{"id":72867,"date":"2026-03-29T19:22:07","date_gmt":"2026-03-29T19:22:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/72867\/"},"modified":"2026-03-29T19:22:07","modified_gmt":"2026-03-29T19:22:07","slug":"caren-miosga-das-fernsehgericht-tagt-ulmen-anwalt-kritisiert-tv-auftritt-von-hubig-und-fernandes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/72867\/","title":{"rendered":"\u201eCaren Miosga\u201c: \u201eDas Fernsehgericht tagt\u201c \u2013 Ulmen-Anwalt kritisiert TV-Auftritt von Hubig und Fernandes"},"content":{"rendered":"<p>Collien Fernandes wirft ihrem Ex-Mann Christian Ulmen \u201edigitale Vergewaltigung\u201c vor, die Ermittlungen laufen. Im ARD-Talk \u201eCaren Miosga\u201c tritt die Schauspielerin mit Justizministerin Hubig (SPD) auf. Das sorgt f\u00fcr Kritik.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">In der ARD-Talkshow \u201eCaren Miosga\u201c soll am Sonntagabend das Thema \u201eDigitale Gewalt \u2013 wie k\u00f6nnen Frauen besser gesch\u00fctzt werden?\u201c diskutiert werden. Doch die Besetzung der Talkrunde sorgt bereits im Vorfeld f\u00fcr eine Kontroverse. <\/p>\n<p>Eingeladen wurde die Schauspielerin Collien Fernandes, die derzeit den schweren Vorwurf gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhebt, sie sei \u201evirtuell vergewaltigt\u201c worden. Zudem tritt Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) auf, die aktuell einen Gesetzentwurf zum besseren Schutz vor digitaler Gewalt plant. \u201eDas k\u00f6nnen wir nicht weiter akzeptieren\u201c, erkl\u00e4rte die SPD-Politikerin nach Bekanntwerden der Vorw\u00fcrfe <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/plus69c23c81ffcdb2ce7075bd21\/deepfakes-das-passende-gesetz-zum-skandal-und-seine-problematischen-konsequenzen.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/debatte\/plus69c23c81ffcdb2ce7075bd21\/deepfakes-das-passende-gesetz-zum-skandal-und-seine-problematischen-konsequenzen.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">in der \u201eTagesschau\u201c<\/a>, \u201eund deshalb werde ich jetzt einen Gesetzentwurf in der n\u00e4chsten Woche vorlegen, der gerade pornografische Deepfakes k\u00fcnftig unter Strafe stellt, und zwar schon das Herstellen und das Verbreiten\u201c.<\/p>\n<p>F\u00fcr Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Sein Anwalt Christian Schertz hat inzwischen den Vorwurf, sein Mandant habe Deepfake-Pornos erstellt oder verbreitet, zur\u00fcckgewiesen. \u201eNach derzeitiger Kenntnis wird dieser Vorwurf, anders als teilweise verlautbart, auch \u00fcberhaupt nicht erhoben. Mit der aktuell gef\u00fchrten Debatte \u00fcber Strafbarkeitsl\u00fccken bei Deepfake-Pornografie stehen die Geschehnisse mithin in keinem Zusammenhang\u201c, erkl\u00e4rte der Medienanwalt.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich hatte das der \u201eSpiegel\u201c, der Fernandes Vorw\u00fcrfe \u00f6ffentlich gemacht hatte, in seiner Recherche auch nicht behauptet. Allerdings wurde darauf hingewiesen, dass es KI-generierte pornografische Darstellungen von Fernandes geben w\u00fcrde. In der Folgeberichterstattung hatten einige Medien berichtet, dass diese m\u00f6glicherweise auch von Ulmen angefertigt oder verbreitet wurden.<\/p>\n<p>Gegen\u00fcber der \u201eFrankfurter Allgemeinen Zeitung\u201c kritisiert Schertz nun, dass in der ARD-Sendung der zust\u00e4ndige NDR in einem laufenden Rechtsverfahren ausschlie\u00dflich eine Seite zu Wort kommen lasse. \u201eDas Fernsehgericht tagt mit der h\u00f6chsten Vertreterin der Justiz in Deutschland und der Anzeigenerstatterin\u201c, sagte Schertz auf Anfrage der Zeitung. \u201eUnd das bei einem gerade erst eingeleiteten Ermittlungsverfahren gegen einen Beschuldigten.\u201c Schon das sei \u201eeklatant rechtsstaatswidrig\u201c. <\/p>\n<p>Ulmen-Anwalt darf nicht bei Miosga sitzen<\/p>\n<p>Zudem bot Schertz an, selbst in die Sendung zu kommen. Dazu habe er sich an den Redaktionsleiter von \u201eCaren Miosga\u201c und den Justitiar des NDR gewandt. \u201eDies wurde jedoch abgelehnt. Die Runde stehe schon fest\u201c, so Schertz.<\/p>\n<p>Allerdings gab die Redaktion von \u201eCaren Miosga\u201c am Sonntagnachmittag bekannt, dass die Runde offenbar kurzfristig um die Aktivistin Theresia Crone erweitert wurde. \u201eDie Aktivistin ist selbst von digitaler Gewalt betroffen und bringt damit eine Perspektive in die Sendung ein, die \u00fcber den \u00f6ffentlich bekannten Fall hinausgeht\u201c, schreibt die Redaktion.