebe Figuren, die ein bisschen geheimnisvoll sind, bei denen ich selbst erst herausfinden muss, wer sie eigentlich ist. Ich muss mich in die Figur hineinversetzen und sie nicht unbedingt verteidigen, aber zumindest verstehen k\u00f6nnen \u2013 woher sie kommt und warum sie sich so verh\u00e4lt. Nur sehr wenige Menschen sind in der eigenen Version ihrer Geschichte B\u00f6sewichte.   <\/p>\n<p>    Lesen Sie mehr zu diesen Themen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In \u201ePillion\u201c spielt der schwedische Hollywoodstar einen schweigsamen Biker-Hengst in einer BDSM-Beziehung. 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