{"id":73930,"date":"2026-03-30T10:32:09","date_gmt":"2026-03-30T10:32:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/73930\/"},"modified":"2026-03-30T10:32:09","modified_gmt":"2026-03-30T10:32:09","slug":"rayes-mega-statement-this-music-may-contain-hope","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/73930\/","title":{"rendered":"Rayes Mega-Statement \u201eThis Music May Contain Hope\u201c"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/rs-badge-recommendation.png\" alt=\"ROLLING STONE Badge\"\/><\/p>\n<p>Empfehlungen der\u00a0Redaktion<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/8aa98967ce484ad4b701a7797dab89bc.gif\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\"\/>\u201eIch habe Sie gewarnt, liebe H\u00f6rerin, lieber H\u00f6rer, oder nicht?\u201c, verk\u00fcndet <a href=\"https:\/\/www.rollingstone.de\/reviews\/raye-this-music-may-contain-hope\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Raye<\/a> auf halbem Weg durch ihr neues Album. \u201eAls ich Ihnen sagte, dass dies ein trauriger, trauriger, traaaauriger Song ist?\u201c Das ist kein Scherz. Die Belcanto-Kanone aus dem S\u00fcden Londons hat auf \u201eThis Music May Contain Hope\u201c eine Geschichte zu erz\u00e4hlen \u2013 eine epische Autobiografie voller romantischer Verzweiflung und emotionaler Dauerturbulenzen. I<a href=\"https:\/\/www.rollingstone.com\/music\/music-album-reviews\/raye-this-music-may-contain-hope-album-review-1235538055\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">hre m\u00e4chtige Stimme ist so unaufhaltsam wie ihr Gesp\u00fcr f\u00fcr mascara-schmelzende Melodramatik.<\/a><\/p>\n<p>Es ist erst das zweite Album, das Raye je aufgenommen hat \u2013 aber das erste, seit sie im vergangenen Jahr mit ihrem fantastischen Hit \u201eWhere Is My Husband?\u201c den weltweiten Durchbruch schaffte. Mit ihrer jazzigen Torch-Ballade, in der sie ihren M\u00e4rchenprinzen anfleht, sich endlich zu beeilen und zu ihr zu finden, und w\u00fctend konstatiert: \u201eThis man is testing me!\u201c, hat sie die Welt aufhorchen lassen.<\/p>\n<p>Auf \u201eThis Music May Contain Hope\u201c dehnt die 28-j\u00e4hrige Rachel Keen diesen Song auf Albuml\u00e4nge aus \u2013 und noch dar\u00fcber hinaus. Es ist eine \u00fcppige 73-Minuten-Erz\u00e4hlung, aufgeteilt in vier jahreszeitlich betitelte Akte und 17 Songs. \u201eI am a sob story\u201c, gesteht sie in \u201eWinter Woman\u201c \u2013 und entschuldigt sich daf\u00fcr kein bisschen. Das Album ist eine einzige gro\u00dfe Revue, in der Raye nicht nur die Hauptrolle spielt, sondern die einzige Rolle: Old-Hollywood-Streicher, saftige Erz\u00e4hldetails, Showtune-Glanz, Bigband-Swing, retro-angehauchtes Sixties-R&amp;B, gelegentliche Club-Beats und ein nicht enden wollender Vorrat an glamour\u00f6s-tragischen Szenarien.<\/p>\n<p>Paris, 2:27 Uhr<\/p>\n<p>\u201eAllow me to set the scene\u201c, sagt Raye in den Er\u00f6ffnungsmomenten. \u201eOur story begins at 2:27 a.m. on a rainy night in Paris. Cue the thunder!\u201c Aber Raye will in dieser Geschichte selbst der Donner sein. Sie ist die Heldin, die auf ihren Stilettos schwankend zur\u00fcck in ihr Hotelzimmer taumelt. \u201eShe has no umbrella, she is seven negronis deep, and she nurses a hole she is desperately trying to fill.\u201c Niemand an der Bar hat sie in ihrem schicken roten Kleid auch nur wahrgenommen \u2013 also zieht sie es allein aus und nimmt ihre Wimpern ab. In ihrem Kopf h\u00f6rt sie die Stimme des Mannes, der sie k\u00fcrzlich verlassen hat. Auf ihrem Handy ist eine Sprachnachricht ihrer Gro\u00dfmutter: \u201eCall me please. We need to pray.