{"id":78381,"date":"2026-04-01T16:18:10","date_gmt":"2026-04-01T16:18:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/78381\/"},"modified":"2026-04-01T16:18:10","modified_gmt":"2026-04-01T16:18:10","slug":"mangel-an-synapsen-bei-schizophrenie-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/78381\/","title":{"rendered":"Mangel an Synapsen bei Schizophrenie?"},"content":{"rendered":"<p class=\"h3 subtitle serif\">Forschende finden erstmals Hinweise auf biologische Ursache f\u00fcr die kognitiven Beeintr\u00e4chtigungen durch die Erkrankung<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" alt=\"Fluoreszenzbild eines neuronalen Netzwerks zeigt blaue Zellkerne, rote Tubulin-Fasern und gr\u00fcne Synapsin-Markierung. Rechte Seite vergr\u00f6\u00dfert.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/original-1775048720.jpg\" class=\"img-responsive\" title=\"Nervenzellen mit Zellkernen (blau), Neuronen\u00e4sten (rot) und Synapsen (gr\u00fcn).\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/1775060290_198_original-1775048720.jpg\" class=\"visible-print-block mb-1 banner\" alt=\"Fluoreszenzbild eines neuronalen Netzwerks zeigt blaue Zellkerne, rote Tubulin-Fasern und gr\u00fcne Synapsin-Markierung. Rechte Seite vergr\u00f6\u00dfert.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Nervenzellen mit Zellkernen (blau), Neuronen\u00e4sten (rot) und Synapsen (gr\u00fcn).<\/p>\n<p class=\"copyright hidden-print\" id=\"copyright_26333057\">\n          \u00a9 Jama, 2026\n        <\/p>\n<p>\n          Nervenzellen mit Zellkernen (blau), Neuronen\u00e4sten (rot) und Synapsen (gr\u00fcn).\n        <\/p>\n<p>\n          \u00a9 Jama, 2026\n        <\/p>\n<p>Auf den Punkt gebrachtForschungsansatz: Eine neue Studie verkn\u00fcpft klinische Daten von \u00fcber 400 Patienten mit Daten aus Stammzellen, um den Zusammenhang zwischen Synapsen und kognitiven Problemen zu untersuchen.Biologische Ursache: Die Studie zeigt, dass eine geringere Anzahl von Synapsen mit st\u00e4rkeren kognitiven Beeintr\u00e4chtigungen korreliert.Genetische Faktoren: Forschende vermuten, dass genetische Einfl\u00fcsse die Synapsendichte verringern, w\u00e4hrend Umweltfaktoren diese Ver\u00e4nderungen verst\u00e4rken k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Schizophrenie betrifft weltweit etwa ein Prozent der Menschen. Es handelt sich um eine schwer zu behandelnde psychische Erkrankung, die oft mit Halluzinationen und Wahnvorstellungen einhergeht. W\u00e4hrend aktuelle Medikamente diese sogenannte Positivsymptomatik gut regulieren, wirken sie bei der Negativsymptomatik und kognitiven Symptomen \u2013 wie Motivationslosigkeit, sozialem R\u00fcckzug, Ged\u00e4chtnisproblemen oder Schwierigkeiten bei der Aufmerksamkeit und beim Konzentrieren \u2013 nicht. Diese kognitiven Beeintr\u00e4chtigungen bestimmen oft und langfristig den Alltag der Betroffenen.<\/p>\n<p>Um bessere Therapien zu entwickeln, brauchen Forschende ein besseres Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, was im Gehirn bei Schizophrenie passiert. In einer fr\u00fcheren Studie hatten Florian Raabe, Leiter der Projektgruppe Translational Deep Phenotyping am Max-Planck-Institut f\u00fcr Psychiatrie in M\u00fcnchen und Michael Ziller von der Universit\u00e4t M\u00fcnster bereits festgestellt: Neuronen, die aus Stammzellen von Schizophrenie-Patienten hergestellt wurden, zeigten Defizite in der Anzahl der Verbindungen zwischen den Nervenzellen, den Synapsen. Dieser Mangel k\u00f6nnte eine Ursache f\u00fcr die kognitiven Symptome sein.<\/p>\n<p>Klinische und zellul\u00e4re Untersuchung<\/p>\n<p>In einer neuen Studie wollten die Wissenschaftler pr\u00fcfen, ob die in vitro beobachteten zellul\u00e4ren Defizite mit den in vivo vorliegenden kognitiven Problemen der Patientinnen und Patienten zusammenh\u00e4ngen. Dazu kombinierten sie zwei Arten von Daten: Klinische Daten von \u00fcber 400 Patienten sowie von gesunden Kontrollpersonen, darunter Gehirnscans (MRT), Gehirnstrommessungen (EEG) und kognitive Testergebnisse. Au\u00dferdem nutzten sie zellul\u00e4re Daten aus Nervenzellen, die aus Stammzellen von 80 Spendern hergestellt wurden. Diese Stammzellen waren auch aus Blutproben gewonnen worden. So konnten die Forschenden Daten der gleichen Personen auf klinischer und zellul\u00e4rer Ebene analysieren.<\/p>\n<p>\u201eWir konnten erstmals zeigen: Je st\u00e4rker die Beeintr\u00e4chtigung der Synapsen auf zellul\u00e4rer Ebene war, desto st\u00e4rker waren auch die kognitiven Probleme\u201c, sagt Raabe vom Max-Planck-Institut f\u00fcr Psychiatrie. \u201eDas ist der erste Hinweis darauf, dass die kognitiven Symptome bei Schizophrenie auf eine ganz konkrete biologische Ursache zur\u00fcckgehen \u2013 und zwar auf eine verminderte Anzahl von Synapsen zwischen den Nervenzellen.\u201c Raabe und sein Team vermuten: Genetische Faktoren k\u00f6nnten f\u00fcr eine verminderte Dichte an Synapsen verantwortlich sein. Diese wiederum f\u00fchrt zu weiteren Ver\u00e4nderungen im Gehirn, die vermutlich durch Umweltfaktoren verst\u00e4rkt werden und zu den kognitiven Symptomen f\u00fchren.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse sind besonders wichtig, da sie eine Br\u00fccke zwischen Forschung auf Zellebene und klinischer Praxis und damit der Entwicklung spezifischerer Behandlungsans\u00e4tze schlagen. Da aus einer einfachen Blutprobe Stammzellen gewonnen werden k\u00f6nnen, die dann zu Nervenzellen umgewandelt werden, ist die Methode relativ einfach und schonend. Ideal lassen sich so Biomarker finden, die helfen, besser vorherzusagen, welche Therapie bei welchem Patienten am besten wirkt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Forschende finden erstmals Hinweise auf biologische Ursache f\u00fcr die kognitiven Beeintr\u00e4chtigungen durch die Erkrankung Nervenzellen mit Zellkernen (blau),&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":78382,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[46,42,124,123,44,13183,7385,30209],"class_list":{"0":"post-78381","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-at","9":"tag-austria","10":"tag-gesundheit","11":"tag-health","12":"tag-oesterreich","13":"tag-schizophrenie","14":"tag-stammzellen","15":"tag-synapsen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116330358960947535","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78381","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=78381"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78381\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/78382"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=78381"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=78381"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=78381"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}