{"id":76064,"date":"2026-03-31T12:24:22","date_gmt":"2026-03-31T12:24:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/76064\/"},"modified":"2026-03-31T12:24:22","modified_gmt":"2026-03-31T12:24:22","slug":"jku-erkennt-ehrenwuerden-von-vier-personen-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/76064\/","title":{"rendered":"JKU erkennt Ehrenw\u00fcrden von vier Personen ab"},"content":{"rendered":"<p> LINZ. Die Johannes Kepler Universit\u00e4t erkennt vier Personen mit belasteter Vergangenheit die akademischen Ehrungen ab. Grundlage f\u00fcr diese Entscheidung ist ein umfangreicher historischer Bericht zur systematischen Aufarbeitung.<\/p>\n<p>Die Aberkennung betrifft das 1982 verliehene Ehrendoktorat der Technischen Wissenschaften f\u00fcr Friedrich Asinger, die 1989 verliehene Ehrenb\u00fcrgerschaft f\u00fcr Alfred Jelinek, die 1969 verliehene Ehrenb\u00fcrgerschaft sowie die 1976 verliehene W\u00fcrde eines Ehrensenators f\u00fcr Herbert Koller und das 1983 verliehene Ehrendoktorat der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften f\u00fcr Konrad Mellerowicz.<\/p>\n<p>Koller wurde 1931 NSDAP-Mitglied, belegte ab 1938 Funktionen in der SA und ab 1941 in der SS. Weitere belastende biografische Punkte sind dokumentiert. Auch die Kunstuniversit\u00e4t Linz erkannte Koller die Ehrenmitgliedschaft ab. <\/p>\n<p>Mellerowicz trat 1933 der SA und 1937 der NSDAP bei, unterzeichnete das \u201eBekenntnis der Professoren an den deutschen Universit\u00e4ten und Hochschulen zu Adolf Hitler und dem nationalsozialistischen Staat\u201c und wirkte als \u201ewehrwirtschaftlicher\u201c Gutachter. Die TU Berlin hat 2024 eine Gedenktafel, die an Mellerowicz erinnert, abgenommen und seinen Namen von einem H\u00f6rsaal, der nach ihm benannt war, entfernt. <\/p>\n<p>Asinger trat bereits 1932 dem NS-Lehrerbund bei, 1933 schloss er sich der NSDAP in Wien-Margareten und im selben Jahr der SA an. <\/p>\n<p>Auch Jelinek trat bereits 1933 der SA und sp\u00e4ter der NSDAP bei.<\/p>\n<p>Gerhard Beil verzichtete bereits 1992<\/p>\n<p>Au\u00dferdem distanziert sich die JKU von der 1986 erfolgten Verleihung des Ehrendoktorats an Gerhard Beil. Dieser erhielt seine W\u00fcrdigung aufgrund der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der DDR und \u00d6sterreich, verzichtete aber bereits 1992 selbst darauf.<\/p>\n<p>Den Aberkennungen vorangegangen war eine umfassende Pr\u00fcfung der Ehrengemeinde auf nationalsozialistische oder andere antidemokratische Belastungen. Untersucht wurden\u00a0 jene Personen, die vor 1930 geboren worden waren. <\/p>\n<p>\u201eAuch wenn die JKU Linz zur Zeit des nationalsozialistischen Regimes noch nicht existiert hat, tragen Universit\u00e4ten als gesellschaftliche Institutionen dennoch eine Verantwortung\u201c, sagt JKU-Rektor Stefan Koch. Man setze damit auch aktiv ein klares Zeichen, \u201ewelche Haltung wir in der Gegenwart und der Zukunft vertreten.\u201c<\/p>\n<p>\u201eZwischen Aberkennung und Anerkennung\u201c<\/p>\n<p>Die Erkenntnisse des Berichts und der Umgang mit diesen wird am Montag, 13. April, im Kepler Salon in einer \u00f6ffentlichen Veranstaltung mit den Verfassern des Berichts diskutiert. Beginn ist um 19.30 Uhr.<\/p>\n<p>Eintritt frei.<\/p>\n<p>Mehr: <a data-mce-href=\"https:\/\/www.jku.at\/kepler-salon\/ereignisse\/events\/detail\/news\/zwischen-anerkennung-und-aufarbeitung\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.jku.at\/kepler-salon\/ereignisse\/events\/detail\/news\/zwischen-anerkennung-und-aufarbeitung\/\">https:\/\/www.jku.at\/kepler-salon\/ereignisse\/events\/detail\/news\/zwischen-anerkennung-und-aufarbeitung\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"LINZ. Die Johannes Kepler Universit\u00e4t erkennt vier Personen mit belasteter Vergangenheit die akademischen Ehrungen ab. 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