{"id":8148,"date":"2026-02-23T10:35:08","date_gmt":"2026-02-23T10:35:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/8148\/"},"modified":"2026-02-23T10:35:08","modified_gmt":"2026-02-23T10:35:08","slug":"neues-labor-der-tu-graz-erforscht-die-schienenfahrzeuge-der-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/8148\/","title":{"rendered":"Neues Labor der TU Graz erforscht die Schienenfahrzeuge der Zukunft"},"content":{"rendered":"<p>Bahn &amp; Forschung. Das neue Christian Doppler Labor der TU Graz soll h\u00f6here Energieeffizienz und geringere Lebenszykluskosten im Schienenfahrzeugbau erreichen. Der Fokus liegt auf Stahl &amp; Strukturintegrit\u00e4t.<\/p>\n<p>Schienenfahrzeuge sind im Betrieb extremen Belastungen ausgesetzt: Hohe dynamische Kr\u00e4fte und viele Lastwechsel wirken bei jeder Fahrt auf sie ein. Gleichzeitig gewinnen Leichtbau, Energieeffizienz und Ressourcenschonung an Bedeutung, wobei die strengen Sicherheitsanforderungen im Schienenverkehr weiterhin zu erf\u00fcllen sind.<\/p>\n<p>Das nun an der <a href=\"https:\/\/www.tugraz.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">TU Graz<\/a> er\u00f6ffnete \u201eChristian Doppler Labor f\u00fcr Strukturintegrit\u00e4t im Schienenfahrzeugbau\u201c widmet sich diesen Themenbereichen und arbeitet an den wissenschaftlichen Grundlagen f\u00fcr die n\u00e4chste Generation von Schienenfahrzeugen, so die Uni.<\/p>\n<p>\u201eUnser Ziel ist es, wissenschaftlich fundierte Methoden bereitzustellen, die der Industrie als Grundlage f\u00fcr eine praktische Nutzung zur Verf\u00fcgung stehen\u201c, so Laborleiter Martin Leitner vom Institut f\u00fcr Betriebsfestigkeit und Schienenfahrzeugtechnik der TU Graz. Dabei kooperiert das Labor mit den Projektpartnern Siemens Mobility Austria, Plasser &amp; Theurer und Miba Frictec.<\/p>\n<p>Zwei Module<\/p>\n<p>Aufgebaut ist das CD-Labor in zwei Forschungsmodule:<\/p>\n<p>Im ersten Modul steht die Betriebsfestigkeit geschwei\u00dfter Stahlstrukturen im Fokus. Solche Strukturen kommen etwa in Fahrwerksrahmen, diversen Aufbauten oder Leichtbau-Radsatzwellen zum Einsatz. Aufbauend auf bestehenden Normen und Regelwerken untersucht das Forschungsteam, wie Werkstoffwahl, Fertigungsprozesse und Nachbehandlungsverfahren die Lebensdauer von Bauteilen beeinflussen. Auch reale Belastungsszenarien, von unterschiedlichen Lastarten bis hin zu komplexen multiaxialen Beanspruchungen, werden systematisch analysiert. Ziel ist es, Ergebnisse aus Laboruntersuchungen und daraus abgeleitete Auslegungsmethoden verl\u00e4sslich auf reale Fahrzeugstrukturen zu \u00fcbertragen.<br \/>\nDas zweite Modul des CD-Labors konzentriert sich auf die Strukturintegrit\u00e4t ausgew\u00e4hlter Komponenten und Systeme. Ein Schwerpunkt liegt auf dem dynamischen Verhalten von Bremssystemen, insbesondere im Zusammenhang mit reibungsinduzierten Bremsschwingungen. Neben umfangreichen Simulationen finden Experimente am Bremsenpr\u00fcfstand am Campus Inffeldgasse der TU Graz statt, der zu den modernsten seiner Art geh\u00f6rt. Diese Untersuchungen dienen als Grundlage f\u00fcr die Analyse und Validierung neuer Designans\u00e4tze. Eine abschlie\u00dfende Bewertung der Betriebsfestigkeit auf Basis von elaborierten Methoden zur Vibrationserm\u00fcdung verkn\u00fcpft die Fragestellungen beider Module.<\/p>\n<p>Erg\u00e4nzend untersucht das CD-Labor Erm\u00fcdungs- und Verschlei\u00dfprozesse durch den Rad-Schiene-Kontakt sowie in kompletten Reibbremssystemen. Mithilfe eines im Zuge des CD-Labors entwickelten Rollenpr\u00fcfstands k\u00f6nne die Rad-Schiene-Interaktion unter realit\u00e4tsnahen Bedingungen experimentell untersucht werden. Weiterf\u00fchrende Analysen an Scheiben- und Klotzbremssystemen sollen zudem eine Basis f\u00fcr neue Auslegungs- und Bewertungsmethoden dieser Komponenten bilden.<\/p>\n<p>\t\tEins fehlt noch: Der Newsletter von Extrajournal.Net<\/p>\n<p>Einfach E-Mail eintragen und die weitere Entwicklung verfolgen.<\/p>\n<p>\t\tNewsletter anmelden\/verwalten<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bahn &amp; Forschung. 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