{"id":78603,"date":"2026-04-01T18:56:07","date_gmt":"2026-04-01T18:56:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/78603\/"},"modified":"2026-04-01T18:56:07","modified_gmt":"2026-04-01T18:56:07","slug":"flucht-nach-europa-mindestens-40-migranten-sterben-bei-bootsungluecken-in-mittelmeer-und-aermelkanal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/78603\/","title":{"rendered":"Flucht nach Europa: Mindestens 40 Migranten sterben bei Bootsungl\u00fccken in Mittelmeer und \u00c4rmelkanal"},"content":{"rendered":"<p>Mehrere schwere Bootsungl\u00fccke an Europas Au\u00dfengrenzen haben im Mittelmeer, in der \u00c4g\u00e4is und im \u00c4rmelkanal mindestens 40 Menschenleben gefordert. Migranten gerieten bei gef\u00e4hrlichen \u00dcberfahrten in Seenot, viele weitere wurden gerettet.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Bei Vorf\u00e4llen mit Booten im Mittelmeer und im \u00c4rmelkanal sind mindestens 40 Migranten ums Leben gekommen. Italiens K\u00fcstenwache meldete am Mittwoch den Fund von 19 toten Migranten auf einem Boot vor der italienischen Insel Lampedusa. Vor der t\u00fcrkischen \u00c4g\u00e4isk\u00fcste wurden indes mindestens 19 Menschen aus Afghanistan tot aus dem Wasser geborgen, darunter ein Baby, wie die t\u00fcrkische K\u00fcstenwache mitteilte. Beim Versuch, den \u00c4rmelkanal zu \u00fcberqueren, starben zwei weitere Menschen.<\/p>\n<p>Sieben Migranten, darunter zwei Kinder, w\u00fcrden wegen \u201eUnterk\u00fchlung und einer Kohlenwasserstoff-Vergiftung\u201c behandelt, teilte Filippo Mannino, B\u00fcrgermeister der nahe Tunesien gelegenen italienischen Insel Lampedusa, der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch mit. 58 \u00dcberlebende, darunter f\u00fcnf Kinder, konnten nach Angaben der K\u00fcstenwache nach Lampedusa gebracht werden.<\/p>\n<p>Die Rettungsaktion fand der K\u00fcstenwache zufolge rund 135 Kilometer vor der Insel in der libyschen Such- und Rettungsregion statt. Das Boot war dort am Dienstag von einem italienischen Aufkl\u00e4rungsflugzeug entdeckt worden. Da sich keine Schiffe der libyschen K\u00fcstenwache oder zivile Schiffe in der N\u00e4he befanden, die Hilfe leisten konnten, wurde beschlossen, ein Schiff der italienischen K\u00fcstenwache von Lampedusa aus zu entsenden, erkl\u00e4rte der Sprecher der K\u00fcstenwache, Roberto D&#8217;Arrigo. Ihm zufolge k\u00f6nnten einige der Migranten auf dem Transport nach Lampedusa gestorben sein, welcher bei \u00e4u\u00dferst rauem Wetter mit bis zu sieben Meter hohen Wellen stattfand.<\/p>\n<p>Die Opfer seien vermutlich alle an Unterk\u00fchlung gestorben, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa und verwies auf starken Wind, Regen und Temperaturen um die zehn Grad. Aufnahmen von Ansa zeigten vermutlich Leichens\u00e4cke, die von Bord eines Schiffes der K\u00fcstenwache getragen wurden.<\/p>\n<p>\u201eWir sind zutiefst best\u00fcrzt angesichts eines weiteren tragischen Vorfalls im Mittelmeer\u201c, erkl\u00e4rte das UN-Fl\u00fcchtlingshilfswerk auf X. UN-Vertreter w\u00fcrden \u201eden \u00dcberlebenden sofortige Hilfe leisten.\u201c<\/p>\n<p>Lampedusa ist ein wichtiges Einfallstor f\u00fcr Migranten, die von Nordafrika aus \u00fcber das Mittelmeer nach Europa fahren. Das letzte schwere Ungl\u00fcck auf der gef\u00e4hrlichen Route hatte sich im August des vergangenen Jahres ereignet, als 27 Menschen bei zwei Schiffsbr\u00fcchen vor Lampedusa starben. In diesem Jahr haben laut dem Innenministerium bisher mehr als 6100 Migranten Italien \u00fcber das Meer erreicht.