\u201c<\/p>\n<p>Das klingt nach dem perfekten Rezept f\u00fcr eine emotionale Krise. F\u00fcr Raye aber ist das, wie sich herausstellt, einfach eine ganz normale Nacht. \u201eI Will Overcome\u201c gibt den Ton vor, wenn sie sich selbst Mut zuspricht: \u201eThis is a song to remind me\/Since I needed one\/I will overcome.\u201c Sie stolpert allein nach Hause, z\u00e4hlt die Schritte im Kopf, weil der Handyakku schon vor ein paar Drinks den Geist aufgegeben hat \u2013 und schmei\u00dft sich dann eine einsame Sp\u00e4tparty, bei der sie ihre Edith-Piaf-Platten auflegt, Schokoladenkuchen isst und auf ihrem Bett herumh\u00fcpft. \u201eIt\u2019s funny\u201c, sinniert sie. \u201eSome people say I remind them of Amy.\u201c Kein Wunder \u2013 sie schielt bewusst auf das Erbe von Winehouse.<\/p>\n<p>An dieser Stelle findest du Inhalte aus Youtube<\/p>\n<p>Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.<\/p>\n<p>\tSoziale Netzwerke aktivieren<\/p>\n<p>Ihre st\u00e4rksten Songs sind die witzigen Geschichten romantischer Spionage im n\u00e4chtlichen London. \u201eThe South London Lover Boys\u201c warnt vor einem Sch\u00fcrzenj\u00e4ger, der mit flirtendem Gepl\u00e4nkel auftrumpft (\u201eI\u2019m too toxic for you, darling\u201c, fl\u00fcstert er ihr zu \u2013 und sie schmilzt dahin), unterlegt mit federndem, blechbl\u00e4serlastigem Jazzpop. \u201eHe\u2019ll pull up on you in an all-black car\u201c, singt sie, \u201eAnd start reading you poems out the window.\u201c Einem \u00e4hnlichen Widersacher begegnet sie in \u201eThe WhatsApp Shakespeare\u201c: Er gewinnt ihr Herz, verbrennt es dann aber mit seinen \u201eweapons of mass seduction\u201c. Sie ist eine Julia, die sich Hals \u00fcber Kopf in diesen Romeo verliebt \u2013 nur um festzustellen, dass sie blo\u00df eine von sieben Hauptdarstellerinnen ist, \u201estarring in the new romantic thriller, presenting The WhatsApp Shakespeare Killer\u201c.<\/p>\n<p>Hans Zimmer und Al Green<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzung bekommt sie von ihrem Produzenten-Team, darunter Chris Hill, Tom Richards und Pete Clements. \u201eClick Clack Symphony\u201c ist eine Ode an das Klackern von Abs\u00e4tzen auf dem Stadtpflaster, wenn sie und ihre Freundinnen f\u00fcr eine Nacht ausziehen \u2013 orchestriert vom Filmkomponisten Hans Zimmer. \u201eWinter Woman\u201c ist die weinerliche Kehrseite: allein nach Hause, nachdem der Abend im Club nichts gebracht hat, den Fahrer an der Tankstelle anhalten lassen f\u00fcr eine Flasche Gin. \u201eSkin &amp; Bones\u201c zieht das Tempo an, mit cleveren Anleihen bei Aretha Franklins Soul der Siebziger (\u201eRock Steady\u201c) und Taana Gardners Disco der Achtziger (\u201eHeartbeat\u201c).<\/p>\n<p>\u201eGoodbye Henry\u201c ist eine Verbeugung vor dem Memphis-R&amp;B der alten Schule \u2013 und h\u00e4lt die gr\u00f6\u00dfte \u00dcberraschung des Albums bereit: ein Duett mit der Legende Al Green himself. Raye, nicht gerade bekannt daf\u00fcr, dramatische Momente kleinzureden, spendiert ihm eine schwungvolle Ansage: \u201eLadies and gentlemen!\u201c \u201eHello, hi, hope you\u2019re doing well!\u201c, begr\u00fc\u00dft Rev. Green sie. \u201eIt\u2019s nice to be on the microphone with a story to tell.\u201c (Schlagzeuger Mike Brooks liefert dazu einen beeindruckend pr\u00e4zisen Al-Jackson-Jr.-Backbeat.) Mit ihrem Gro\u00dfvater singt sie in \u201eFields\u201c \u2013 sie ruft ihn an und fragt, ob er sich auch so einsam f\u00fchlt \u2013 und in \u201eJoy\u201c steht sie gemeinsam mit ihren Schwestern Amma und Absolutely am Mikrofon.