{"id":81102,"date":"2026-04-03T01:56:15","date_gmt":"2026-04-03T01:56:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/81102\/"},"modified":"2026-04-03T01:56:15","modified_gmt":"2026-04-03T01:56:15","slug":"forscher-ueberrascht-agenten-chaos-durch-ki","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/81102\/","title":{"rendered":"Forscher \u00fcberrascht: Agenten-Chaos durch KI"},"content":{"rendered":"<p>\n        01. April 2026<\/p>\n<p>              Marcus Schwarzbach<\/p>\n<p>                            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/ai-fail-01-1a365b7aa26eeab8.gif\"  width=\"1280\" height=\"720\"  alt=\"Fragezeichen mit Pfeil \u00fcber KI-Symbol zu Ausrufezeichen. Vom KI-Symbol Pfeile in alle Richtungen\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"lead beitraganriss\">KI-Agenten sollen Arbeit abnehmen. Doch Forscher erleben b\u00f6se \u00dcberraschungen. Was ein Agent in China heimlich tat, schockiert Beobachter.<\/p>\n<p>Hohe Summen investieren Konzerne in den Einsatz k\u00fcnstlicher Intelligenz. 2026 werde das Jahr der KI-Agenten, <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/technik\/medizin\/report-2026-wird-das-jahr-der-ki-agenten\/100188755.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">prognostizierte<\/a> im Januar das Handelsblatt.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Der KI-Einsatz soll zum festen Bestandteil von Produktion und Logistik werden, <a href=\"https:\/\/www.materialfluss.de\/software-und-identsysteme-messen-spektrum\/fuenf-zentrale-ki-trends-die-nutzung-von-ki-im-jahr-2026.htm\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">verk\u00fcndete das Inform-Institut<\/a>: &#8222;Der Fokus liegt dabei auf der Integration in Prozesse, Software und Infrastrukturen&#8220;.<\/p>\n<p>KI verspricht, die Arbeit zu erleichtern und viele sich wiederholende Aufgaben zu \u00fcbernehmen. Die betrifft auch Programmierer. Die Wirtschaftswoche <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/technologie\/digitale-welt\/kuenstliche-intelligenz-die-passende-ki-fuer-jeden-anlass\/100201167.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">beschreibt die Vorteile<\/a> der neuen Technik und gibt Empfehlungen, welche KI f\u00fcr welche Anwendung passend ist:<\/p>\n<p class=\"indent rte__abs--indent\">&#8222;KI-Modelle sollen nicht nur sch\u00f6ne S\u00e4tze schreiben, sondern oft auch n\u00fctzlichen Code: Immer mehr Entwickler nutzen k\u00fcnstliche Intelligenz, um schneller zu programmieren oder kleine Programme automatisch erstellen zu lassen.<\/p>\n<p class=\"indent rte__abs--indent\">Mitunter reicht es, in nat\u00fcrlicher Sprache zu beschreiben, welche Software-Anwendung einem vorschwebt. Die Maschine setzt die Idee dann in eine funktionierende Software um. Vibe-Coding nennen Experten diese Vorgehensweise.&#8220;<\/p>\n<p>Auch im Gesundheitsbereich ist die Technik von gro\u00dfer Bedeutung. KI-Anwendungen wurden schon vor Jahren in den Bereichen Radiologie und Pathologie entwickelt, <a href=\"https:\/\/www.kma-online.de\/aktuelles\/it-digital-health\/detail\/ki-im-gesundheitswesen-nutzen-risiken-und-neue-rollen-55349\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">schreibt Peter Gocke<\/a>, Chief Digital Officer (CDO) der Berliner Charit\u00e9. Das kann automatisierte Bildanalyse, Mustererkennung in MRT-Bildern oder Fr\u00fcherkennung von Tumoren sein.<\/p>\n<p>Zunehmend nutzen Patienten die Technik, etwa indem Smartwatches Empfehlungen geben zu Ern\u00e4hrung oder Medikamenteneinnahme, Chatbots medizinische Fragen beantworten. &#8222;Anfang dieses Jahres hat OpenAI das (auch nicht fehlerfreie) ChatGPT Health freigegeben und richtet sich damit explizit an die Verbraucher&#8220;, erl\u00e4utet Gocke, der die digitale Transformation der Charite koordiniert.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>&#8222;KI ist in der Lage, durch fortlaufende Analyse von Gesundheitsdaten Risiken fr\u00fchzeitig zu identifizieren und Hinweise zu geben, bevor Beschwerden auftreten&#8220;, betont Gocke und warnt gleichzeitig vor Risiken:<\/p>\n<p class=\"indent rte__abs--indent\">&#8222;Nicht alle Menschen sind in gleichem Ma\u00dfe digital kompetent oder verf\u00fcgen \u00fcber die n\u00f6tigen Endger\u00e4te und digitalen Zug\u00e4nge. Es droht eine neue Form der Ungleichheit.&#8220;<\/p>\n<p>Ein besonderes Risiko besteht bei der Qualit\u00e4tskontrolle der KI. Eine <a href=\"https:\/\/arxiv.org\/abs\/2504.18919\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Untersuchung der Cornell University<\/a> zeigt, dass KI vor allem in der Hand von Laien deutliche Risiken beinhaltet.<\/p>\n<p>&#8222;Nicht jede KI h\u00e4lt, was sie verspricht \u2013 und Fehlentscheidungen k\u00f6nnen gef\u00e4hrlich sein&#8220;, warnt auch Gocke.<\/p>\n<p>Enorme Investitionen bei KI-Agenten<\/p>\n<p>Unternehmen betonen die gro\u00dfe Bedeutung der Autonomie beim KI-Einsatz. KI-Agenten sollen ohne st\u00e4ndige menschliche \u00dcberwachung arbeiten, indem sie Zwischenschritte eigenst\u00e4ndig planen.