{"id":79681,"date":"2026-04-02T08:32:17","date_gmt":"2026-04-02T08:32:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/79681\/"},"modified":"2026-04-02T08:32:17","modified_gmt":"2026-04-02T08:32:17","slug":"iran-will-bedingungen-fuer-ein-kriegsende-diktieren-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/79681\/","title":{"rendered":"Iran will Bedingungen f\u00fcr ein Kriegsende diktieren \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Das iranische Regime f\u00fchlt sich trotz mehr als vierw\u00f6chiger Bombardements, des Tods von Spitzenpolitikern und Kommandanten und der Drohungen der USA mit einer Bodenoffensive offenbar stark genug, um Bedingungen f\u00fcr ein Ende des Krieges zu stellen. Teheran habe den \u201enotwendigen Willen\u201c, den Konflikt zu beenden, sagt der iranische Pr\u00e4sident, <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/massud-peseschkian\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" will=\"\" bedingungen=\"\" f=\"\" ein=\"\" kriegsende=\"\" diktieren=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Masoud Pezeshkian<\/a>. Voraussetzung sei allerdings die Erf\u00fcllung mehrerer Bedingungen. Experten sehen den Iran als k\u00fcnftiges \u201eNordkorea in Nahost\u201c: ein isolierter Staat mit Atombombe.<\/p>\n<p>Die j\u00fcngsten \u00c4u\u00dferungen von US-Pr\u00e4sident Donald <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/donald-trump\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" will=\"\" bedingungen=\"\" f=\"\" ein=\"\" kriegsende=\"\" diktieren=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Trump<\/a> k\u00f6nnten die F\u00fchrung in Teheran in ihrer Kompromisslosigkeit best\u00e4rken. Trump sagte am Mittwoch, dass der Krieg auch ohne Einigung mit dem Iran in sp\u00e4testens drei Wochen vorbei sein werde. Die USA k\u00f6nnten \u201esehr rasch\u201c die Milit\u00e4raktion beenden, sagte Trump \u2013 aber erst bei einer \u00d6ffnung der Meerenge von Hormus durch den Iran. Und er behauptete, dass Teheran die USA um eine Waffenruhe gebeten habe. Zugleich \u00e4u\u00dferte er sich erneut entt\u00e4uscht \u00fcber die <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/nato\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" will=\"\" bedingungen=\"\" f=\"\" ein=\"\" kriegsende=\"\" diktieren=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nato<\/a>-Partner und sagte, dass er \u201eabsolut\u201c einen Austritt der USA aus dem B\u00fcndnis erw\u00e4ge.<\/p>\n<p>Irans Au\u00dfenminister, <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/abbas-araghchi\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" will=\"\" bedingungen=\"\" f=\"\" ein=\"\" kriegsende=\"\" diktieren=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Abbas Araghchi<\/a>, zeigte sich am Mittwoch aber weiter stur. Der Iran sei darauf vorbereitet, den Krieg \u201emindestens sechs Monate\u201c fortzusetzen, sagte er dem Sender <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/al-jazeera\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" will=\"\" bedingungen=\"\" f=\"\" ein=\"\" kriegsende=\"\" diktieren=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">al-Jazeera<\/a>. Anschlie\u00dfend lie\u00df sich Araghchi bei einer Kundgebung in den Stra\u00dfen Teherans blicken: Am \u201eTag der Islamischen Republik\u201c feiern Anh\u00e4nger des Regimes die Islamische Revolution.<\/p>\n<p>Die Aussagen Araghchis sind jedenfalls als Propaganda des Regimes zu verstehen, das damit seine Verluste kaschieren will. Der Iran hat keine nennenswerte Flugabwehr mehr und verliert bei Luftangriffen jeden Tag wichtige milit\u00e4rische und zivile Einrichtungen. Luftwaffe und Marine sind gr\u00f6\u00dftenteils zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>Teheran besitzt allerdings noch gen\u00fcgend Raketen und Drohnen, um Israel und die Golfstaaten zu beschie\u00dfen. Die <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/hisbollah\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" will=\"\" bedingungen=\"\" f=\"\" ein=\"\" kriegsende=\"\" diktieren=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hisbollah<\/a>-Miliz im Libanon, proiranische Milizen im Irak und die Houthi-Rebellen im Jemen greifen auf der Seite des Iran in den Krieg ein. Das Regime sitzt auch nach den Enthauptungsschl\u00e4gen von USA und Israel fest im Sattel. Mit der Sperre der Meerenge von Hormus hat sich Teheran zudem einen starken wirtschaftlichen Hebel verschafft, den er auch in Hinkunft nutzen will.<\/p>\n<p>Pr\u00e4sident Pezeshkian sagte in einem Telefonat mit EU-Ratspr\u00e4sident Ant\u00f3nio Costa, der Iran fordere Garantien, dass er nach dem Krieg nicht wieder angegriffen werde. Es ist unklar, wie diese Garantien aussehen sollen. Klar ist aber, dass sich Teheran nicht auf das Wort der USA oder des <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/uno\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" will=\"\" bedingungen=\"\" f=\"\" ein=\"\" kriegsende=\"\" diktieren=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">UN<\/a>-Sicherheitsrates verlassen will. Kontakte zwischen dem Iran-Vermittler Pakistan und China legen nahe, dass sich Peking st\u00e4rker engagieren will. Doch sind feste politische und milit\u00e4rische Zusagen Chinas unwahrscheinlich.