<\/p>\n<p>Der naheliegende Vergleich w\u00e4re Lily Allens \u201eWest End Girls\u201c, ein weiteres Herzschmerz-Konzeptalbum, das die Fantasie des Publikums entfacht hat, indem es erz\u00e4hlerisch gro\u00df gedacht hat und die Geschichte Song f\u00fcr Song entfaltet. Sowohl Allen als auch Raye fordern die Zuh\u00f6rerinnen und Zuh\u00f6rer heraus, mit den Wendungen mitzuhalten \u2013 entgegen aller g\u00e4ngigen Weisheiten \u00fcber die Aufmerksamkeitsspanne des heutigen Publikums. Beide Alben rechnen schonungslos mit untreuen Exen ab. Doch w\u00e4hrend Allen die Schattenseiten von Ehe, Scheidung und Elternschaft seziert, bewegt sich Raye im Terrain der ersten gro\u00dfen Liebe und des Datinglebens mit Mitte zwanzig. (Wer glaubt, es sei schlimm, keinen Mann zu haben, den verweise ich auf Allen \u2013 f\u00fcr einen Erfahrungsbericht dar\u00fcber, wie es ist, einen zu haben.) In \u201eNightingale Alley\u201c er\u00f6ffnet sie mit den Worten \u201eThis is a song about the greatest heartbreak I have ever known\u201c \u2013 obwohl das Album schon auf halbem Weg ist und sie l\u00e4ngst im zweistelligen Bereich ihrer pers\u00f6nlichen Herzschmerz-Bestenliste angekommen ist.<\/p>\n<p>Selbstgef\u00e4lligkeit als Programm<\/p>\n<p>Raye nimmt mit diebischem Vergn\u00fcgen in Kauf, dass das Album viel, viel, viel l\u00e4nger ist als n\u00f6tig. Das geh\u00f6rt zum Charme \u2013 es steckt etwas Trotziges darin, wie sie es genie\u00dft, die Geduld des Publikums auf die Probe zu stellen. In ihrem Abschluss-Track \u201eFin\u201c kr\u00f6nt sie die Kinomomente, indem sie \u201eRoll credits!\u201c ruft und dann vier Minuten lang die vollst\u00e4ndigen Produktionsnotizen des Albums vorliest. An F\u00fcllmaterial, Gimmicks, Wegwerfbarem und Lebensweisheiten mangelt es nicht \u2013 und selbst Ausrei\u00dfer wie \u201eLife Boat\u201c sind offensichtlich pers\u00f6nlich und aufrichtig gemeint. Was, Sie wollen ihr Selbstverliebtheit vorwerfen? Da ist sie l\u00e4ngst vor Ihnen. Aber Selbstverliebtheit ist der springende Punkt von \u201eThis Music May Contain Hope\u201c, und ohne ihre flamboyante Grandiosit\u00e4t w\u00fcrde das Album schlicht nicht funktionieren. \u201eCold never lasts, my darlings\u201c, verk\u00fcndet sie. \u201eIt just teaches the heart how to burn.\u201c M\u00f6ge Rayes Feuer weiter lodern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Empfehlungen der\u00a0Redaktion \u201eIch habe Sie gewarnt, liebe H\u00f6rerin, lieber H\u00f6rer, oder nicht?\u201c, verk\u00fcndet Raye auf halbem Weg durch&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":73931,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[24],"tags":[46,42,147,153,154,44,16873,148],"class_list":["post-73930","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-musik","tag-at","tag-austria","tag-entertainment","tag-music","tag-musik","tag-oesterreich","tag-raye","tag-unterhaltung"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116317673604175173","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/73930","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=73930"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/73930\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/73931"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=73930"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=73930"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=73930"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}