<\/p>\n<p>Die Redaktion der Talkshow best\u00e4tigte der Zeitung auf Anfrage, dass es ein Telefonat zwischen Schertz und dem Redaktionsleiter Stephan Kittelmann gegeben hat. Dem sei ein schriftliches \u201eKonfrontationsschreiben\u201c der Redaktion mit Fragen an Schertz zu den \u201ein Rede stehenden Vorw\u00fcrfen gegen seinen Mandanten Christian Ulmen betreffend vorausgegangen\u201c. <\/p>\n<p>Schertz habe das Telefonat als Hintergrundgespr\u00e4ch deklariert und unter anderem gefragt, ob er als Gast f\u00fcr die Sendung \u201eben\u00f6tigt\u201c w\u00fcrde. Dies habe der Redaktionsleiter verneint. Die Sendung solle \u201evor allem ein gesellschaftspolitisches Thema von erheblicher \u00f6ffentlicher Relevanz behandeln \u2013 die Schutzl\u00fccken im deutschen Recht bei digitaler Gewalt gegen Frauen\u201c. Fernandes\u2019 \u00f6ffentlich bekannter Fall diene dabei als \u201eAusgangspunkt\u201c.<\/p>\n<p>Der von Schertz erhobene Vorwurf der \u201eRechtsstaatswidrigkeit\u201c entbehre jeder rechtlichen Grundlage. Ein laufendes Ermittlungsverfahren begr\u00fcnde demnach kein Berichterstattungsverbot. Zudem sichert die Redaktion zu, sie werde die Unschuldsvermutung f\u00fcr Ulmen \u201eselbstverst\u00e4ndlich ausdr\u00fccklich wahren\u201c.<\/p>\n<p>Kubicki: \u201ePopulistischer Instinkt\u201c<\/p>\n<p>Mit seiner Kritik ist Schertz nicht allein. In den sozialen Medien wird die Sendung aufgrund ihrer G\u00e4steliste bereits im Vorfeld diskutiert. \u201eFrau Hubigs populistischer Instinkt ist st\u00e4rker als ihr rechtsstaatlicher\u201c, schrieb der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Wolfgang Kubicki auf X. Egal, was die Justizministerin w\u00e4hrend der Sendung sage: \u201eDieser Auftritt wird als einseitige Parteinahme vor Abschluss eines rechtsstaatlichen Verfahrens gewertet werden.\u201c <\/p>\n<p>W\u00fcrde Hubig ihre Teilnahme nun kurzfristig absagen, w\u00fcrde dies jedoch ebenso als Signal in dieser Frage verstanden werden. \u201eEine v\u00f6llig vermeidbare Sackgasse.\u201c Die Fragen von Schuld und individueller Verantwortung werden laut Kubicki im Gerichtssaal verhandelt, \u201enicht auf der Stra\u00dfe oder im Fernsehstudio\u201c. Die Justizministerin schade allen Beteiligten und dem Vertrauen in ihr Amt. <\/p>\n<p>Der Medienanwalt Joachim Steinh\u00f6fel gibt Schertz ebenfalls recht. \u201eW\u00e4hrend die Ermittlungen laufen, erscheint die Justizministerin, H\u00fcterin eben jener Unschuldsvermutung, mit ihrer Anzeigeerstatterin in einer Talkshow. Wer braucht da noch ein Urteil?\u201c, <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/x.com\/Steinhoefel\/status\/2037916339772194992\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/x.com\/Steinhoefel\/status\/2037916339772194992&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">fragt er auf X<\/a> und erg\u00e4nzt ironisch \u2013 mit Bezug auf einen ebenfalls kontrovers diskutierten Auftritt von Schleswig-Holsteins Ministerpr\u00e4sident Daniel G\u00fcnther (CDU): \u201eVielleicht geht Frau Hubig ja als Privatperson in die Sendung.\u201c<\/p>\n<p>Ulmen geht gegen \u201eSpiegel\u201c-Berichterstattung vor<\/p>\n<p>Ulmen geht inzwischen mit seinem Anwalt juristisch gegen den \u201eSpiegel\u201c vor. Das Magazin hatte zuerst \u00fcber die Vorw\u00fcrfe von Fernandes gegen ihren Ex-Mann berichtet. \u201eKernpunkte der Berichterstattung \u00fcber unseren Mandanten sind nachweislich unvollst\u00e4n\u00addig und falsch\u201c, hei\u00dft es unter anderem. <\/p>\n<p>Au\u00dferdem sei auch Fernandes wegen k\u00f6rperlicher Gewalt an Ulmen in Spanien festgenommen worden, was das Magazin verschwiegen habe. Zudem sei das Verfahren in Spanien ausgesetzt.<\/p>\n<p>Fernandes erwiderte daraufhin auf Instagram: \u201eEs gibt Bilder meiner blauen Flecken. Ich wurde von einer \u00c4rztin der Justiz ausgezogen.\u201c Ulmen habe \u201eeinen kleinen Kratzer am Hals (weil mir ein Nagel eingerissen war)\u201c gehabt und habe \u201eselbst der Polizei gegen\u00fcber ge\u00e4u\u00dfert, dass ich ihm keinerlei Gewalt angetan habe\u201c.<\/p>\n<p>saha mit dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Collien Fernandes wirft ihrem Ex-Mann Christian Ulmen \u201edigitale Vergewaltigung\u201c vor, die Ermittlungen laufen. 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