{"id":76558,"date":"2026-03-31T17:31:14","date_gmt":"2026-03-31T17:31:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/76558\/"},"modified":"2026-03-31T17:31:14","modified_gmt":"2026-03-31T17:31:14","slug":"urauffuehrung-in-der-tribuene-linz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/76558\/","title":{"rendered":"Urauff\u00fchrung in der Trib\u00fcne Linz"},"content":{"rendered":"<p> LINZ. Schriftstellerin Ingeborg Bachmann h\u00e4tte im Juni ihren 100. Geburtstag gefeiert. Ihr zu Ehren bringt die Trib\u00fcne \u201eAlle Zeit, gestundet. Ein Brief an Ingeborg Bachmann\u201c von Corinna Antelmann auf die B\u00fchne. Die Urauff\u00fchrung findet am Dienstag, 7. April, statt. <\/p>\n<p>Im Mittelpunkt steht Literaturprofessorin Anette. Die fast 90-J\u00e4hrige begibt sich auf eine letzte Reise nach Klagenfurt, zum Grab der Schriftstellerin Ingeborg Bachmann. Sie wei\u00df, dass ihr der Tod auf den Fersen ist und so beginnt sie ganz bewusst und sehr vers\u00f6hnlich, Abschied zu nehmen. In einem fiktiven Brief an Bachmann erz\u00e4hlt sie, ihrer Vergesslichkeit trotzend, mit Humor und Scharfsinn, wie sie es geschafft hat, in ihrem langen Leben mit seinen Br\u00fcchen und Neuanf\u00e4ngen sie selbst zu werden. <\/p>\n<p>Regisseurin Cornelia Metschitzer h\u00fcllt Antelmanns Text in eine Rahmenhandlung, in der Anettes Kinder \u2013 Bettine und Jon \u2013 diesen Brief im Nachlass ihrer Mutter finden. Beim Lesen erfahren sie in szenischen R\u00fcckblenden sowie in Film- und Tonaufnahmen vom Leben ihrer Mutter und entdecken auch unbekannte Seiten. Der Brief an Bachmann wird zum Brief an Anettes Kinder. Sie setzen sich mit der eigenen Familiengeschichte auseinander, lernen zu verstehen und zu verzeihen. <\/p>\n<p>Die in Ottensheim lebende Autorin Corinna Antelmann dazu: \u201eIn der Reflexion findet Anette Vers\u00f6hnung mit ihrem Leben, indem sie die Momente von poetischer Sch\u00f6nheit einf\u00e4ngt, die es immer wieder gab, und entwickelt gleichzeitig die Bereitschaft, anzuerkennen und auszuhalten, wie unentwirrbar Leben und Tod miteinander verwoben sind.\u201c<\/p>\n<p>Geschichten \u00fcber Frauen<\/p>\n<p>Mit dem St\u00fcck setzt die Trib\u00fcne ihren Weg fort, Lebensgeschichten von Frauen auf die B\u00fchne zu bringen. Es ist jedoch der erste zeitgen\u00f6ssische Text von einer Autorin. \u201eIch konnte mir Annettes Geschichte sofort auf unserer B\u00fchne vorstellen\u201c, so Metschitzer. Das St\u00fcck greift universelle Frauenthemen auf: den Spagat zwischen Familie und Beruf, die Suche nach Unabh\u00e4ngigkeit, das Altern und das Loslassen. <\/p>\n<p>\u201eDie weibliche Perspektive einer betagten Frau, die sich angesichts ihres nahenden Todes vor nichts mehr im Leben f\u00fcrchten muss, kommt in diesem scharf- und zugleich feinsinnigen Text auf vielf\u00e4ltige Weise zum Ausdruck. Und damit kann Anette uns allen sehr viel sagen, auch noch nach ihrem Tod\u201c, so die Regisseurin.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"LINZ. Schriftstellerin Ingeborg Bachmann h\u00e4tte im Juni ihren 100. Geburtstag gefeiert. 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