<\/p>\n<p class=\"indent rte__abs--indent\">&#8222;KI-Agenten m\u00fcssen Anfragen nicht nur sehr gut verstehen, sondern auch in passende Handlungen \u00fcbersetzen. Das erfordert einen hohen Grad an Intelligenz und die F\u00e4higkeit, Schlussfolgerungen zu ziehen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"indent rte__abs--indent\"><a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/technologie\/digitale-welt\/kuenstliche-intelligenz-die-passende-ki-fuer-jeden-anlass\/100201167.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Wirtschaftswoche<\/a><\/p>\n<p>Diese Agenten k\u00f6nnen durchaus ein Eigenleben f\u00fchren, wie ein aktuelles Beispiel aus China zeigt. Der KI-Agent Rome soll eigentlich Programmieraufgaben zu \u00fcbernehmen. Das scheint diesem allerdings nicht als Aufgabe auszureichen<\/p>\n<p class=\"indent rte__abs--indent\">&#8222;Jedenfalls soll der KI-Agent unl\u00e4ngst selbstst\u00e4ndig, und ohne via Prompt dazu aufgefordert zu werden, damit begonnen haben, Kryptow\u00e4hrungen zu minen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"indent rte__abs--indent\"><a href=\"https:\/\/www.derstandard.de\/story\/3000000311636\/erster-schritt-zur-weltherrschaft-ki-agent-startete-unaufgefordert-mit-krypto-mining\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Der Standard<\/a><\/p>\n<p>Der Autor bezieht sich auf eine <a href=\"https:\/\/arxiv.org\/pdf\/2512.24873\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Studie<\/a>, die ein Forscherteam des chinesischen Online-Riesen Alibaba ver\u00f6ffentlicht hat. Das merkw\u00fcrdige Verhalten habe die Technik aus sich heraus entwickelt. Die Entwickler wurden von ihrem eigenen Modell \u00fcberrascht. Die Ver\u00e4nderung fiel erst auf, als die Sicherheitsinfrastruktur der Alibaba-Cloud Alarm schlug.<\/p>\n<p>KI-Probleme bei komplexen Aufgaben und Datensicherheit<\/p>\n<p>Eine Studie mit dem Titel &#8222;<a href=\"https:\/\/arxiv.org\/pdf\/2602.20021\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Agents of Chaos<\/a>&#8220; analysiert typische Fehler von KI-Systemen im betrieblichen Alltag. Die Auswertungen des Forscherteams zeigen, welche erheblichen Risiken bestehen, wenn KI-Agenten eigenst\u00e4ndig handeln.<\/p>\n<p class=\"indent rte__abs--indent\">&#8222;Um die Risiken besser zu verstehen, entwickelten die Forschenden eine experimentelle Umgebung. Mehrere KI-Agenten liefen gleichzeitig auf virtuellen Maschinen. Sie konnten \u00fcber Discord miteinander kommunizieren, E-Mails verschicken und Dateien ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p class=\"indent rte__abs--indent\">Zwanzig KI-Forschende testeten diese Systeme zwei Wochen lang gezielt auf Schwachstellen. Dabei versuchten sie bewusst, die Agenten zu manipulieren oder zu Fehlverhalten zu bewegen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"indent rte__abs--indent\"><a href=\"https:\/\/www.ingenieur.de\/technik\/fachbereiche\/kuenstliche-intelligenz\/agenten-des-chaos-neue-studie-zeigt-risiken-autonomer-ki-systeme\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Dominik Hochwarth, VDI Verlag<\/a><\/p>\n<p>Komplexe Aufgaben konnten nicht gel\u00f6st werden, in einem Fall machte der KI-Agent sein eigenes Kommunikationssystem unbrauchbar. Auch scheitere die Technik am Test, ob Agenten nur auf Befehle ihrer Besitzer reagieren.<\/p>\n<p>Ein weiterer Bericht zeigt, welche Probleme fehlende Datensicherheit bereiten kann. Wie schnell sensible Daten abgegriffen werden k\u00f6nnen, sp\u00fcrt aktuell der Consultingriese McKinsey:<\/p>\n<p class=\"indent rte__abs--indent\">&#8222;McKinsey wurde k\u00fcrzlich von einem Sicherheitsforscher auf eine Schwachstelle im Zusammenhang mit unserem internen KI-Tool Lilli aufmerksam gemacht. Wir haben die Schwachstelle umgehend identifiziert und innerhalb weniger Stunden behoben.&#8220;<\/p>\n<p>Diese <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/dienstleister\/berater-hacker-knacken-in-kurzer-zeit-den-ki-chatbot-von-mckinsey\/100207475.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Erkl\u00e4rung<\/a> gaben die Unternehmensberater nach einem Hackerangriff auf die interne KI-Plattform ab.<\/p>\n<p>Experten des Security-Start-ups Codewall haben sich Zugriff auf die Datenbank der Plattform namens Lilli verschaffen k\u00f6nnen, so berichtet das Handelsblatt.<\/p>\n<p>Codewall meldete die Sicherheitsl\u00fccke selbst an McKinsey. Die externe Firma konnte auf 728.000 Dateien mit vertraulichen Kundendaten und 46,5 Millionen Chat-Nachrichten zugreifen, aus denen sich Informationen zu Unternehmensstrategien, Fusionen und \u00dcbernahmen ergeben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"01. April 2026 Marcus Schwarzbach KI-Agenten sollen Arbeit abnehmen. Doch Forscher erleben b\u00f6se \u00dcberraschungen. 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