{"id":73312,"date":"2026-03-30T02:40:08","date_gmt":"2026-03-30T02:40:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/73312\/"},"modified":"2026-03-30T02:40:08","modified_gmt":"2026-03-30T02:40:08","slug":"klimawandel-foerdert-invasive-pflanzen-in-europa-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/73312\/","title":{"rendered":"Klimawandel f\u00f6rdert invasive Pflanzen in Europa"},"content":{"rendered":"<p>            Von<\/p>\n<p>              .<\/p>\n<p>            &#8211;<\/p>\n<p>              30.03.2026 04:00<\/p>\n<p>              (Akt. 30.03.2026 04:00)<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/AFP_33RA7UK-vodl-10077416-4-3-1820x1365.jpg\"   alt=\"Der Klimawandel bringt invasiven Pflanzen mehr Boden in Europa.\" title=\"Der Klimawandel bringt invasiven Pflanzen mehr Boden in Europa.\"\/><\/p>\n<p>                    Der Klimawandel bringt invasiven Pflanzen mehr Boden in Europa.<br \/>\n                     \u00a9APA\/AFP\/JEFF PACHOUD<\/p>\n<p>\n        Laut einer Studie von Wiener \u00d6kologen wird das Klima f\u00fcr viele invasive Pflanzenarten in weiten Teilen Europas angenehmer. W\u00e4hrend das Gesamtpotenzial zur Einwanderung dieser Arten stabil bleibt, verlagert es sich stark nach Norden. Dies k\u00f6nnte in bestimmten Regionen zu erheblichen Ver\u00e4nderungen f\u00fchren, warnen Experten im Fachmagazin &#8222;Nature Ecology &amp; Evolution&#8220;.\n      <\/p>\n<p>Die Verbreitung fremder Arten wurde ab dem 16. Jahrhundert durch die Entdeckung Amerikas und europ\u00e4ische Kolonisation intensiviert. Invasive Arten sind eine Untergruppe der Neobiota, also fremde Tier- und Pflanzenarten, die durch menschliches Handeln in neue Lebensr\u00e4ume gelangt sind. Als invasiv gelten sie, wenn sie negative Auswirkungen auf andere Arten oder \u00d6kosysteme haben.<\/p>\n<p>\n            Forschende berechnen pflanzliches &#8222;Invasionsrisiko&#8220;\n          <\/p>\n<p>Als invasive Neophyten haben hierzulande zum Beispiel das urspr\u00fcnglich aus Nordamerika kommende, unter Pollenallergikern gef\u00fcrchtete &#8222;Ragweed&#8220; oder die hierzulande auch oft als Akazie bezeichnete Robinie schon viel Boden gut gemacht und sich nachhaltig etabliert. Das Team um Ali Omer und Franz Essl vom Department f\u00fcr Botanik und Biodiversit\u00e4tsforschung der Universit\u00e4t Wien hat im Rahmen seiner neuen Untersuchung nun das k\u00fcnftige &#8222;Invasionsrisiko&#8220; von insgesamt 9.701 Pflanzenarten auf Basis von Daten aus der ganzen Welt bis zum Jahr 2100 unter verschiedenen Klima- und Landnutzungsszenarien berechnet.<\/p>\n<p>Demzufolge bleibt die Fl\u00e4che, auf der mindestens zehn Prozent der fast 10.000 untersuchten invasiven Arten potenziell Fu\u00df fassen k\u00f6nnten, in etwa gleich gro\u00df. Sie umfasst heute knapp 34 Prozent der Landfl\u00e4che und w\u00e4re gegen Ende des Jahrhunderts mit rund 37 Prozent nur wenig gr\u00f6\u00dfer. Allerdings wandern die potenziellen Hotspot-Regionen f\u00fcr pflanzliche Invasoren merklich. Mit den insgesamt w\u00e4rmeren Temperaturen wird es ihnen in einigen heute subtropischen Gebieten &#8211; sie sind momentan am st\u00e4rksten von einwandernden Pflanzen betroffen &#8211; m\u00f6glicherweise zu hei\u00df und\/oder zu trocken.<\/p>\n<p>\n            &#8222;Hotspots&#8220; wandern Richtung Norden aus\n          <\/p>\n<p>Der Platz geht den st\u00f6renden Einwanderern aber alles andere als aus: Denn besonders in aktuell gem\u00e4\u00dfigten Zonen und weiter im Norden tun sich f\u00fcr viele invasive Neophyten verlockende Optionen auf, wie die umfassenden Modellrechnungen zeigen. Besonders in Europa &#8211; insbesondere in Mitteleuropa &#8211; k\u00f6nnten demnach neue &#8222;Hotspots&#8220; entstehen. So k\u00f6nnten sich dann in unseren Breiten auch Robinie, Ragweed und Co noch besser ausbreiten. Andere Beispiele f\u00fcr Pflanzen, die sich schon jetzt etablieren und f\u00fcr die die Bedingungen tendenziell immer besser werden, sind die in den Tieflagen \u00d6sterreichs schon recht erfolgreiche &#8222;Seidenpflanze&#8220; oder das &#8222;Orange Habichtskraut&#8220;, das als Gartenpflanze eingef\u00fchrt wurde und nun gro\u00dffl\u00e4chiger verwildert &#8211; ein durchaus klassischer Ablauf in Bezug auf invasive Pflanzen.<\/p>\n<p>Aber nicht nur in dicht besiedelten, gem\u00e4\u00dfigten Zonen wird es f\u00fcr viele Neophyten leichter, auch in bisher eher unber\u00fchrten \u00d6kosystemen etwa im h\u00f6heren Norden drohen mehr unwillkommene Neuank\u00f6mmlinge. F\u00fcr manche Regionen k\u00f6nne das einen massiven Artenwechsel bedeuten. Nicht zuletzt das Beispiel des Ragweeds, das f\u00fcr viele Allergiker die gesundheitliche Belastung nicht nur erh\u00f6ht, sondern auch weiter in Richtung Herbst verl\u00e4ngert, zeigt, dass mit neuen Pflanzen auch das Wohlbefinden vieler Menschen st\u00e4rker beeintr\u00e4chtigt werden kann. Um solchen Entwicklungen vorzubeugen, brauche es &#8222;ma\u00dfgeschneiderte und proaktive Managementstrategien&#8220;, schreiben die Forschenden in ihrer Arbeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von . &#8211; 30.03.2026 04:00 (Akt. 30.03.2026 04:00) Der Klimawandel bringt invasiven Pflanzen mehr Boden in Europa. \u00a9APA\/AFP\/JEFF&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":73313,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[76,75,74,3281,44,9201,66],"class_list":{"0":"post-73312","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-europa","8":"tag-eu","9":"tag-europa","10":"tag-europe","11":"tag-klimawandel","12":"tag-oesterreich","13":"tag-pflanzen","14":"tag-welt"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116315817404437405","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/73312","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=73312"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/73312\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/73313"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=73312"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=73312"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=73312"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}