<\/p>\n<p>                               <img decoding=\"async\" class=\"figure__image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/imago images 0852332474.webp\" alt=\"Am \u201eTag der Islamischen Republik\u201c am 31. M\u00e4rz feierten die Anh\u00e4nger des Regimes. \" width=\"1000\" height=\"600\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\"\/>                                     <\/p>\n<p>Am \u201eTag der Islamischen Republik\u201c am 31. M\u00e4rz feierten die Anh\u00e4nger des Regimes. \u2003Imago \/ Fatemeh Bahrami<\/p>\n<p>Irans Botschafter in Russland, Kazem Jalali, nannte im Gespr\u00e4ch mit der russischen Nachrichtenagentur Tass eine weitere Bedingung: Der Krieg m\u00fcsse \u201ekomplett\u201c aufh\u00f6ren \u2013 das umfasst nicht nur die Angriffe auf den Iran, sondern auch den neuen israelischen Feldzug gegen die Hisbollah im Libanon. Der neue Religionsf\u00fchrer, <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/mojtaba-khamenei\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" will=\"\" bedingungen=\"\" f=\"\" ein=\"\" kriegsende=\"\" diktieren=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mojtaba Khamenei<\/a>, lie\u00df erkl\u00e4ren, dass der Iran die Hisbollah auch in Zukunft unterst\u00fctzen werde. \u00d6ffentlich gezeigt hat sich <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/ali-khamenei\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" will=\"\" bedingungen=\"\" f=\"\" ein=\"\" kriegsende=\"\" diktieren=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Khamenei<\/a> bis heute nicht. <\/p>\n<p>Entsch\u00e4digung f\u00fcr die Zerst\u00f6rungen durch den Krieg ist eine weitere iranische Forderung. Diese Bedingung k\u00f6nnte nach Einsch\u00e4tzung von Experten durch die vollst\u00e4ndige Aufhebung der Wirtschaftssanktionen gegen den Iran erf\u00fcllt werden.<\/p>\n<p>Die vierte und letzte Bedingung Teherans betrifft die Meerenge von Hormus: Der Iran beansprucht ein dauerhaftes Mitspracherecht dar\u00fcber, welche Tanker die Wasserstra\u00dfe passieren d\u00fcrfen \u2013 und welche nicht. Au\u00dfenminister Araghchi begr\u00fcndete dies damit, dass die Stra\u00dfe von Hormus kein internationales Gew\u00e4sser sei, sondern in den Hoheitsgebieten von Iran und Oman liege.<\/p>\n<p>Sollte sich der Iran mit seinen Forderungen durchsetzen, w\u00e4re Teheran nach dem Krieg in der Region einflussreicher als vorher. Sein Land habe es nicht eilig, sagte Araghchi: Bisher gebe es nur einen Austausch von Botschaften mit den USA, keine formellen Verhandlungen. <\/p>\n<p>Das iranische Atomprogramm und das Raketenarsenal werden von Teheran nicht erw\u00e4hnt. Offenbar ging das Regime davon aus, dass Trumps Regierung die Forderung nach weitgehenden Zugest\u00e4ndnissen in diesem Bereich ohnehin fallen gelassen hat. US-Au\u00dfenminister Marco Rubio sprach diese Woche vom Ziel einer \u201eerheblichen Reduzierung\u201c der iranischen Raketen \u2013 nicht mehr von der vollst\u00e4ndigen Zerst\u00f6rung der Waffen.<\/p>\n<p>Sein urspr\u00fcngliches Ziel, das theokratische System im Iran zu st\u00fcrzen, nannte Trump vorerst nicht mehr. Der Regimewechsel habe schon stattgefunden, behauptete er mit Hinweis auf die T\u00f6tungen von Spitzenpolitikern. Trump setzte einen Personalwechsel mit einem Regimewechsel gleich.<\/p>\n<p>Diese S\u00e4tze d\u00fcrften Teheran als Best\u00e4tigung verstehen. Der Iran stelle heute weitergehende Forderungen als vor dem Krieg, sagte der Nahost-Experte Ali Alfoneh vom Arab Gulf States Institute in Washington der \u201ePresse\u201c. Alfoneh erwartet, dass das Regime in Teheran den Krieg \u00fcberleben und zu einem \u201eNordkorea in Nahost\u201c wird. Darunter versteht der Experte eine Regierung, die \u201ediplomatisch isoliert, wirtschaftlich geschw\u00e4cht, extrem nationalistisch und zunehmend revanchistisch\u201c ist.<\/p>\n<p>Vor allem aber rechnet Alfoneh damit, dass Iran wie Nordkorea eine Atombombe entwickeln d\u00fcrfte: \u201eSie werden versuchen, ein Mindestma\u00df an nuklearer Abschreckung zu schaffen, um gegen k\u00fcnftige Angriffe gefeit zu sein.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das iranische Regime f\u00fchlt sich trotz mehr als vierw\u00f6chiger Bombardements, des Tods von Spitzenpolitikern und Kommandanten und der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":79682,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[1493,40,41,39,66,65,64],"class_list":{"0":"post-79681","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-analyse","9":"tag-nachrichten","10":"tag-news","11":"tag-schlagzeilen","12":"tag-welt","13":"tag-world","14":"tag-world-news"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116334188453816604","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79681","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=79681"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79681\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/79682"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=79681"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=79681"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=79681"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}