{"id":72452,"date":"2026-03-29T14:13:09","date_gmt":"2026-03-29T14:13:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/72452\/"},"modified":"2026-03-29T14:13:09","modified_gmt":"2026-03-29T14:13:09","slug":"fotos-vom-krypto-kameel-vienna","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/72452\/","title":{"rendered":"Fotos vom &#8222;Krypto Kameel Vienna&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>\n\t\t\t|\u00a0Tobias Seifried\u00a0\n\t\t<\/p>\n<p>\n\t\t|<br \/>\n\t\t\t\t\t29.03.2026\t\t\t<\/p>\n<p>Die Bundeshauptstadt etabliert sich zunehmend als zentraler Standort der europ\u00e4ischen Krypto-Industrie. Bei einem Branchentreffen diskutierten f\u00fchrende Vertreter:innen internationaler Handelsplattformen \u00fcber Regulierung, Innovationsdruck und die Zukunft der Kapitalm\u00e4rkte.<\/p>\n<p>Unter dem Titel &#8222;Krypto Kameel \u2013 Vienna meets Blockchain&#8220; versammelte der Tokenisierungsspezialist Black Manta Capital Partners in Wien unl\u00e4ngst zentrale Akteur:innen der internationalen Krypto-Branche. In den R\u00e4umlichkeiten der Kanzlei Cerha Hempel trafen erstmals Europa-CEOs und F\u00fchrungskr\u00e4fte f\u00fchrender Krypto-B\u00f6rsen zu einer gemeinsamen Diskussion zusammen. Im Fokus stand insbesondere die Frage, wie sich die Branche durch die europ\u00e4ische Regulierung Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCAR) ver\u00e4ndern wird.<\/p>\n<p>Zum Auftakt betonte Alexander Rapatz, CEO von Black Manta Capital Partners, die Rolle Europas als regulatorischer Vorreiter. Wien habe sich \u00fcber einzelne Unternehmen hinaus zu einem vielf\u00e4ltigen \u00d6kosystem entwickelt, das zunehmend institutionelle Akzeptanz erfahre. Die Stadt wurde dabei auch mit etablierten Finanzstandorten wie Malta verglichen.<\/p>\n<p>Podiumsdiskussion<\/p>\n<p>Ein zentrales Element der Veranstaltung war eine von Oliver V\u00f6lkel moderierte Podiumsdiskussion mit hochrangigen Branchenvertreter:innen. Erald Ghoos (OKX Europe), Christian Niederm\u00fcller (KuCoin EU), Georg Harer (ByBit Europe) und Philipp Bohrn (Bitpanda) diskutierten die Auswirkungen der MiCAR-Verordnung, die seit 2024 vollst\u00e4ndig in Kraft ist.<\/p>\n<p>Die Einsch\u00e4tzungen zur Regulierung fielen differenziert aus.\u00a0Harer hob hervor, dass verpflichtende staatlich gef\u00fchrte Verwahrungssysteme einen wichtigen Beitrag leisten k\u00f6nnten, um Vorf\u00e4lle wie den Zusammenbruch von FTX k\u00fcnftig zu verhindern. Gleichzeitig warnte er, die zunehmende Detailtiefe \u2013 etwa durch erg\u00e4nzende Regelwerke \u2013 sowie hohe Compliance-Kosten k\u00f6nnten Innovationen bremsen.<\/p>\n<p>Niederm\u00fcller beschrieb die aktuelle Situation als &#8222;Dark&#8217;n Stormy&#8220;-Cocktail und verwies auf den erheblichen Anpassungsdruck f\u00fcr internationale Unternehmen. Viele Marktteilnehmer:innen m\u00fcssten komplexe Governance- und Regulierungsanforderungen umsetzen, was zu einer Marktbereinigung f\u00fchren d\u00fcrfte. Jene Unternehmen, die Regulierung als integralen Bestandteil ihres Gesch\u00e4ftsmodells verstehen, w\u00fcrden sich langfristig behaupten.<\/p>\n<p>Auch\u00a0Bohrn \u00e4u\u00dferte sich kritisch und gab zu bedenken, Europa sei zwar stark in der Regulierung, untersch\u00e4tze jedoch mitunter die Dynamik des Marktes. F\u00fcr gro\u00dfe Anbieter sei die Umsetzung zwar bew\u00e4ltigbar, kleineren Start-ups fehle jedoch h\u00e4ufig der notwendige Spielraum. Europa d\u00fcrfe Innovationen nicht durch \u00dcberregulierung ins Ausland verdr\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Zur\u00fcckhaltend \u00e4u\u00dferte sich Erald Ghoos, der MiCAR als &#8222;sanften Start&#8220; bezeichnete. Insbesondere im Bereich dezentraler Finanzanwendungen (DeFi) sei Vorsicht geboten. Europa solle hier vorerst beobachten und nicht vorschnell restriktive Ma\u00dfnahmen setzen.<\/p>\n<p>DLT als zentraler Treiber<\/p>\n<p>Trotz kritischer Stimmen zur regulatorischen Belastung \u00fcberwog eine grunds\u00e4tzlich positive Einsch\u00e4tzung der weiteren Entwicklung. Insbesondere die Distributed-Ledger-Technologie (DLT) wurde als zentraler Treiber f\u00fcr effizientere Kapitalm\u00e4rkte gesehen. Christian Niederm\u00fcller stellte in Aussicht, dass k\u00fcnftig Intermedi\u00e4re reduziert und Transparenz im Wertpapierhandel gest\u00e4rkt werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend betonte\u00a0Rapatz: &#8222;Wien hat sich als zentraler Knotenpunkt f\u00fcr die globale Krypto-Industrie etabliert. Dass die Spitzen der weltweit gr\u00f6\u00dften B\u00f6rsen heute hier gemeinsam diskutieren, unterstreicht die Relevanz des Standorts.&#8220; Er habe zudem hervorgehoben, dass an Wien als Krypto-Standort in Europa kaum mehr ein Weg vorbeif\u00fchre.<\/p>\n<p>Risikoreiches Investment<\/p>\n<p>Trotz wachsender regulatorischer Rahmenbedingungen bleibt festzuhalten, dass Investments in Kryptow\u00e4hrungen mit erheblichen Risiken verbunden sind. Hohe Volatilit\u00e4t, technologische und marktbedingte Entwicklungen &amp; Co k\u00f6nnen zu erheblichen Wertverlusten f\u00fchren. Anleger:innen sollten sich dieser Risiken bewusst sein und Investitionsentscheidungen entsprechend sorgf\u00e4ltig abw\u00e4gen.<\/p>\n<p>Fotos von der Veranstaltung sehen Sie in der <a href=\"https:\/\/www.leadersnet.at\/foto-galerie\/31870,krypto-kameel-vienna-meets-blockchain.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Galerie<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blackmanta.capital\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">www.blackmanta.capital<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"|\u00a0Tobias Seifried\u00a0 | 29.03.2026 Die Bundeshauptstadt etabliert sich zunehmend als zentraler Standort der europ\u00e4ischen Krypto-Industrie. 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