{"id":73377,"date":"2026-03-30T04:14:08","date_gmt":"2026-03-30T04:14:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/73377\/"},"modified":"2026-03-30T04:14:08","modified_gmt":"2026-03-30T04:14:08","slug":"diese-aktien-stiegen-einfach-weiter-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/73377\/","title":{"rendered":"Diese Aktien stiegen einfach weiter \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Die Tech-Werte korrigieren bereits seit Oktober, der Gesamtmarkt seit Februar. Doch manchen Werten konnte das gar nichts anhaben.<\/p>\n<p>Es war nicht erst der Iran-Krieg, der den H\u00f6henflug an den B\u00f6rsen beendet hat. Die Rallye hatte schon Monate vorher Risse bekommen. Die Rekorde des Nasdaq 100 sowie des Tech-Riesen-Index Nyse FANG+ sind bereits f\u00fcnf Monate alt. Dann f\u00fchrte die Sorge, dass sich die KI-Ausgaben der gro\u00dfen Konzerne m\u00f6glicherweise gar nicht so stark rechnen und dass man nicht wei\u00df, wer in Zukunft vom KI-Durchbruch profitiert, zu einem merklichen Abflauen der Anlegerbegeisterung. Der Nasdaq hat seitdem um zehn Prozent nachgegeben, der Nyse FANG+ um 19 Prozent. <\/p>\n<p>Doch wie sieht es mit dem Gesamtmarkt aus? Und gibt es Aktien, die sich v\u00f6llig unbeeindruckt zeigen?<\/p>\n<p>Wer gehofft hatte, dass die Korrektur sich auf den Technologiesektor beschr\u00e4nken w\u00fcrde, wurde im Februar eines Besseren belehrt, als Zollsorgen den R\u00fcckgang des Gesamtmarkts einleiteten \u2013 zuerst in den USA und dann mit st\u00e4rkerer Heftigkeit in Europa. <\/p>\n<p>Im Wiener Leitindex ATX, der seit seinem Rekordhoch Mitte Februar um acht Prozent nachgegeben hat, finden sich jedoch drei Werte, die seitdem weitersteigen konnten: die OMV, die als \u00d6lwert von der Krise profitiert, der Verbund und der Leiterplattenhersteller AT&amp;S. Unter den Eurostoxx-50-Werten gibt es sechs Titel, die trotz Indexr\u00fcckgangs weiter angestiegen sind. Zwei davon schafften gar ein zweistelliges Plus: die beiden Energieunternehmen Eni und Totalenergies. Der gesamte Eurostoxx 50 Index notiert inzwischen neun Prozent unter seinem Rekordhoch. <\/p>\n<p>Beim S&amp;P 500 bel\u00e4uft sich das Minus auf acht Prozent. Doch sechs Werte konnten sogar um mehr als 50 Prozent zulegen. Drei davon kommen aus dem \u00d6lsektor \u2013 der \u00d6lforderer APA, der Kunststoffkonzern Lyondell und das Immobilienunternehmen Texas Pacific Land. Drei kommen aus dem KI-Infrastrukturbereich: Dell baut Server und Speicher, Lumentum stellt Laser und Glasfaserkomponenten her, und Ciena bietet Netzwerksysteme und Software f\u00fcr die Hochgeschwindigkeits-Daten\u00fcbertragung an. All das zeigt: Der KI-Rallye konnte der Krieg nicht viel anhaben, sie schwappt lediglich von den gro\u00dfen Technologiefirmen auf die Infrastrukturanbieter \u00fcber. <\/p>\n<p>Auch den gro\u00dfen Technologiekonzernen hat der Kriegsausbruch selbst nicht mehr besonders stark geschadet. Sie haben schon vorher deutlich verloren. Am schlimmsten unter den zehn Nyse-FANG+-Werten hat Microsoft gelitten, welches seit dem Indexrekordstand vom Oktober mehr als 31 Prozent verloren hat. Auch Meta, Palantir, Broadcom, Nvidia und Netflix haben zweistellig verloren, bei Amazon und Apple blieb der R\u00fcckgang im einstelligen Prozentbereich. Dass es den Index nicht viel schlimmer erwischt hat, ist der Tatsache geschuldet, dass der Chipkonzern Micron neu aufgenommen wurde, dessen Aktie seit Oktober um 60 Prozent gestiegen ist. Unter den \u201eMagnificent Seven\u201c schaffte nur Google-Mutter Alphabet ein Plus.<\/p>\n<p>Dennoch: Von gro\u00dfer Besorgnis oder allzu schlechter Stimmung kann noch keine Rede sein. Der Krieg hat bisher nur verst\u00e4rkt, was sich vorher schon gezeigt hat: Anleger erwarten von Unternehmen jetzt mehr als nur spektakul\u00e4res Wachstum. Sie wollen Firmen, die unverzichtbare Infrastruktur bereitstellen und Preissetzungsmacht haben, was sich in Zeiten hoher Inflation rechnet. Und sie diversifizieren wieder etwas mehr. Damit k\u00f6nnten sie im Fall einer etwaigen Krise besser ger\u00fcstet sein als nur mit hoch bewerteten Technologieaktien.<\/p>\n<p>E-Mail: beate.lammer@diepresse.obfuscationcom<\/p>\n<p class=\"fm-quote__text\">\n        \u00bbWer gehofft hatte, dass die Korrektur sich auf den Technologiesektor beschr\u00e4nken w\u00fcrde, wurde Anfang Februar eines Besseren belehrt, als neue Zollsorgen den R\u00fcckgang des Gesamtmarkts einleiteten.\u00ab\n    <\/p>\n<p>    Lesen Sie mehr zu diesen Themen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Tech-Werte korrigieren bereits seit Oktober, der Gesamtmarkt seit Februar. 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