<\/p>\n<p>Die t\u00fcrkische K\u00fcstenwache barg indes am Mittwoch nach eigenen Angaben vor der Insel Bodrum 18 Leichen aus dem Wasser, ein weiterer Mensch starb sp\u00e4ter im Krankenhaus. 21 Insassen des Schlauchboots \u00fcberlebten demnach das Ungl\u00fcck und konnten gerettet werden.<\/p>\n<p>Den Angaben zufolge hatte eine Patrouille das Schlauchboot am Morgen vor der K\u00fcste von Bodrum geortet und zum Halten aufgefordert. Stattdessen sei das Boot \u201emit hohem Tempo gefl\u00fcchtet\u201c. Daraufhin sei Wasser ins Boot eingedrungen und dieses sei gesunken. Nach Angaben des Gouverneurs der Provinz Mugla, Idris Akbiyik, handelte es sich bei den Bootsinsassen um Afghanen. Akbiyik machte schlechtes Wetter und die unruhige See f\u00fcr das Ungl\u00fcck verantwortlich.<\/p>\n<p>Auch im \u00c4rmelkanal zwischen Gro\u00dfbritannien und Frankreich ereignete sich am Mittwoch ein t\u00f6dliches Ungl\u00fcck mit einem Fl\u00fcchtlingsboot. Zwei Migranten seien bei dem Versuch, den Kanal vor der K\u00fcste von Gravelines in Nordfrankreich illegal zu \u00fcberqueren, ums Leben gekommen, teilte die zust\u00e4ndige Pr\u00e4fektur mit.<\/p>\n<p>Den Angaben zufolge kamen Rettungskr\u00e4fte acht Migranten zur Hilfe, deren Boot nach dem Ablegen nahe Gravelines in Not geraten war. Drei von ihnen h\u00e4tten eine \u201esofortige medizinische Versorgung\u201c ben\u00f6tigt, zwei Migranten seien kurz darauf f\u00fcr tot erkl\u00e4rt worden, erkl\u00e4rte die Pr\u00e4fektur weiter.<\/p>\n<p>Polizeiangaben zufolge handelt es sich bei den Toten um zwei M\u00e4nner aus dem Sudan und Afghanistan. Eine Frau sei verletzt ins Krankenhaus gebracht worden; sie sei au\u00dfer Lebensgefahr. F\u00fcnf \u00dcberlebende seien in Gewahrsam genommen worden, erkl\u00e4rte die Polizei.<\/p>\n<p>Es handelt sich um die ersten bekannt gewordenen Todesf\u00e4lle bei der \u00dcberquerung des \u00c4rmelkanals in diesem Jahr. 2025 waren auf der Route laut einer AFP-Z\u00e4hlung auf Grundlage offizieller franz\u00f6sischer und britischer Quellen mindestens 29 Migranten ums Leben gekommen.<\/p>\n<p>AFP\/nw<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mehrere schwere Bootsungl\u00fccke an Europas Au\u00dfengrenzen haben im Mittelmeer, in der \u00c4g\u00e4is und im \u00c4rmelkanal mindestens 40 Menschenleben&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":78604,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[76,75,74,30286,1012,30289,12675,2256,30288,210,30287],"class_list":{"0":"post-78603","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-europa","8":"tag-eu","9":"tag-europa","10":"tag-europe","11":"tag-fluechtlinge-geo-ursprungsland","12":"tag-italien","13":"tag-migration-ks","14":"tag-mittelmeer","15":"tag-newsteam","16":"tag-seenotrettungskreuzer-ks","17":"tag-texttospeech","18":"tag-ungluecke"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116330980206405731","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78603","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=78603"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78603\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/78604"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=78603"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=78603"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=78603"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}