{"id":74319,"date":"2026-03-30T14:32:07","date_gmt":"2026-03-30T14:32:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/74319\/"},"modified":"2026-03-30T14:32:07","modified_gmt":"2026-03-30T14:32:07","slug":"rund-200-000-syrer-pro-jahr-sollen-deutschland-verlassen-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/74319\/","title":{"rendered":"Rund 200.000 Syrer pro Jahr sollen Deutschland verlassen \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Der deutsche Kanzler, Friedrich Merz, und der syrische Pr\u00e4sident, Ahmed al-Sharaa, w\u00fcnschen sich, dass in drei Jahren rund 80 Prozent aller Syrer in Deutschland nach Syrien gehen. Geht man von der Zahl der Schutzsuchenden aus, w\u00e4ren das zwischen 560.000 bis 640.000 Menschen. <\/p>\n<p>Bundeskanzler <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/friedrich-merz\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" syrer=\"\" pro=\"\" jahr=\"\" sollen=\"\" deutschland=\"\" verlassen=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Friedrich Merz<\/a> will eine R\u00fcckkehr von rund 80 \u200bProzent der in Deutschland lebenden syrischen Fl\u00fcchtlinge innerhalb der n\u00e4chsten drei Jahre. Das w\u00e4ren pro Jahr und je nach Sch\u00e4tzung zwischen 186.000 und 213.000 Menschen. In Deutschland leben noch etwa 700.000 bis 800.000 syrische Schutzsuchende.<\/p>\n<p>Diese Massenr\u00fcckkehr sei auch der Wunsch des syrischen Pr\u00e4sidenten Ahmed al-Scharaa, sagte Merz am Montag bei dessen Besuch in Berlin. \u201eIn der l\u00e4ngeren Perspektive der n\u00e4chsten drei Jahre, das ist der Wunsch von Pr\u00e4sident al-Scharaa gewesen, sollen rund 80 Prozent der in Deutschland jetzt sich aufhaltenden Syrerinnen und \u200cSyrer zur\u00fcck in ihr Heimatland kehren\u201c, \u200berkl\u00e4rte der Kanzler. Ein gutes Jahr nach dem Ende des B\u00fcrgerkriegs h\u00e4tten sich die Rahmenbedingungen in Syrien grundlegend verbessert, weshalb die Ausgangslage neu bewertet werden m\u00fcsste. <\/p>\n<p>Im Zuge des syrischen B\u00fcrgerkriegs \u200bwaren vor allem im Jahr 2015 rund eine Million Syrer nach Deutschland gekommen. Dies hatte die Debatte \u00fcber illegale Migration befeuert und \u200bder AfD bei Wahlen geholfen. Ende 2024 endete der syrische B\u00fcrgerkrieg mit dem Sturz des Pr\u00e4sidenten <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/bashar-al-assad\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" syrer=\"\" pro=\"\" jahr=\"\" sollen=\"\" deutschland=\"\" verlassen=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Baschar al-Assad<\/a>. Die neue Bundesregierung unter F\u00fchrung der <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/union\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" syrer=\"\" pro=\"\" jahr=\"\" sollen=\"\" deutschland=\"\" verlassen=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Union<\/a> hat \u2060sich \u200ceine migrationspolitische \u200bWende mit mehr Abschiebungen auf die Fahnen geschrieben, die auch Syrien und Afghanistan einschlie\u00dft.<\/p>\n<p>Merz betonte, er habe al-Scharaa gebeten, \u201ejetzt vorrangig diejenigen zur\u00fcckzunehmen, die in Deutschland keinen g\u00fcltigen Aufenthaltstitel mehr haben\u201c. Dies betreffe eine kleine, aber problematische Gruppe von straff\u00e4lligen Syrern. \u201eWir brauchen deshalb eine verl\u00e4ssliche R\u00fcckf\u00fchrungsoption, eine Kooperation mit Syrien, insbesondere und zuallererst f\u00fcr \u200bdiejenigen, die unsere Gastfreundschaft missbrauchen\u201c, sagte der Kanzler. Zur Umsetzung sei eine gemeinsame Taskforce eingerichtet worden, die ihre Arbeit rasch aufnehmen werde. Zudem werde es in wenigen Tagen eine Informationsreise deutscher Vertreter nach Syrien geben.<\/p>\n<p>Al-Scharaa dankte Deutschland f\u00fcr die Aufnahme der Fl\u00fcchtlinge. \u201eDer Krieg ist nat\u00fcrlich vorbei, aber die Schlacht des Wiederaufbaus hat jetzt erst begonnen\u201c, sagte er. Die Zerst\u00f6rung in Syrien sei sehr gro\u00df. Man wolle nun ein gutes Umfeld f\u00fcr Investitionen und Arbeitspl\u00e4tze schaffen, um den Syrern eine R\u00fcckkehr zu erm\u00f6glichen. Er habe mit Merz \u00fcber eine Erh\u00f6hung deutscher Investitionen gesprochen und dar\u00fcber, dass R\u00fcckkehrer in Syrien f\u00fcr deutsche Unternehmen t\u00e4tig werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Beide Politiker bezeichneten die in Deutschland lebenden Syrer als eine Br\u00fccke zwischen den L\u00e4ndern. \u201eDie syrischen Fl\u00fcchtlinge \u200bin \u2060Deutschland, wir sehen sie als Asset f\u00fcr beide Staaten\u201c, sagte al-Scharaa. Sie k\u00f6nnten auf viele verschiedene Arten die wirtschaftlichen Beziehungen vertiefen. Merz erkl\u00e4rte, gut integrierte Fachkr\u00e4fte wie \u00c4rzte \u200boder Pflegepersonal k\u00f6nnten in Deutschland bleiben. \u201eAber viele, die hier sind, werden zu Hause gebraucht. Und deshalb ist dies jetzt, glaube ich, \u200bein richtiger Zeitpunkt, auch \u00fcber diese Menschen \u200czu sprechen.\u201c<\/p>\n<p>Hakan Demir, Migrationsexperte von Merz Koalitionspartner <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/spd\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" syrer=\"\" pro=\"\" jahr=\"\" sollen=\"\" deutschland=\"\" verlassen=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">SPD<\/a>, hatte sich bereits am Montagmorgen im Deutschlandfunk skeptisch ge\u00e4u\u00dfert: Er sprach sich f\u00fcr ein Bleiberecht f\u00fcr Menschen aus, die seit Jahren in Deutschland arbeiten. Eine R\u00fcckkehr m\u00fcsse eine freiwillige Entscheidung \u200csein. \u201eIch sehe jetzt nicht, \u2060dass wir jetzt Zehntausende von Menschen zur\u00fcckf\u00fchren. Das \u2060ist auch nicht m\u00f6glich, wenn wir \u200buns jetzt die Situation vor Ort ansehen.\u201c Syrien sei kein sicherer Staat. <\/p>\n<p>(Reuters)<\/p>\n<p>    Lesen Sie mehr zu diesen Themen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der deutsche Kanzler, Friedrich Merz, und der syrische Pr\u00e4sident, Ahmed al-Sharaa, w\u00fcnschen sich, dass in drei Jahren rund&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":74320,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[79,40,41,39,38],"class_list":{"0":"post-74319","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-migration","9":"tag-nachrichten","10":"tag-news","11":"tag-schlagzeilen","12":"tag-top-meldungen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116318617230142755","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74319","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=74319"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74319\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/74320"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=74319"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=74319"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=74319"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}